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Asbest entfernen und entsorgen

Frage von justMeSui justMeSui

Wir stehen kurz davor ein Haus zu kaufen (Altbau - 8 Familienhaus). Papa hat angst, dass die Wasserleitung beschädigt sein könnte (das Haus wurde jahrelang nicht bewohnt) und ich mache mir über etwas ganz anderes Gedanken; Asbest!

Die Außenfassade des Hauses (ca. 600qm) ist teilweise mit asbesthaltigen Eternitschieferplatten (?) bedeckt, die gilt es zu entfernen bzw. durch Polystyropor zu ersetzen. Gerüst wird NICHT mit in die Kalkulation einfließen (da erforderlich, so oder so) Papa meint; wird nicht unter 40.000€ kosten - mach ich lieber selber oder ich lass es eben ganz bleiben. Ich meine: ist lange nicht mehr so teuer - lieber zahlen wir 7.000-8.000€ haben dafür keinen Stress. I-net meint: ihr habt beide recht! Was meinen erfahrene user hier? Was kostet sowas (entfernen und entsorgen) pro qm?

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Antworten (4)

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    Antwort von Eratya Eratya

    Entfernen könnt Ihr das selbst. Man macht die Platten etwas feucht und nimmt den entsprechenden Atemschutz vor.

    Das Entsorgen der Platten ist nicht einmal soooo teuer... man legt sie sortiert auf ne Palette und bindet sie in Folie ein. So transportiert man sie zur Sondermüllanlage.

    Hier bei mir im Bundesland kostet ne Palette zu 40 Platten Welldach ( 7er ) etwa 90 Euro.

    Ich finde das geht noch.

    Ihr liegt also unter 300 Euro Entsorgung plus Transport.

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    Antwort von noask noask

    Ihr Vater hat recht. Gerüst kostet je nach Ortsstand zwischen 4-6 €/m². Sie können handeln und sich einigen. Im Vorfeld klären bei der örtlichen Verbrennung, was der Entsorgung kostet. Gerüststellung mit Winde und Seil erbitten. Platten von oben nach unten Abtragen, sind wohl genagelt und gehen an den Nagelstellen kaputt. Wichtig ist die Lagerung für den Transport vorzubereiten. Pallette unter Folie ? Evtl. in Holzkübeln mit Folie umschlossen? Hier gilt Ihre Absprache mit der Müllverbrennung. Immer mit Staubschutzmaske Papieranzug -Einweg- und Handschuhen arbeiten. Keinen Container mit Schuttrutsche nutzen. - Das Asbest, wird nur bei der Zerstörung (Abriss) der Platten freigesetzt. Wird schon klappen. Schwer ist nur die Lagerung für den Transport. MFG Kay Gatzen

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    Antwort von GPJOPP GPJOPP

    Professionell entfernt kostet so etwas zwischen 5 und 20 Euro pro qm, je nach Lage des Objektes. Für eine Asbestzemententsorgung braucht man sehr wohl eine Zulassung, allerdings hat die jeder Dachdecker, ein spezielles Entsorgungsunternehmen ist daher nicht unbedingt nötig, schadet aber auch nicht. Auch eine Selbstentsorgung (selbstverständlich nach den entsprechenden Richtlinien) ist ebenfalls prinzipiell möglich, ich rate aber tunlichst dazu, dies im Vorfeld mit der Behörde abzuklären. Die Zeiten für "ich mach das schnell weg, merkt eh keiner" sind beim Thema Asbest vorbei. Dafür gibt es viel zu viele Pseudoexperten mit Sendungsauftrag. Im Normalfall hat man mittlerweile auf fast jeder professionellen Baustelle zumindest eine Anzeige eines Passanten oder Nachbarn.

    Die angegebenen Entsorgungskosten sind realistisch, schwanken aber reginal extrem.

    Ach ja, und die richtige Filterklasse ist P3, nicht P1.

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    Antwort von FrankEKL FrankEKL

    Zieht Euch lieber noch jemand hinzu der zertifiziert ist (nach der sog. TRGS519 - die meisten Dachdecker und andere aus dem Baubereich/Hausschadstoffe)... Evtl. ist eine Zulassung beim Gewerbeaufsichtsamt nötig.

    KEINESFALLS die Eternitplatten mit einem Hochdruckreiniger nass machen! Außerdem sollte zumindest etwas Seife dem Benetzungswasser zugegeben werden, damit das Wasser ins Material eindringen kann um die Fasern binden zu können. Bei Atemschutzfiltern NUR für lungengängige Feinstäube zugelassene verwenden (ich glaube P1-Filter) und Einweg-Coveralls... Kostenmäßig habe ich leider keine Erfahrung.

    Asbest ist kein Teufelszeug, doch falsch behandelt(v.a. wenn Staub entsteht) generiert man schneller Probleme als dass man sie löst!!!

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