Arzt will nur grünes Rezept ausstellen
Hallo an alle, ich habe ein Problem mit meinem Frauenarzt. Weil ich angeblich zu teuer bin, will er mir für dieses Quartal ein zweites Medikament (für rezeptpflichtige Medikamente) nur als grünes Rezept ausstellen. Das heisst ich muss das Medikament selber zahlen. Das sehe ich aber nicht ein, weil ich im letzten Quartal nur ein Medikament von ihm bekommen habe, im vorletzten gar keins. Meine Krankenkasse will auch nichts unternehmen, die sagen, der Arzt entscheidet selber was für ein Rezept er ausstellt. Was kann ich da tun?
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Hallo ... geht's noch ??? Mal an alle, die hier vorschnell von "Arzt wechseln" gackern: Wissen Sie, um welches Medikament, um welche Diagnose es sich handelt ??? Die Begründung für die Verärgerung der Fragestellerin ist geradezu lächerlich ("im vorletzten Quartal kein Medikament bekommen"), und weitere Informationen haben wir hier nicht. Auch die Aussage "Krankheit wurde vom Arzt festgestellt" ist nicht sachdienlich ... die Regeln im Gesundheitssystem ändern sich alle Nasen lang, auch innerhalb eines Quartals, und längst nicht mehr alle verschreibungspflichtigen Arzneimittel sind auch erstattungsfähig !!! An die Fragestellerin: Lassen Sie sich mal von Ihrer Kasse SCHRIFTLICH geben, dass sie das Medikament bezahlt und sich das Geld nicht als Regress vom Arzt oder als Retaxation vom Apotheker holt. Wenn Sie das NICHT schriftlich bekommen, wissen Sie, wer lügt ... von wegen "der Arzt entscheidet, was er aufschreibt" ... stimmt überhaupt nicht !!!
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Den Arzt wechseln. Denn dieses Argument geht mal gar nicht. Wenn das Medikament rezeptpflichtig ist, und auch von der Kasse übernommen wird, dann kann der Arzt auch ein normales Rezept ausstellen. Wenn das Medikament allerdings nicht von der Kasse übernommen wird (Pille z.B., brauchst du Rezept und musst es trotzdem selbst zahlen) dann hat der Arzt recht. Aber wie gesagt, das ist kein Argument.
Kommentar von jennyblommajennyblomma 08.12.2009Das Medikament ist rezeptpflichtig, es wird von der Krankenkasse übernommen ist nicht teuer und ich brauche es nachweislich. Trotzdem bekomme ich es ein zweites Mal nur auf einem Rezept.
Kommentar von YsobelYsobel 08.12.2009dann würde ich den Arzt wechseln. Es kann nicht sein, das du als Patient darunter leiden musst.
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Arzt wechseln.
Kommentar von jennyblommajennyblomma 08.12.2009Das ist schon der zweite Arzt, der letzte hat es auch so gemacht, angeblich reicht das Budget nicht.
Kommentar von diemeggiediemeggie 08.12.2009der arzt darf dir kassenmedis nicht auf ein privatrezept schreiben, nur weil sein budget erschöft ist (das ist es in der tat bei gyns, die kriegen knapp 14 euro für dich).
bestehe auf ein kassenrezept oder rufe mal freundlich bei der kassenärztlichen vereinigung an.
Kommentar von jennyblommajennyblomma 08.12.2009Die kassenärztliche Vereinigung versuche ich schon seit Stunden zu erreichen, alle Mitarbeiterinnen sind im Gespräch, da ist kein Durchkommen.
Kommentar von diemeggiediemeggie 08.12.2009...weil du wohl nicht die einzige bist, die ein anliegen hat :)
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Wie groß ist die Differenz zwischen Selbstbeteiligung (max. 15,00 Euro) und den echten Kosten für das Medikament.
Bei zu geringer Differenz ist doch ein grünes Rezept besser als Arzt-wechsel.
Und welches Medikament?
evtl. gibt es Derivate!
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Erstmal überlegen, ob das Medikament tatsächlich notwendig ist und auch was nützt. Wenn ja, dann den Arzt wechseln oder nochmal das Gespräch suchen.
Ich persönlich vermute mal, daß er die Notwendigkeit nicht als gegeben sieht - von daher ist ein direkter Arztwechsel nicht unbedingt die beste Alternative.
Kommentar von jennyblommajennyblomma 08.12.2009Doch, die Notwendigkeit ist gegeben, die Erkrankung wurde von dem Arzt festgestellt.
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Wenn das Medikament nötig ist, dann darf er das wohl nicht machen. Ist es aber nicht erforderlich (liegt auch im Ermessen des Arztes), dann mußt du es selbst bezahlen, denke ich.
Kommentar von jennyblommajennyblomma 08.12.2009Es ist erforderlich, das sagt er selber, ich soll es ja auch bekommen, aber nur auf einem grünen Rezept. Und die Sache mit dem Ermessen, hat die Krankenkasse auch so gesehen, die wollen sich da nicht einmischen.
Kommentar von MikeMoltoMikeMolto 08.12.2009Zwingen wirst du ihn nicht können. Wenn das Medikament nicht zuviel kostet, würde ich es bezahlen. Ob du den Arzt darauf wechselst...
Kommentar von jennyblommajennyblomma 08.12.2009Das werde ich wohl müssen, es ärgert mich trotzdem.
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da hilft nur der Arztwechsel, das ist einer von den Ärzten , die nur aufs Geld schauen, der Patient ist egeal,gerade als Facharzt wird er nicht schlecht enlohnt
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Du könntest den Arzt wechseln. Leider ist das Budget tatsächlich ein großes Problem...
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arzt wechseln.
der hat ja wohl den schuss nicht gehört!
Kommentar von jennyblommajennyblomma 08.12.2009Tja, so sehe ich das auch, hilft mir nur nicht.
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Du hast freie Arztwahl. Der will dich als Patientin los werden.
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Ganz einfach, such dir einen anderen Arzt.
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zu nem anderen Arzt
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Arztwechsel!!!
Und wenn du dir eine neue Überweisung holst (über Hausarzt oder so) kannst du die Praxisgebühr nochmal sparen.
Kommentar von SententiaSententia 05.06.2010Es ist grundsätzlich nicht möglich, in einem Quartal zwei Überweisungen für dieselbe Fachrichtung zu erhalten. Manche Ärzte machen das zwarm ist aber so nichz zulässig.
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Den Frauenarzt wechseln? Sonst ist da wohl nix drin...
Also, die Erkrankung wurde von dem Arzt um den es geht, festgestellt, die Medikation vorgeschlagen. Es ist ein rezeptpflichtiges Medikament das von der Krankenkasse übernommen wird. Meine Aussage, daß ich im vorletzten Quartal nichts verschrieben bekommen habe, bezieht sich darauf, daß mir vom Arzt gesagt wurde ich könne grundsätzlich nur ein Rezept pro Quartal bekommen, lieber nur 1-2x im Jahr. Alles andere wäre zu teuer. Dafür wurde mir am Jahresanfang, statt eines Rezepts, eine unverkäufliche Musterpackung, die schon 1 Jahr abgelaufen war angeboten, mit der Begründung "die sind schon noch gut, was meinen Sie was mit den ganzen abgelaufenen Medikamenten passiert, die werden alle in Dritteweltsländer geschickt und dort verteilt". Also, ich möchte wissen wie du darauf reagiert hättest, ich bin wegen einer Erkrankung in Behandlung und muss um ein Rezept betteln.
Danke für die Ergänzungen. Zuerst zum 2. Punkt: Die Abgabe eines Arzneimittels, auch eines Musters, nach Ablauf des aufgedruckten Datums, ist schlichtweg unzulässig + im geschilderten Fall strafbarer VORSATZ. Zumal die Argumentation mit der 3. Welt grober Schwachsinn ist und so gar nicht stimmt. Ob ein Arzt, der so einen Müll verzapft, auch in seinem Fachbereich Defizite hat, ist zu hinterfragen. Nun zum Punkt 1. Woher wissen Sie, dass das Präparat von der KraKa übernommen wird ? Nachdem ich nicht weiss, um welches Präparat es sich handelt, muss ich hier leider in der Theorie argumentieren ... aber es gibt viele Medis, die bei sauber diagnostizierten Krankheiten eingesetzt werden und leider NICHT von den KraKa erstattet werden. Schuld an der Misere ist eine unerträgliche Regelungsflut - da gackert ein "Gemeinsamer Bundesausschuss" mit, da gibt es Richtlinien, die von den Kassenärztlichen Vereinigungen erlassen werden, und der Wahnsinn geht soweit, dass einzelnen Fachgruppen vorgeschrieben wird, welche Präparate sie wie oft verordnen dürfen - zT abhängig von der Diagnose. Ganz abgesehen von der sog. "Wirtschaftlichkeitsprüfung", die als Damoklesschwert über den Ärzten hängt. Und nun frage ich Sie, ob Sie all diese Punkte, die da im Hintergrund zu beachten sind, kennen. Falls der Arzt nur aus Ignoranz die Verschreibung verweigert, sollten Sie tatsächlich über einen Wechsel nachdenken. Lassen Sie sich das doch mal ganz offen von ihm erklären. Mir geht es nur darum, dass das Vertrauensverhältnis Arzt/Patient ganz häufig durch Dinge negativ beeinflusst wird, die gar nicht im Verschulden des Arztes liegen. Von daher sind diese Schnellschüsse hier im Forum in totaler Unkenntnis der Hintergründe einfach Mist. Nochmal mein Tip: Lassen Sie sich von Ihrer KraKa schriftlich geben, dass sie die Kosten für Ihr Medikament in vollem Umfang übernimmt. Wenn sich die Sachbearbeiter weigern oder mit faulen Ausreden Ihrer Bitte verschließen, dann wissen Sie, dass da was faul ist.
Wahrscheinlich wird es so sein. Ich habe mit der Krankenkasse telefoniert und mir wurde von der Sachbearbeiterin gesagt, daß das Medikament von der KK auch übernommen wird. Gleichzeitig wurde mir aber gesagt, daß sie sich hüten werden dem Arzt etwas vorzuschreiben und sich da einzumischen. Also werden die mir auch nichts schriftlich geben. Was mich so ärgert ist, ich werde dauerhaft immunsuppressiert und eine "Nebenwirkung" dieses Medikaments ist eine bestimmte Erkrankung, die bekannt ist und auch immer wieder kommt (ich möchte an der Stelle nicht näher darauf eingehen). Das Argument meines Frauenarztes ist "Sie bekommen das ja häufig, ich kann das nicht so oft aufschreiben, die KK wird mir da auf´s Dach steigen". Die KK sagt zu mir "natürlich wird das Medikament von uns übernommen, in Ihrem Fall ist es ja notwendig". Ja, und ich stehe da und weiß nicht mehr weiter. Das ärgert mich so. Na ja, um das zu umgehen, werde ich das Medikament damnächst selbst bezahlen. Vielen Dank für Ihre ausführliche Erläuterung.
Boah ... das ist das Üble in diesem System ... jeder windet sich ... un die Patientin ist die Gelackmeierte. Vielen Dank für die Ergänzungen, nun ist mir die Situation relativ klar - was ich ungefähr schon befürchtet hatte. Kleiner Tip: Besprechen Sie diese Misere mal mit Ihrem Apotheker vor Ort. Verständlich ist, dass Sie hier nicht weiter ins Detail gehen - aber es gibt eventuell doch noch Möglichkeiten, dass Ihre KK die Kosten übernimmt, ohne dass ein Arzt in Regress genommen wird. Hängt aber von der Grunderkrankung, Begleiterkrankungen und den beteiligten Fachrichtungen ab. Aber so einfach, wie es hier etliche Spontan-Antworten dargestellt haben ("Arzt wechseln"), ist es leider nicht. Alles, alles Gute !
Übrigens habe ich das abgelaufene Medikament genommen, gewirkt hat es überhaupt nicht, dafür haben sich meine Leberwerte verschlechtert, die sowiese nicht gut sind (von den Immunsuppressiva). Na ja, jetzt weiß ich es besser.