Frage von Tolo123, 57

Ascorbinsäure Redoxtitration?

50 ml einer Ascorbinsäure-Lösung, werden mit einer Iod-Lösung (c=0.05M) bis zum Umschlagspunkt (Stärke als Indikator) titriert.

Man soll daraus jetzt die Stoffmenge der Ascorbinsäure in der Lösung bestimmen.

Die Konzentration der Iod-Lösung ist gegeben. Ihr verbrauchtes Volumen beim Umschlagspunkt kann man ablesen.

Bei einer Säure-Basen-Titration wäre die Aufgabe für mich kein Problem, da ja am Äquivalenzpunkt gilt: n(Säure) = n(Base), bei einprotoniger Säure bzw. Base.

Doch wie ist das, wie in diesem Fall, bei einer Redoxtitration? Gibt es dort überhaupt einen Äquivalenzpunkt?

Ich bedanke mich im voraus für eine Antwort ;-)

Antwort
von user21011982, 46

Der Umschlagpunkt ist hier gleich dem Äquivalenzpunkt. Eine Titration macht ja gemeinhin nur dann Sinn, wenn man dabei auch einen Indikator wählt, dessen Umschlagpunkt mit dem Äquivalenzpunkt zusammenfällt, was bei Stärke der Fall ist. 

Rechnerisch kannst Du das also wie gewohnt behandeln. 

Kommentar von Tolo123 ,

???

Antwort
von Tolo123, 33

Ich verstehe nur nicht, wieso es überhaupt einen Umschlagspunkt giebt, da wir ja keine pH-Wert Änderungen haben. Wir titrieren ja mit Iod und mit keiner Base??!!

Kommentar von user21011982 ,

Der Farbumschlag beruht hier auf einem anderen Prinzip. Die in der Stärke enthaltene Amylose bildet mit den in der Lösung enthaltenen Polyiodid-Anionen ([I₃]⁻ ; [I₅]⁻) einen sehr farbintensiven dunkelblauen Komplex, der noch geringste Polyiodidspuren anzeigt. Ascorbinsäure reduziert diese Polyiodid-Anionen zu "normalem" Iodid, wodurch der farbgebende Komplex zerstört wird. 


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