Frage von Giustolisi, 306

Was bezeugen die Zeugen Jehovas eigentlich?

Sie können ja keine Zeugen sein, denn niemand von ihnen war bei den fraglichen Ereignissen zugegen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Dxmklvw, 58

Sie bezeugen soviel, wie jeder "Zeuge" bezeugen kann, der nichts gehört und nichts gesehen hat. Dieses "bezeugen" ist ein Begriffsmißbrauch, denn bei dem, was wirklich stattfindet, ist es erkennbar nur ein "behaupten".

Wie reagiert wohl ein Richter, wenn ein Zeuge alle seine Aussagen mit seinem persönlichen Meinungsbild unter totaler Ausblendung aller darin enthaltener Widersprüche einfärbt und dann noch schwört, daß genau das die Wahrheit wäre?

Oder ganz anders betrachtet: Was wollen Zeugen Jehovas eigentlich? Wollen sie wirklich bekehren? Wollen sie wirklich Gutes tun und bewirken? Was jemand wirklich will, daß steht nie in der Behauptung, sondern immer nur am Ende einer langen Kette. Und am Ende der Kette der Zeugen Jehovas im Anschluß an ein sog. Bibelstudium steht immer die Aufforderung, Mitglied dieser Gemeinschaft zu werden.

Vielleicht ist es sinnvoll, sich darüber klar zu sein, daß weder Abraham noch Mose noch Jesus Mitglieder dieses Vereins waren und daß eine in sich falsche Formel noch niemals zu einem richtigen Ergebnis geführt hat.

Kommentar von Ente222 ,

Dxmklvw: Die Zeugen Jehovas scheinen dir ja richtig zuzusetzen. Warum sprichst du so abschätzig von diesem "Verein"? Niemand verlangt von dir, daß du Mitglied werden sollst, wer sollte davon etwas haben?

Übrigens bezeichnet sich Jesus in Offenbarung 3:14 selbst als den "treuen und wahrhaftigen Zeugen, DER ANFANG DER SCHÖPFUNG GOTTES". Wer diese Aussage Jesu leugnet, indem er nebulösen Theorien wie der Dreieinigkeitslehre anhängt (zum Beispiel) kann sich wohl nicht wirklich als Christ bezeichnen. Zeugen Jehovas folgen Jesu Lehren und anerkennen seine Aussagen. Also: ärgere dich doch nicht so über sie.

Kommentar von JaceHannover ,

Über die Zeugen Jehovas würden sich noch viel mehr Leute "ärgern" wenn Sie wüssten wie viel Blut an euren Händen klebt. Also aufklären und für ein Verbot kämpfen, damit nicht noch mehr durch Blutenthaltung und Selbstmord sterben. Deinen peinlichen Kommentar zu meiner Frage hast ja löschen lassen Ente. Aber auch dir rate ich: Bete zu Gott das er dir die Augen öffnet und dir die Blutschuld vergibt und mögest du auch aufwachen uns einsehen was das für eine abscheuliche Sekte ist.

Kommentar von JaceHannover ,

Ausserdem leugnet ihr doch Jesus indem ihr nicht vom Wein und Brot nimmt! Ihr tut genau das Gegenteil beim Gedächnismahl, übrigens genau so wie Satanisten!

Kommentar von Dxmklvw ,

"Übrigens bezeichnet sich Jesus in Offenbarung 3:14 selbst als den treuen und wahrhaftigen Zeugen, ..."

Diese Aussage halte ich für grundsätzlich falsch. Nicht Jesus hat sich da als etwas bezeichnet, sondern in der Offenbarung steht drin, daß Jesus sich als etwas bezeichnet hätte. Das ist ein großer Unterschied.

Daneben enthält diese Offenbarung an anderer Stelle eine krass gegenteilige Aussage zu dem, was Jesus lt. der Evangelien gesagt haben soll. Dies betrifft die sog. Auferstehung.

Ich halte es für ausgeschlossen, daß Jesus vorsätzlich einen falschen Glaubensinhalt schaffen wollte, indem er das Gleichnis mit dem reichen Mann und dem armen Lazarus aufführte. Und aus diesem Gleichnis kann nur geschlossen werden, daß die Brüder des reichen Mannes noch auf der Erde lebten, als sich der reiche Mann in der Hölle wiederfand.

Wie wahr ist also ein Teil der Bibel, wenn er im Widerspruch zu dem steht, was Jesus vermutlich sagte und wenn gleichzeitig Zeugen Jehovas lehren, daß Jesus die Wahrheit gesagt hat?

Ansonsten, was soll das, selbst nebulöse Lehren zu verbreiten und dann zu versuchen, diese als wahr darzustellen, indem andere auf ihre Weise ebenso nebulöse Lehren als Vergleich herangezogen werden?

Von Wahrheit überzeugen geht anders.

Antwort
von josef050153, 88

Sie bezeugen, dass sie die einzig richtige Lehre vertreten.

Aber schon der Name 'Jehova' beruht auf einem Irrtum. Da keiner ihrer Leiter zu dieser Zeit über ausreichende Hebräischkenntnisse verfügte, hat sich dieser Irrtum bis heute festgesetzt.

Dass aber dieser Gottesname im Neuen Testament überliefert sein soll ist schlichtweg eine bewusste und absichtliche Fälschung - und nicht die einzige.

Kommentar von Giustolisi ,

Sie bezeugen, dass sie die einzig richtige Lehre vertreten.Das hat noch kein Gläubiger geschafft.

Kommentar von josef050153 ,

Ein Gläubiger sicherlich nicht, aber vielleicht ein Glaubender?

Kommentar von nowka20 ,

@Giu!

das glauben doch die vertreter aller religionen!

Antwort
von LiselotteHerz, 165

Zeugnis ablegen hat nichts mit dem Begriff "Zeuge" zu tun, den wir ihm im normalen Sprachgebrauch benutzen.

Hier wird das erklärt


Jehova ist der Eigenname Gottes, den man auch in vielen deutschen Bibeln findet (2. Mose 6:3; Psalm 83:18).
Ein Zeuge ist jemand, der etwas zu tatsächlichen Vorgängen aussagt oder
einen bestimmten Sachverhalt schildert, um der Wahrheitsfindung zu
dienen.


So erklärt sich auch unser Name „Jehovas Zeugen“: Wir sind eine Gruppe von Christen, die die Wahrheit über Jehova, den Schöpfer aller Dinge, weitergibt (Offenbarung 4:11). Wir legen über ihn Zeugnis ab —



lg Lilo

In meinen Augen sind das etwas durchgeknallte Bibelforscher. Ich persönlich halte die für äußerst fragwürdig. Möglichst keine Operationen und auf gar keinen Fall eine Bluttransfusion!!

Kommentar von Giustolisi ,

Ein Zeuge ist jemand, der etwas zu tatsächlichen Vorgängen aussagt oder
einen bestimmten Sachverhalt schildert, um der Wahrheitsfindung zu 
dienen.
Aber wie kann man etwas bezeugen, wenn man die Wahrheit nicht kennt? Wenn man nicht einmal weiß, ob diese Vorgänge überhaupt stattgefunden haben?

Kommentar von LiselotteHerz ,

Die sind halt der Ansicht, dass sie durch ihre Bibelforschungen den wahren Sachverhalt zu einzelnen Kapiteln erklären können, sprich: Sie legen davon Zeugnis ab. Ich kann mich in solche Menschen nicht reinversetzen, das will ich auch gar nicht.

Kommentar von Giustolisi ,

Das Problem fängt ja schon damit an, dass die Bibel absolut keine zuverlässige Quelle ist, um Rückschlüsse auf Ereignisse der damaligen Zeit zu ziehen.

Kommentar von danhof ,

Darum geht es auch nicht. Es geht darum, die Botschaft Gottes und Jesu weiterzugeben.

Die Bibel ist für uns Christen nun einmal die Basis, denn darin befindet sich nach unserem Glauben das Wort Gottes.

Kommentar von scatha ,

darin befindet sich

Gut formuliert.

Das Wort Gottes ist an vielen Stellen zu finden, auch in so manchen Bibeltexten.
Das eigentliche, unmißverständliche Wort Gottes ist aber die Schöpfung.

Kommentar von OmaElfi ,

Jehovas Zeugen entlehnen den Namen aus Jesaja 43:10, wo Jahwe die Israeliten auffordert seine Zeugen zu sein!

Das ist also schon mal falsch, denn es betraf nur die Israeliten!

Uns fordert unser Her Jesus, da wir ja Christen sind in Apostelgeschichte 1:8 dazu, auf SEINE Zeugen zu sein und das taten die Apostel mit Feuereifer; Zeugnis darüber abzulegen, dass unser Herr gestorben und begraben wurde und am dritten Tag auferstanden ist! 1. Korinther 15:1-5

Bis zum Jahre 1931 hießen die Zeugen Jehovas "Ernste Bibelforscher" und nur weil der damalige Präsident sie von allen anderen Glaubensgemeinschaften herausheben wollte, verpasste er ihnen den Namen "Zeugen Jehovas".

Aber Christen sollten für Jesus Christus Zeugnis ablegen, weil ER unser Herr ist!

OmaElfi

Antwort
von Philipp59, 45

Hallo Giustolisi,

es geht nicht darum, dass Jehovas Zeugen bestimmte zurückliegende Ereignisse bezeugen sollen. Der Begriff  "Zeuge" hat hier eine etwas andere Bedeutung. Die Wörter aus der Ursprache der Bibel, die mit "Zeuge" wiedergegeben werden, zeigen in welchem Sinn der Begriff hier verwandt wird. In einem theologischen Wörterbuch heißt es: "Zeuge ist, wer durch Wiederholung seine Zeugenaussage mit Nachdruck bestätigt." (Theological Wordbook of the Old Testament).

In einem anderen Wörterbuch heißt es zu den griechischen Wörtern "Zeuge" (mártys) und  "Zeugnis ablegen" (mártyreo), dass der "Begriff des Zeugen sowohl im Sinne von feststellbaren Tatsachen wie im Sinne des Zeugen von Wahrheiten, des Bekundens oder Bekennens von Überzeugungen" gebraucht wir. (Theologisches Wörterbuch zum Neuen Testament von Gerhard Kittel)
Das bedeutet, dass ein Zeuge in diesem Sinne entweder Aussagen zu etwas macht, was er selbst unmittelbar gesehen oder erlebt hat, oder er verkündigt Ansichten und Wahrheiten, von denen er überzeugt ist. Gemäß dieser Wortbedeutung gibt es im Bibelbericht etliche Personen, die für Gott Zeugnis ablegten. Daher schrieb der Apostel Paulus: "Da wir denn von einer so großen Wolke von Zeugen umgeben sind..." (Hebräer 12:1) In Hebräer 11:4 wird Abel als erster Zeuge für Gott genannt. Es heißt dort: "Durch Glauben brachte Abel Gott ein wertvolleres Opfer dar als Kạin, durch welchen [Glauben] er [das] Zeugnis erlangte, dass er gerecht war, indem Gott Zeugnis gab hinsichtlich seiner Gaben; und durch ihn redet er noch, obwohl er gestorben ist."

Jahrhunderte später wurde im Fall der Israeliten deutlich, was es heißt, ein Zeuge für Gott zu sein. Während andere Nationen ihre eigenen Götter verehrten, beteten die Israeliten den allein wahren Gott an. Durch den Propheten Jesaja forderte er die falschen Götter auf, ihre Göttlichkeit zu beweisen. Jesaja schrieb: "Mögen die Nationen alle an   e  i  n  e  n    Ort zusammengebracht werden, und mögen Völkerschaften versammelt werden. Wer ist unter ihnen, der dies mitteilen kann? Oder können sie uns gar die ersten Dinge hören lassen? Lasst sie ihre Zeugen stellen, damit sie gerechtgesprochen werden mögen, oder lasst sie hören und sagen: ‚Es ist die Wahrheit!‘  “ (Jesaja 43:9) Da die Götter der Nationen jedoch in Wirklichkeit leblose Götzen sind, vermochten sie keinen Beweis ihrer Göttlichkeit zu erbringen (siehe Psalm 115:4-8).

Da sein Volk jedoch die Kundgabe seiner Macht gesehen und am eigenen Leib verspürt hatte, waren sie durchaus in der Lage, seine Göttlichkeit zu bezeugen. So sprach Gott zu seinem Volk: "„Ihr seid meine Zeugen“, ist der Ausspruch Jehovas, „ja mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr erkennt und an mich glaubt und damit ihr versteht, dass ich derselbe bin. Vor mir wurde kein Gott gebildet, und nach mir war weiterhin keiner. Ich — ich bin Jehova, und außer mir gibt es keinen Retter.“ „Ich selbst habe [es] verkündet und habe gerettet und habe [es] hören lassen, als kein fremder [Gott] unter euch war. Und ihr seid meine Zeugen“, ist der Ausspruch Jehovas, „und ich bin Gott." (Jesaja 43:10-12)

Leider blieben die Israeliten ihrem Gott nicht auf Dauer treu. Immer wieder erwiesen sie fremden Göttern die Ehre und übten götzendienerische Handlungen aus. Aus diesem Grund verwarf Gott sein Volk und schloss einen "neuen Bund" mit der neugegründeten Christenversammlung (siehe Jeremia 31:31-33) Diese erwiesen sich in weitaus größerer Weise als die Israeliten als Gottes Zeugen. Da sie von Jesus Christus den Predigtauftrag erhalten hatten, trugen sie Gottes Wort zu den meisten der damals lebenden Völkern (siehe Kolosser 1:23).

Zeugen Jehovas von heute führen noch immer das gleiche Werk durch, wie die Christen im ersten Jahrhundert. Da auch sie anhand der Bibel von dem wahren Gott seinem Sohn Jesus Christus Zeugnis ablegen, ist der Begriff "Zeugen" immer noch passend.

LG Philipp

Kommentar von telemann2000 ,

"In Hebräer 11:4 wird Abel als erster Zeuge für Gott genannt. Es heißt dort: "Durch Glauben brachte Abel Gott ein wertvolleres Opfer dar als Kạin, durch welchen [Glauben] er [das] Zeugnis erlangte, dass er gerecht war, indem Gott Zeugnis gab hinsichtlich seiner Gaben; und durch ihn redet er noch, obwohl er gestorben ist."

Das ist falsch. Was sagt der Text? Genau das Gegenteil. Gott gab Zeugnis....


"Diese erwiesen sich in weitaus größerer Weise als die Israeliten als Gottes Zeugen. Da sie von Jesus Christus den Predigtauftrag erhalten hatten, trugen sie Gottes Wort zu den meisten der damals lebenden Völkern."

Das ist ebenfalls eine Verdrehung des Bibelberichts. Die ersten Christen waren keine Zeugen des Vaters sondern des Sohnes....

Der zweite Teil des Satzes ist auch nicht ganz korrekt.

Die ersten Christen predigten primär das Evangelium über den Christus und gebrauchten das damalige Wort Gottes - also das AT lediglich als Unterstützung um zu beweisen, das Jesus wirklich der vorhergesagte Messias war.... 

Zeugen Jehovas predigen heute nicht den Christus sonder jw.org


Kommentar von Philipp59 ,

Hallo telemann,

auch wenn es in dem Text aus Hebräer 11:4 heißt, dass "Gott Zeugnis gab hinsichtlich seiner Gaben", kann man Abel zur Recht als ein Zeuge für Gott bezeichnen. Warum? Weil er sein Opfer aus dem richtigen Beweggrund, darbrachte und somit bezeugte, was wahrer Glaube bedeutet und dass es einem unvollkommenen Menschen möglich ist, Gottes Wohlgefallen zu erlangen. Im Kapitel 11 des Hebräerbriefes steht Abel an erster Stelle in der Aufzählung vieler Glaubensmänner und -frauen. Diese werden dann im 12. Kapitel von Paulus als eine "Wolke von Zeugen" beschrieben, also Abel mit eingeschlossen. Deswegen ist es also richtig, Abel als ersten Zeugen für Gott zu bezeichnen.

Natürlich ist jeder Zeuge Jehovas in der nachchristlichen Ära auch ein Zeuge für Jesus Christus. Schließlich sagte dieser selbst zu seinen Jüngern: "Ihr werdet Zeugen von mir sein... bis zum entferntesten Teil der Erde" (Apostelgeschichte 1:8). Ein Jünger und Zeuge Jesu Christi legt, wenn er anderen predigt, jedoch nicht ausschließlich Zeugnis von Jesus Christus ab. Das ist auch gar nicht möglich, denn Jesus erklärte einmal folgendes: " Was ich lehre, ist nicht mein, sondern gehört dem, der mich gesandt hat. Wenn jemand SEINEN Willen zu tun begehrt, wird er erkennen, ob die Lehre von Gott ist oder ob ich aus mir selbst rede.  Wer aus sich selbst redet, sucht seine eigene Ehre; wer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, dieser ist wahrhaftig, und keine Ungerechtigkeit ist in ihm" (Johannes 7:16-18). Jesus betonte hier ganz deutlich, dass er nicht "aus sich selbst" redete und dass das, was er lehrte nicht von ihm selbst stammte, sondern von seinem Vater. Auch suchte er nicht seine eigene Ehre, sondern die Ehre dessen, der ihn gesandt hatte, also die des Vaters. Daran müssen sich wahre Christen unbedingt ein Beispiel nehmen!

Wer also Zeugnis von dem ablegt, was Jesus gelehrt hat, der legt also in Wirklichkeit auch Zeugnis von dem ab, was der Vater im Himmel seinem Sohn gelehrt hat. Somit ist ein Zeuge Jesu auch gleichzeitig ein Zeuge für den Vater. Als Nachfolger Jesu Christi ist er auch wie dieser darum bemüht, die Ehre seines himmlischen Vaters zu suchen.

Bedenke bitte auch folgendes. In Offenbarung wird Jesus als "der treue und wahrhaftige Zeuge" genannt. Von wem ist er denn ein Zeuge? Von sich selbst? Ganz sicher nicht, wenn man das berücksichtigt, was er selbst in dem oben zitierten Text aus Johannes 7:16-18 sagte.

Jesus stellte nie sich selbst in den Mittelpunkt, sondern immer nur den Vater. Wenngleich er auch im Vorhaben Gottes eine unvergleichliche Rolle spielt und sogar zum Herrn und König eingesetzt wurde, steht er unzweifelhaft weiterhin unter seinem Vater. Im Philipperbrief heißt es, dass Jesus "Herr ist zur Verherrlichung Gottes, des Vaters" (Philipper 2:11). Trotz seiner erhöhten Stellung, die ihm von Gott verliehen wurde, stellte sich Jesus niemals auf die gleiche Stufe wie sein Vater.

Wer sich also heute als Christ bezeichnet aber bei seinem Predigen den Vater ausklammert und stattdessen ausschließlich von Jesus spricht, der handelt nicht in dessen Sinn und schon gar nicht im Sinne Gottes und verlässt somit den Boden biblischer Wahrheit.

LG Philipp

Kommentar von telemann2000 ,

Genau deshalb habe ich ja auch das Beispiel der Urchristen erwähnt, die primär die Botschaft über den Christus predigten und selbstverständlich den Vater nicht ausschlossen...

Deshalb sollte der heutige Predigtinhalt eigentlich lauten:

Du hast als Christ ein inniges Verhältnis zum Vater UND Sohn

Du bist Teil des Leibes Christi

Du bist ein Kind Gottes

Du bist durch Gnade und nicht durch Werke gerechtgesprochen....

Das sind nur einige Elemente, die die ersten Christen predigten.

Stattdessen predigen Zeugen Jehovas ein Evangelium, dass sich eigenartigerweise auf materielle Dinge konzentriert.

Es wird bald keine Armut, kein Krieg und kein Verbrechen mehr geben. Jeder hat Arbeit, alle werden sozial gerecht behandelt ....

Interessanterweise predigten die ersten Christen genau das nicht, obwohl das Leben unter dem Joch der Römer mit Sicherheit kein Zuckerschlecken war.

Kommentar von Philipp59 ,

Hallo telemann,

Du wirfst uns vor, wir würden ein Evangelium predigen, dass sich nur auf "materielle Dinge" stützt. Dieser Eindruck mag dadurch entstanden sein, da wir in unseren Publikationen immer wieder davon sprechen, dass bald alles Leid enden wird und für viele ein glückliches Leben hier auf Erden beginnen wird. Diese Verheißungen stützen sich jedoch auf die Bibel, sind allerdings nur ein Teil der gesamten "guten Botschaft".

Wenn wir Bibelkurse mit den Menschen durchführen, dann lehren wir die Menschen, um die Worte Jesus zu gebrauchen "alles, was ich euch geboten habe" (Matthäus 28:19,20). Dazu gehört selbstverständlich auch die Rettungsvorkehrung durch Jesus Christus. In dem Studienhilfsmittel "Was lehrt die Bibel wirklich?", das wir bei vielen Bibelkursen verwenden, wird in dem Kapitel 5 "Das Lösegeld - das größte Geschenk von Gott" gezeigt, wie wichtig es ist, an Jesus und sein Opfer zu glauben.

Auch in vielen anderen unserer Publikationen wird immer wieder auf das wunderbare Beispiel hingewiesen, das uns Jesus Christus gegeben hat. Jedes Mal, wenn es um gelebten Glauben und richtiges Handeln geht, wird auch gezeigt, wie Jesus uns hierin ein Beispiel gegeben hat. Bei zahllosen Gelegenheiten wird auch auf die Wichtigkeit dessen hingewiesen, was Petrus einmal schrieb: "In der Tat, zu diesem [Lauf] wurdet ihr berufen, weil auch Christus für euch gelitten hat, euch ein Beispiel hinterlassend, damit ihr seinen Fußstapfen genau nachfolgt" (1. Petrus 2:21).

Andererseits das Verkündigen der guten Botschaft sehr einseitig und unvollständig, wenn darin einzig und allein von Jesus Christus die Rede wäre. Schließlich sagte Jesus mit Bezug auf die Verkündigung folgendes voraus: "Und diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen" (Matthäus 24:14). Wer als Christ versäumt, auf diesen wichtigen Teil der Rettungsvorkehrung Gottes hinzuweisen, der lehrt nur einen Teil der biblischen Wahrheit und er sollte sich ernsthaft fragen, ob er die Bibel wirklich verstanden hat.

LG Philipp

Kommentar von Ente222 ,

Mal wieder auf den Punkt getroffen, Philipp. Dem ist nichts hinzuzufügen...

Kommentar von telemann2000 ,

"dass bald alles Leid enden wird und für viele ein glückliches Leben hier auf Erden beginnen wird"

Interessanterweise findet man diesen Gedanken im NT allenfalls marginal....

Was allerdings nicht heißen muss, dass hier auf der Erde doch noch einmal Gerechtigkeit herrschen wird...

Als Christ sollte man allerdings nie die christliche Botschaft aus dem Auge verlieren: Einmal mit Christus in der von ihm hergerichteten Wohnung zusammen sein und die Herrlichkeit des Vaters von Angesicht zu Angesicht schauen.

War das nicht sogar der Wunsch einiger Personen aus dem AT?


Genau dieser äußerst wichtige Teil des Evangeliums fehlt bei den Zeugen fast völlig. Kann man da wirklich von 'Zeugnis ablegen' sprechen?

Kommentar von Philipp59 ,

Hallo telemann,

zunächst einmal sollte man die Bibel als Ganzes sehen und nicht das, was im sog. NT steht höher bewerten als das, was im AT steht und meinen, die Verheißungen des AT hätten keine Gültigkeit mehr. Es stimmt, Christus hat einen "neuen Bund" geschlossen, wodurch der "alte Bund", der mit den Juden geschlossen wurde, seine Gültigkeit verlor. Alle, die in den "neuen Bund" eingeschlossen werden, haben die Hoffnung in den Himmel zu kommen. Von dieser Hoffnung wird sehr ausführlich im NT gesprochen, da die damit verbundenen Verheißungen etwas völlig Neues waren.

Den Juden waren mit den Prophezeiungen über ein Leben in einem irdischen Paradies bereits bestens vertraut. Das musste ihnen niemand mehr erklären. Die Berufung zu himmlischem Leben war ihnen bislang jedoch völlig fremd und so wird diese in den verschiedenen Briefen des NT näher erklärt. Außerdem stand allen, die im 1. Jahrhundert zum christlichen Glauben kamen, die Hoffnung in Aussicht, einmal bei Christus im Himmel zu sein.

Das bedeutet jedoch nicht, dass nicht auch die Verheißungen des AT bzgl. eines irdischen Paradieses in Erfüllung gehen würden, zumal all die vielen Menschen, die vor Jesu Opfertod gestorben sind, nicht Teilhaber an dem "neuen Bund" werden können und ihnen somit kein Leben im Himmel in Aussicht steht. Außerdem begrenzt Gott die Zahl derer, die zu himmlischem Leben Berufenen auf 144.000 (siehe Offenbarung 7:4 und 14:3). Deswegen sagte Jesus einmal: "Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Königreich zu geben" (Lukas 12:32). Diese "kleine Herde" sind all diejenigen Christen, die in den "neuen Bund" und in den "Bund für ein Königreich" aufgenommen worden sind (siehe Lukas 22:28-30). Jesus sprach aber noch von einer anderen Gruppe von Christen, als er sagte: "Und ich habe andere Schafe, die nicht aus dieser Hürde sind; auch diese muß ich bringen, und sie werden auf meine Stimme hören, und sie werden e  i  n  e Herde werden [unter] e  i  n  e  m Hirten" (Johannes 10:16).

Das macht deutlich, dass es zwei Arten von Hoffnungen für ein ewiges Leben gibt: die irdische und die himmlische. Es ist jedoch nicht so, dass Jehovas Zeugen diese himmlische Hoffnung bei ihrem Predigen unter den Tisch fallen lassen würden. Da jedoch den Allermeisten die Einladung zu einem ewigen Leben auf der Erde gilt, wird diese Hoffnung auch besonders hervorgehoben.

LG Philipp

Kommentar von telemann2000 ,

Diese Interpretation ist nicht korrekt. Wäre sie dass, würde das NT ganz spezifisch von zwei Berufungen sprechen. Das Gegenteil ist der Fall. 

Die Aussage Jesu ist ganz deutlich. Die 'kleine Herde' stellt die Judenchristen da die zahlenmäßig sehr klein ist. Die 'anderen Schafe' sind Heidenchristen, die die Mehrheit darstellen. Das zeigt die Geschichte des Urchristentums ganz deutlich.... 

Andere Interpretationen sind reines Wunschdenken..... 

Die Erde hat in Gottes Vorhaben eine untergeordnete Bedeutung. Das sollte man berücksichtigten, wenn man das NT liest..... 

Antwort
von telemann2000, 77

Sie legen für niemanden Zeugnis ab, außer für sich selbst.... 

Man versteht besser, warum sie sich so nennen, wenn man den geschichtlichen Hintergrund kennt. 

1931 nahm man diesen Namen aus einer Laune des Präsidenten Rutherford heraus,  an. Einige Zeit vorher gab es bei den damaligen Bibelforschern eine riesige Abspaltung (ca. 75%).

Rutherford wollte mit dieser Namensgebung jegliche Übereinstimmung mit den Bibelforschern aus der Welt schaffen und wählte daher diese Bezeichnung. 

Der Name stützt sich auf Jesaja 43. Wer sich in der Bibel auskennt weiß, dass dort die Bezeichnung in einem negativen Zusammenhang gebraucht wird. Jahwe zwingt dort sein abtrünniges Volk sozusagen vor Gericht für ihn zu bezeugen, dass er der wahre Gott ist. 

Allein das läßt schon erkennen, mit welcher 'Weisheit' der damalige Präsident der Zeugen Jehovas ausgerechnet diese Bezeichnung wählte.... 

Kommentar von Giustolisi ,



 Wer sich in der Bibel auskennt weiß, dass dort die Bezeichnung in einem negativen Zusammenhang gebraucht wird. Jahwe zwingt dort sein abtrünniges Volk sozusagen vor Gericht für ihn zu bezeugen, dass er der wahre Gott ist. 
Da wären wir wieder bei dem Problem, dass heute niemand lebt, der das glaubhaft bezeugen könnte.

Kommentar von telemann2000 ,

Richtig. Genau deshalb ist ja auch die Bezeichnung an und für sich schon verkehrt... 

Antwort
von Viktor1, 126

Man kann auch für eine Überzeugung Zeugnis ablegen.
In dem Sinne ist die Bezeichnung der Z.J. nicht irreführend.
https://de.wikipedia.org/wiki/Zeugnis\_%28Religion%29
Man ist dann eben "Zeuge" (Verkünder) für ein Zeugnis.


Kommentar von Giustolisi ,

Dann legen sie als Zeugnis für die Existenz ihrer heiligen Schrift ab. Das kann man machen, aber gleichzeitig ist es vollkommen unnötig, denn jeder kann sich selbst davon überzeugen, dass es die Bibel gibt.

Kommentar von Viktor1 ,

Die Bibel ist nur eine Schriftensammlung. Für die kann man kein Zeugnis ablegen sondern hier eben nur für "Erkenntnisse" oder Überzeugungen, welche man glaubt aus den Schriften gewonnen zu haben. Solche gibt es zu hauf.

Antwort
von nowka20, 69

sie bezeichnen sich als nachfahren von zeugen bei einem götterstreit im alten testament, bei dem jehova gewonnen hatte.

Jes 43,10
Ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR, und mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr erkennt und mir glaubt und einseht, daß ich es bin. Vor mir wurde kein Gott gebildet, und nach mir wird keiner sein

Antwort
von Sturmwolke, 121

Diese Frage wird hier öfter gestellt und wurde auch schon beantwortet.

Hier zum Beispiel:

https://www.gutefrage.net/frage/wovon-sind-die-zeugen-jehovas-eigentlich-zeugen?...

Antwort
von juste55, 38

Giustolisi,

man muß auch nicht "zugegen" sein.

Definition des Wortes Zeuge: "Ein Zeuge ist jemand, der zu einem aufzuklärenden Sachverhalt eigene Wahrnehmungen bekunden kann". Es gibt einige Unterscheidungen, z.Bsp.: "Erkennungszeuge", "Alibizeuge", "Knallzeuge", "Augenzeuge" und "Zeuge vom Hörensagen".

Ein "Zeuge vom Hörensagen" berichtet, was ihm ein anderer aufgrund seiner Wahrnehmung kund tat.

Jesus zitierte z.Bsp. öfter aus den Hebräischen/Aramäischen Schriften. Matthäus 15:7: dort bestätigte sich eine Aussage (Prophetie) von Jesaja. Jesus war also ein "Zeuge vom Hörensagen" von Jesaja und dessen Prophetie.

Daher können Christen heutzutage ebenso "Zeugen vom Hörensagen" sein und dem Gebot Jesu folgen seine Zeugen zu sein.

Kommentar von Giustolisi ,

Das ist eine gute Erklärung, sie widerspricht aber der Tatsache, dass die Zeugen behaupten, die Wahrheit zu kennen.

Kommentar von juste55 ,

Giustolisi,

ich sehe keinen Widerspruch. Du müßtest das noch etwas ausführen

Kommentar von telemann2000 ,

"Daher können Christen heutzutage ebenso "Zeugen vom Hörensagen" sein und dem Gebot Jesu folgen seine Zeugen zu sein."

Tatsächlich erging im ersten Jahrhundert die direkte Aufforderung Christi an seine Jünger, SEINE Zeugen zu sein - aber nicht von seinem Vater.

Und was war das Hauptthema des christlichen Evangeliums im ersten Jahrhundert?

Nicht etwa die Botschaft über Gott den Vater, sondern vielmehr die Botschaft über den Christus.

Kommentar von juste55 ,

telemann2000,

Jesus hat in der Bibel viel über seinen Vater berichtet. Da er in vormenschlicher Existenz im Himmel war und jetzt wieder ist, kennt er seinen Vater sehr genau. Also ist er "Zeuge für Jehova". Daher kennen Christen Gott vom "Hörensagen" durch Jesus und können so auch seine Zeugen sein!


Kommentar von telemann2000 ,

Eine gewagte Aussage. Da halte ich mich doch viel lieber an die Worte aus Apostelgeschichte Kapitel 1

Wenn es um das Hörensagen geht, könnte ich in religiöser Hinsicht eigentlich alles bezeugen, was ich höre, unabhängig davon ob es wahr oder falsch ist.... 

Kommentar von juste55 ,

nein, telemann2000, da mußt du schon differenzieren und dir überlegen , wer für diesen Bereich glaubhaft ist. Und Jesus ist glaubhaft.

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