Frage von Anon007, 146

Arzt will mich in ,,Klapse'' einweisen. Was dagegen tun?

Hallo. Ich War heute wieder bei meinem Arzt, da es mir zurzeit relativ schlecht geht. Mein Krankheitsbild sind Psychisch (Depressionen) . Ich habe schon eine Reha hinter mir und natürlich die ganzen Tabletten. Da es mir jetzt wieder schlechter geht hat er mir wieder Tabletten verschrieben. Als ich ihn gefragt hab , was denn passieren würde wenn ich trotz den Tabletten keine Besserung verspüren würde, meinte er eine Psychiatrie ( er hat es anders ausgedrückt, aber meinte genau das ) . Ich bin davon überzeugt, dass ich mit Sicherheit Keine Zwangseinweisung brauch. Ich bin mir sicher, dass es bei mir so ist , dass ich nicht 100% arbeiten kann da ich mich nicht so belastbar finde. Am Montag soll ich wieder zu ihm kommen und werde dann auch zu einem neuen Psychiater gehen. Jetzt die Frage, was tun , um eine Einweisung zu übergehen?

Antwort
von matmatmat, 57

Schau doch erst mal ob die Tabletten helfen (und vielleicht ambulante
Therapiegespräche?). Wenn Sie es nicht tun, kannst Du dir immer noch
eine weitere Meinung von einem weiteren Arzt einholen. Wenn der das
gleiche sagt....

Manchmal ist die Eigenwahrnehmung sehr gestört und wir bemerken es nicht. Einfaches Beispiel für solche Wahrnehmungsfehler: Mitten in dem Bild, das Du siehst ist eine ganze Stelle blind, fast in der Mitte vom Bild, der "Blinde Fleck". Den blendet dein Gehirn aber einfach aus und Du meinst alles zu sehen. So ähnlich kann einem das mit psychischen Störungen gehen.

Da muß man sich dann einfach auf andere Menschen mal verlassen, so schwer es fällt und sich vielleicht auf den Rat des Arztes hin einweisen lassen, bevor einem was schlimmes passiert.

Antwort
von Seanna, 67

Zwangseinweisen wirst du ohne akute Gefährdung nicht.

ABER wenn es dir mit ambulanten Maßnahmen nicht besser geht, wird JEDER Arzt dich von einem Klinik-Aufenthalt zu überzeugen versuchen, auch wenn du wechselst.

Klinik ist auch überhaupt nicht schlimm. Dort kann man dir einfach besser und mehr helfen als ambulant.

Und sobald es um nicht arbeiten geht hat der mdk da auch noch mitzureden... Wenn du nämlich durch Klinik schneller gesund wirst als durch ambulant abwarten... Kann dich zwar keiner zwangseinweisen, aber wegen mangelnder Mitarbeit Krankengeld und Leistungen vom Amt streichen, denn die AU kann vom MDK aufgehoben werden und dann MUSST du in die Klinik oder hast kein Geld.

Versteh dieses ganze Theater von wegen nicht in die Klinik wollen nicht... stellst du dich bei nem entzündeten Blinddarm auch so an und wechselst so lang den Arzt bis das einer in ner Praxis operiert?

Antwort
von marenka111, 41

Hallo, ich glaube, das hast du etwas ganz falsch verstanden. Ein stationäre Einweisung ist kein Zwang. Wenn der Arzt dir mit allen bisherigen Behandlungen nicht helfen konnte, dann ist diese Maßnahme vielleicht für ihn die letzte Möglichkeit, dir zu helfen. Aber auch das ist freiwillig, genau wie deine Reha usw.

Leider wird so eine Klinik sehr schnell als Klapse bezeichnet, dabei ist schon sehr vielen Menschen dort geholfen worden. Das heißt, wenn sie sich helfen lassen wollen und dementsprechend mitarbeiten.. Gerade bei Depressionen können Ärzte dich nur unterstützen und oft nicht mehr, als 20% helfen. Das meiste musst du selber dazu tun. Und das fällt den meisten schwer, weil sie einfach  sagen, sie können nicht. Doch wer will, der kann vieles. Versuche es,wenn du willst, dass dein Leben wieder lebenswerter wird.

Antwort
von SiViHa72, 39

Hat er vo Zwangseinweisung geredet oder von Einweisung?

Ein gealtiger Unterschied!

Zwangseinweisung.>> wennEigen- oder Fremdgefährung evorliegt, sonst nicht

Einweisung> der Arzt hält das für angebracht, aber Du entscheidest.

Und natürlich weiss der Arzt,w arum er Dir die ÜW gibt.. es geht Dir schlecht, ambulant ist Hilfe nicht absehbar und eine stationare Behandlung erscheibnt ihm  sehr angebracht.

Die Sache ist: wer ne ablehnende Einstellung dazu mitbringt, dem wird sie nicht helfen. Der Patient muss selber wollen, sonst blockt er ja alles ab.

Bei Dir der Fall?

bedenke

a) der Doc überweist nicht aus Jux und Dollerei, der sieht in stationärer Behandlung für Dich die beste Hilfe

b) vergiss Filme a la "Einer flog über´s Kuckucksnest".. einfach mal wen in die Klappse schicken ist nicht. Da werden ganz falsche Vorurteile gehegt.

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeit, 50

Arzt will mich in ,,Klapse'' einweisen.

Dein Arzt möchte, dass Dir geholfen wird.

Was soll denn das mit der "Klapse"? Hat es sich noch nicht rumgesprochen dass es sich um ein Krankenhaus handelt in dem speziell ausgebildete Ärzte sich um die Patienten kümmern? Psychische Erkrankungen sind nicht selten und es gibt immer noch viel zu wenige Einrichtungen die sich um Leute mit solchen Erkrankungen kümmern.

Ich kenne einige Menschen die freiwillig in so ein Krankenhaus gegangen sind weil sie dort Hilfe bekommen haben die außerhalb nicht möglich war. Dort hat man immer einen Ansprechpartner und Therapien, nicht nur, z.B. einmal die Woche.

Die waren dann mehrere Wochen in stationärer Behandlung und haben später den Weg in die "Normalität" (wobei ich mich manchmal frage was "normal" ist) zurück gefunden.

Zwangseingewiesen wirst Du bestimmt nicht. Du solltest Dir aber mal überlegen was für Dich selbst und (falls vorhanden) Deine Familie sinnvoll wäre. Gute Besserung

Antwort
von Akka2323, 8

Das Problem bei psychisch Kranken ist immer der getrübte Blick für die Realität und die mangelnde Krankheitseinsicht. Du willst Dir nicht helfen lassen und weißt alles besser, deswegen wird es Dir auch nicht besser gehen.

Antwort
von TerrorQueen95, 35

Versuche doch mal positive Dinge einer Stationärer Therapie zu finden.

Wenn es dir schlecht geht hast du zum Beispiel immer jemandem dem du von deinen Symptomen erzählen kannst.

Du hast mehr als nur Einzeltherapie.

Ok Klapse finde ich jetzt etwas hart.

Dir ist bewusst, dass es auch teilstationäre Tageskliniken gibt?

Dort gehst du um 8 Uhr hin bekommst täglich deine Medikation und viele verschiedene Therapieprogramme eine geregelte Tagesstruktur kannst in der Zeit immer mit jemandem reden  und darfst um 16 Uhr wieder nachhause..

Du kannst dort all die Probleme ansprechen die dir zuhause sorge bereiten und kannst am Wochenende und abends immer noch machen was du willst.
Du sagst du bist belastbar gehst aber trotzdem zum Arzt weil es dir schlecht geht. Diese Punkte kommen in Konflikt zueinander.

Versuche deinen Arzt evtlvon einer Teilstationären Tagesklinik zu überzeugen. So kommt ihr beide auf einen gemeinsamen nenner da du Therapiewillig bist und er sich keine Sorgen machen muss.

Antwort
von Sunnycat, 64

Solange keine Eigen- oder Fremdgefährdung besteht, wirst du nicht zwangseingewiesen. Die Ärzte schlagen dir höchstens einen Klinikaufenthalt vor, das geschieht aber i.d.R. auf freiwilliger Basis.

Antwort
von Schnecke1248, 5

Schlage vor eine Reha zu machen dass ist viel lockerer wie Psychatrie daort ist man nicht eingeschlossen und es gibt viele verschieden Therapien: sportliches kreatives...

Bevor dich ein Arzt Zwangseinweist geh lieber freiwillig dann kommst du auf eine offen bzw halb offene Stationbei zwangseunweisungen kommst du soweitich weeiß in die geschlossene

Antwort
von Goodnight, 29

Jetzt geht es ja nun gar nicht um eine Zwangseinweisung! 

Man kann auch immer freiwillig in eine Klinik gehen und dann auch wieder freiwillig gehen.

Wenn du Fragen stellst , was sein könnte, bekommst du darauf die passende Antwort. Ist doch klar.

Halte dich an das was jetzt ist.

Antwort
von Dotter1981, 53

Solange du nicht suizidgefährdert bist, kannst du nicht zwangseingewiesen werden. Aber wenn dein Arzt es dir empfiehlt, solltest du dir das zu Herzen nehmen. Es ist keine Schande, sich professionelle Hilfe zu holen, ggf. auch im Krankenhaus.

Antwort
von Kittylein16, 11

Mir gefällt das nicht.

Ich hatte selber Depressionen. Eine Einweisung bringt meist nicht viel. Schon gar nicht gegen den Willen des Patienten.

Ich bin immer nur die Psychiatrie, wenn ich selbstmordgefährdet war.

Er kann aber nicht zwangseinweisen. Es klingt auch nicht danach. Im Grunde hat er sich ungeschickt ausgedrückt. Und es scheint auch nicht der Richtige für Dich zu sein. Du brauchst jemand zum reden. Und nicht jemand, der Dir nur Tabletten verschreibt und von Klinik spricht.

Antwort
von Harald2000, 14

Depression mit Tabletten ohne begleitende Psychotherapie ist so gut wie sinnlos. Daher erst mal sich um PT ambulant bemühen statt stationär, wo das dann natürlich auch zum Programm gehört.

Antwort
von musikmensch7, 15

Warum versuchst du es nicht mit einer ambulanten Therapie?

Antwort
von anon6378, 41

Wenn es dir aber helfen würde. Du willst doch wieder lachen und fröhlich sein...

Antwort
von LittleMistery, 19

Immer diese Leute mit den Vorurteilen.

Für eine normale stationäre Therapie brauchst du nicht zwangseingewiesen werden. Ich versteh gar nicht, warum du so übertreibst.

-.-

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