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Asiatische Kampfsportarten - kann mir jemand kurz die wesentlichen Unterschiede erklären

Frage von MachuPicchu86 MachuPicchu86

zwischen Karate, Judo, Teakwando, Kung Fu, Jiu Jitsu und allem, was ich vergessen habe? Ich könnte jetzt die nächsten 6 Stunden damit verbringen, lange Wikipedia-Artikel zu lesen, aber vielleicht kann mir das jemand in einem Satz erläutern, wie sich die Kampfsportarten untereinander unterscheiden und welche die gefährlichste bzw. effektivste ist ;)

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Antworten (6)

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    Antwort von SuR3ShOt SuR3ShOt

    Hallo,

    Ich komme selber aus Asien und deswegen hier ein kleiner Abschnitt:

    Asiatische Kampfsportarten blicken auf eine lange Tradition zurück. So verschieden die Namen auch sein mögen, so einheitlich ist der Grundgedanke dieser Sportarten. Es geht vorwiegend um die waffenlose Selbstverteidigung.

    Bei nahezu allen asiatischen Kampfsportarten wird der Kenntnisstand der Sportler durch das Tragen eines Gürtels mit einer bestimmten Farbe zum Ausdruck gebracht. Dabei kennzeichnet die hellste Farbe den Status eines Anfängers, die dunkelste die des Meisters. In der Regel sieht die Reihenfolge der Farben wie folgt aus: weiß, gelb, orange, grün, blau, braun und schwarz.

    Jiu-Jitsu

    Jiu-Jitsu ist eine der ältesten Kampfsportarten Japans, die seit ca. 100 Jahren auch in Europa unterrichtet wird. Diese Selbstverteidigungskunst, die unter anderem auch während der polizeilichen Ausbildung gelehrt wird, zielt in erster Linie darauf ab, alle denkbaren Angriffe abzuwehren. Dabei werden die erlernten Verteidigungstechniken instinktiv und situationsbedingt möglichst so eingesetzt, dass man die Kontrolle über den Angreifer erlangt, ohne diesen ernsthaft zu verletzen. Immer mehr Frauen erlernen Jiu-Jitsu, um sich im Ernstfall verteidigen zu können.

    Ju-Jutsu

    Ju-Jutsu ist eine moderne Selbstverteidigung, die aus den Grundformen des Jiu-Jitsu, Judo, Karate und Aikido entwickelt wurde. Modern daran ist, dass man mit nur wenigen Techniken alle Arten von Angriffen abwehren kann. „Ju" bedeutet soviel wie nachgeben oder ausweichen, „Jutsu" dagegen Kunst. Ju-Jutso ist demnach die Kunst durch nachzugeben oder auszuweichen mit der Kraft des Angreifers zu siegen.

    Judo

    Als Gründer des modernen Judo wird der 1860 geborene Kano Jigor bezeichnet. Er verfolgte das Ziel, eine Harmonie von Körper und Geist zu erreichen. Als Basis nutzte er seine Kenntnisse aus dem Jiu-Jitsu. Mittlerweile gehört Judo in der westlichen Welt zu den bekanntesten asiatischen Kampfsportarten und ist bereits seit 1964 olympisch. Judo heißt soviel wie sanfter Weg, was bereits andeutet, dass es sich hierbei um eine der ungefährlicheren Kampfsportarten handelt.

    Karate

    Bei dieser Kampfsportart gibt es zahlreiche Stilrichtungen, da viele Karatemeister aus Japan dem Sport ihren eigenen Stempel aufdrücken wollten. Entsanden ist Karate im 16. Jahrhundert, als die Chinesen die japanische Insel Okinawa besetzten und den Einwohnern jeglichen Besitz von Waffen untersagte. Diese erfanden daraufhin Karate, bei der Arme und Beine gezielt auf die lebensgefährlichen Körperstellen des Gegners angesetzt werden. Karate ist nicht eine reine Selbstverteidigungskunst. Auch Angriffe werden bei dieser Kampftechnik einstudiert. Es gilt, die geistige und körperliche Kraft auf ein Ziel zu fixieren. Dabei werden Kräfte freigesetzt, über die man unter normalen Umständen nicht verfügt. So können beispielsweise geübte Karateschüler mit Selbstbeherrschung und Konzentration durch gezielte Faust- oder Fußstöße, Bretter, Ziegelsteine oder ähnliche Gegenstände entzweien.

    Kung-Fu

    Kung-Fu findet seine Ursprünge in China. In den 70er Jahren wurde die Kampftechnik insbesondere durch die Bruce-Lee-Filme hierzulande publik gemacht. Durch hohe Sprünge sowie karate-ähnliche Schläge und Tritte wehrt man sich gegen Angriffe während man selbst zum Angriff übergeht.

    Aikido

    Bei der japanischen Kampfkunst Aikido spielt die Körperkraft eine untergeordnete Rolle und ist somit eine Selbstverteidigungsform, die für Männer und Frauen gleichermaßen geeignet ist. Dabei geht es vorwiegend darum, die Kraft des Angreifers in eine Hebel- und Wurftechnik umzuwandeln, die auf den Kontrahent zurückgeführt wird. Ziel von Aikido ist, sich von Ängsten und Aggressionen zu befreien sowie das ganzheitliche Denken und Handeln zu fördern.

    Taekwondo

    Wie es der Name bereits andeutet (Tae: treten; Kwan: schlagen mit Händen; Do: geistige Kraft), geht es bei dieser Kampfsportart um die Koordination von Kopf und Körper. Beim Taekwondo, auch koreanisches Karate genannt, werden äußerst harte Handkantenschläge sowie Fußtritte eingesetzt. Hohe Aufmerksamkeit sowie Schutzwesten werden empfohlen, um Verletzungen vorbeugen.

    Darüber, was die »beste« Kampfsportart sein soll, läßt sich ebenso wenig streiten wie über Geschmack. Es liegt an Dir selbst, welche Sportart Du bevorzugst. Ich würde mal reinschnuppern, dann kannst Du Dir ein Urteil bilden.

    Kommentar von Trabinator TrabinatorTrabinator

    Meiner Meinung nach die beste Antwort, allerdings muss ich hinzufügen, dass bei der Polizei in (fast) allen Bundesländern nicht Jiu-Jitsu sondern Ju-Jutsu ausgebildet wird.

    Kommentar von colt1212 colt1212colt1212

    @trabinator: bei der polizei wird NICHT NUR ju-jutsu, sondern auch jiu-jutsu und judo gelehrt, zumindest in meiner ausbildungszeit war das so.

    Kommentar von Trabinator TrabinatorTrabinator

    @ colt: Deswegen habe ich auch das FAST in Klammern dazugeschrieben. :)

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    Antwort von AFranke AFranke

    Hallo!

    Tja mein Freund, da hast du, glaube ich, eine Frage gestellt, die so, wie du es gerne möchtest, nicht beantwortet werden kann.

    Ich meine, ich könnte jetzt hier sitzen bleiben und Tage damit verbringen, die Unterschiede zu erläutern, damit du dann 6 Stunden damit beschäftigt bist, das dann zu lesen :-)

    Aber eines könnte ich für dich tun. Ich könnte dir den Unterschied zwischen KampfSPORT und KampfKUNST erklären:

    Beim Kampfsport geht es darum, bei Wettkämpfen Medaillen und/oder Pokale zu gewinnen. Dafür lernt man sportlich und fair im Rahmen von Regeln zu kämpfen. Und das gegen EINEN Gegner, der ungefär auch so viel wiegt wie du. Ein Kampfrichter passt auf, dass den Kontrahenten nichts gefährliches passiert. Es ist eben SPORT. Kampfsport hat also, wenn überhaupt, nur wenig mit Selbstverteidigung zu tun, denn auf der Straße gibt es keinen 2. Platz.

    Bei einer Kampfkunst gibt es keine Wettkämpfe, Regeln, Gewichtsklassen, Kampfrichter. Deshalb kann man sich die Zeit, die man sonst für Wettkampfvorbereitungen und Wettkämpfe benötigt, nehmen, Um sich mit sich selbst und der Tiefe der Kampfkunst zu befassen. Viele Kampfkünste sind sehr vielseitig, wodurch die natürliche Kreativität gefördert wird.Man befasst sich mit der Philosophie, der Heilkunst, der Anatomie des menschlichen Körpers u.v.m. Denn die Punkte, die man zzur Heilung einsetzt, können natürlich auch zur Zerstörung genutzt werden.

    Wenn jetzt jemand denkt, dass ich etwas gegen Kampfsport hätte, der irrt. Ich schaue mir selbst gerne gute Kämpfe an. Es geht hier nur um den Unterschied!

    Ich selbst bin Kampfkunstlehrer des Bujinkan Ninpo Taijutsu (Ninjutsu) in Berlin. Vielleicht möchtest du ja mal schauen, was ich sonst noch darüber geschrieben habe: www.kampfschulen.de

    Ich hoffe, dass ich helfen konnte.

    Ganbatte kudasai

    Axel

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    Antwort von climber314 climber314

    Es gibt eigentlich nichviele unterschiede, alles asiatisch, fast immer (nicht judo) treten schlagen ,ziel (fast immer) schutz vor angriffen

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    Antwort von Trabinator Trabinator

    Da meine Vorredner schon sehr gute Antworten gegeben haben, möchte ich jetzt auch nicht weiter auf die Unterschiede zwischen den verschiedenen Kampfsport- bzw. Kampfkunstarten eingehen.

    Aus meiner persönlichen Erfahrung würde ich dir zum einen Ju-Jutsu empfehlen, da ich selbst aktiver Ju-Jutsuka bin und mir das sehr viel Spaß macht. Es ist meines Erachtens nach sehr realitätsnah, so dass man die ERLERNTEN und VERINNERLICHTEN Techniken gut anwenden kann, wenn man es mal braucht. Natürlich wird das in anderen Kampfsportarten nicht anders sein! Aus meiner Vergangenheit kann ich noch sehr RSD-Karate empfehlen. Allerdings habe ich außerhalb von Dresden noch keine Schule gefunden, die diese sehr moderne Art von Karate ausbildet.

    Im Endeffekt findest du nur nach mehrmaligen Probetrainings raus, was für dich das Richtige ist. Schau dir mal die Beschreibungen der anderen Nutzer genauer an, überleg dir, was zu dir passen könnte und frag dann bei Vereinen in der Nähe nach, ob du ein paar mal zum Probetraining kommen kannst.

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    Antwort von Korn123 Korn123

    Grundsätzlich haben asiatische Kampfsporten eine sehr lange Tradition.

    Karate: va Schläge und Tritte

    Judo: va Würfe

    Taekwondo: va Tritte (und Schläge)

    Kendo: Schwertkampf

    Jiu Jitsu: Selbstverteidigung der Samurai

    Nun stellt sich die Frage, was ist für dich EFFEKTIV bzw. GEFÄHRLICH? Jeder Meister auf seinem Gebiet ist "gefährlich", da er seine Kampfkunst einfach bishin zur Perfektion beherrscht. Um dich zu verteidigen, rate ich dir jedoch anderen Kampfsportarten bzw. Selbstverteidigungskurse zu betreiben, da diese NUR darauf ausgelegt sind und moderner sind. Es hängt jedoch auch immer davon ab, wie schnell du lernst, welche Voraussetzungen du mitbringst und wie konsequent zu trainierst.

    Um sich gegen körperliche überlegene Gegner zu verteidigen, würde ich an deiner stelle eine GUTE (!!!!) Wing Chun Schule oder Krav Maga Schule aufsuchen. Die meisten asiatischen Kampfsportarten verweilen bei niedrigen Schülergraden oft bei Sachen, die für die SV (= Selbstverteidigung) total unwichtig und sogar stören sind. Dort wird dir auch das verhalten in Stresssituationen beigebracht.

    Wenn du eh schon ein sehr stämmiger Typ bist, rate ich dir Muay Thai oder Kickboxen, da lernst richtig draufzuhauen und Angst zu verlieren.

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    Antwort von kayo1548 kayo1548

    Mal ganz grob gesagt:

    Karate ist primär auf Schläge, Tritte u.ä. fokusiert (klar: einige Hebel etc. lernt man auch)

    Judo besteht aus Würfen und Hebeln

    Teakwando kommt aus Korea und ist vllt vergleichbar mit Kickboxen (naja, ist jedenfalls der Beste vergleich der mit gerade einfällt^^), wobei aufällig viele Tritte verwendet werden

    Ju Jutsu und Ju Jutsu sind zweierlei - soll heißen: kommt sehr auf den Trainer und auf die Ausrichtung an. Ich denke das meiste was man hier finden wird ist eine Zusammenstellung versch. Kampfsportarten, wobei auch Wert auf Selbstverteidigung gelegt wird.

    Kung Fu ist eher ein Oberbegriff - da gibt es viele Stylrichtungen

    Und da gibt es auch noch ne Menge die du nicht aufgeäht hast, aber das Problem ist: da könnte man bis morgen früh durchschreiben - weil es da halt eine Menge gibt und die Unterschiede nicht mit einem Satz erkläbrar sind ;)

    Die gefährlichste oder effektivste Kamfpsportart gibt es nicht - man muss etwas finden, was zu einem passt. Wobei man zwischen Kampfsport und Kampfkunst unterscheiden muss. Ersteres ist eher sportlich ausgerichtet. Ziel von sowas sollte auch sein, sich selber zu verbessern und daran zu wachsen. Gerade bei den klassiche Disziplinen wirst du nämlich eine Weile brauchen bis du dich damit effektiv verteidigen kannst.

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