Hallo, ich bin 14 und hatte vor ca. 2-3 Monaten bei einer Klinik einen Test gemacht, wo bei mir das Asperger Syndrom festgestellt wurde. In dem Test musste ich eine Geschichte erzählen und beschreiben wie man sich die Zähne putzt und andere Dinge, an die ich mich nicht so genau erinnern kann. Jedoch bestreite ich das ich ein Aspi bin, da ich mich mal im I-Net genauer über diese Krankheit informiert habe und feststellen muss, dass keins der Syndrome auf mich zu trifft. Nur leider kann ich niemanden davon überzeugen. Seitdem darf ich auch nicht mehr in die Schule (Hauptschule), sondern bleibe zu Hause. Und das obwohl ich schulpflichtig bin. Am Anfang fand ich es ja ganz cool das ich nicht mehr in die Schule sollte (ich dachte, das wäre nur für 1, 2 Wochen), aber mittlerweile finde ich es echt Schei... Ich sage meinen Eltern immer dass ich wieder in die Schule will, aber die sagen das ich in eine Schule für Asperger muss. Meine Eltern organisieren für mich auch eine Anstalt für Asperger in die ich gehen soll.
Und jetzt meine Frage: Kann man mich gegen meinen Willen zwangseinweisen? Ich hatte noch nie Suizid Gedanken oder ähnliches und bin immer gegen Gewalt und habe auch noch nie eine Straftat begangen. Ich will einfach wieder in meine normale Hauptschule, früher hatts ja auch geklappt.
PS: Dadurch das ich seit langem nicht mehr in die Schule gehe, bin ich nachtaktiv und schlafe am Tag. Daher poste ich wohl nicht zu einer normalen Zeit :)
Was genau mit dieser Anstalt gemeint ist, weiß ich nicht. Meine Eltern meinen, dass ich dort mit anderen Aspies lernen soll normal zu leben. Dort soll ich dann auch schon paar Jahre bleiben.
Der Grund warum ich in der Schule nicht gut bin ist der, das ich oft einfach nur zu faul war und daher nicht im Unterricht mitmachte. Nur leider glaubt mir das niemand.
Eingliederungshilfe kann ich vergessen, meine Eltern wollen das nicht.
In der Kinder- und Jugendpsychatrie gibt es eine Ambulante Therapie für Autisten, jedoch kommt auch das für meine Eltern nicht in Frage. Irgendwie glaub ich das meine Eltern mich effektiv weg haben und trotzdem mein Kindergeld abkriegen wollen. :(
Ich hab jetzt mal lange, in dem Forum und bei Google gesucht, ob jemand auch in der Lage ist wie ich. Jedoch kein einzigen gefunden.
Und du machst für mich einen ganz normalen Eindruck. Das Jugendamt hat erzählt das man ohne eine langjährige Behandlung kein Leben führen könnte.
:-(
Natürlich kann man auch mit Asperger-Syndrom ein Leben führen. Manche nehmen Therapien oder Coachings in Anspruch, um besser zurecht zu kommen, manche schaffen es auch so mehr oder weniger gut.
Kannst du deine Eltern irgendwie dazu bewegen, sich mal bei rehakids.de oder aspies.de anzumelden? Ich fürchte, ihre Reaktionen fußen auf einem massiv falschen Bild von Autismus und sie sehen gar nicht mehr dich als Person sondern nur die Diagnose und ihre damit verbundenen Vorurteile! Evtl. hilft es, wenn sie mal mit erwachsenen Aspies schreiben.
Wie war denn euer Verhältnis vor der Diagnose? Besser oder auch schon so, dass sie dir das Gefühl vermittelten, dich loswerden zu wollen?
Mir kommt das auch seltsam vor. Von so einem Fall hab ich noch nie gehört. Falls du in einem Autistenforum angemeldet bist mache doch einen Thread damit auf.
Was die Anstalt betrifft, vielleicht kannst du sie einmal besuchen, um dir ein Bild zu machen.