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Arzt wertete ein MRT als "ohne Befund" aus, stimmte aber nicht, was jetzt?

Frage von elch78 elch78

 

Patient A. wurde von Hausarzt B. in eine Praxis C. geschickt, die eine MRT- Untersuchung vom Kopf gemacht hat. Praxis C. schickt den Bericht zum Hausarzt B., Patient A. bekommt die Aufnahmen schon mal auf einer CD gebrannt mit nach Hause. Der von der Praxis C. ausgstellte Bericht über die Untersuchung umfasst ingesamt 13 Seiten. Patient A. macht jetzt Termin beim Hausarzt B., da die Praxis C. keine Informationen herausgab, dies würde der Hausarzt B. machen. Bei dem Termin bei Hausarzt B. sagt dieser, dass die Untersuchung ohne Befund ist. Verdacht war auf Hirntumor. Hausarzt B. überweist Patient A. an weiteren Arzt, diesmal zum Neurologen D. Gestern war dieser Termin. Der Neurologe lass sich den Bericht des MRT von Praxis C. durch und fragte Patient A: Wie kommen Sie darauf, dass Sie ohne Befund sind? Sie haben Gefäßverengungen, ich möchte Sie dringend in ein Krankenhaus überweisen, wo wir Hirnwasser absaugen müssen, um dies zu testen. Verdacht diesmal auf MS. Der Bericht liegt seit Anfang Februar beim Hausarzt B., der Termin beim Neurologen war nicht schneller zu bekommen. Was kann man gegen solche Fehldiagnosen, für die er mittlerweile bekannt ist, unternehmen, damit nicht nur mehr Patienten solche Diagnosen gestellt bekommen. Seit Feb. liegt der Bericht auf seinem Tisch.

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Antworten (10)

  • 10
    Antwort von Wolpertinger Wolpertinger

    Kopfschüttel

    Der Arzt wird die Aussage "Kein Befund" auf den Tumor bezogen haben.

    In übrigen ist er kein Fachmann dafür diese Befunde/Bilder auszuwerten.

    Dies ist der Grund warum er dich zum Neurologen überwiesen hat.

    Wenn Du dort auf einen Termin wartest und nicht z.B in die offene Sprechstunde gehst oder der Arzthelferin nicht plausibel machen kannst, dass Du ein Notfall bist, solltest Du nicht die Schuld dem Hausarzt geben.

     

    Aber natürlich ist es dir frei gestellt, deinen Ärger der Ärztlichen Vereinigung mitzuteilen, diese werden ihn dann prüfen.

  • 6
    Antwort von Zyogen Zyogen

    Es lag doch überhaupt keine Fehldiagnose vor, sondern lediglich ein Verständnisproblem. Der Anfangsverdacht eines Tumors wurde durch das MRT nicht bestätigt, also liegt kein Befund in dieser Hinsicht vor. Allerdings ergab das MRT Hinweise auf eine Gefäßverengung, welche nun durch einen Neurologen einer weiteren Diagnose unterzogen werden müssen.

    Kommentar von elch78 elch78elch78

    Hausarzt B. hat gesagt, in dem Bericht ist nichts auffälliges, alles wäre in Ordnung. Das Patient A. jetzt eine Woche ins Krankenhaus kann, um sich Untersuchungen zu unterziehen wie Hinrwasser absaugen halte ich nicht für: Nichts auffälliges. Den Termin beim Neurologen hat nicht er, sondern Patient A. vorgeschlagen, der daraufhin die Überweisung schrieb. Sorry, aber man hat für die Beschreibung nur 1400 Zeichen übrig. Da passt der ganze Fall leider nicht hinein.

  • 6
    Antwort von diemeggie diemeggie

    wenn der konkrete verdacht 'hirntumor' hieß, dann ist der mrt-bericht tatsächlich ohne befund. da man keinen tumor fand und manche ärzte suchen wirklich nur nach dem, wonach sie suchen sollten.

    dass der neurologe jetzt was anderes entdeckt hat, ist auch nicht ungewöhnlich.

    JEDER arzt würde - in seinem fachgebiet - irgendwas finden. die frage ist aber, ob das 'was schlimmes' ist oder nicht.

    nun ist der VERDACHT ms. wenn sich das nicht bestätigt, stehst du wieder genauso da wie vorher.

    aber das sind nicht unbedingt 'fehldiagnosen' sondern verdachtsdiagnosen, die man zum glück nicht bestätigen konnte.

    lass es weiter abklären, manchmal dauert die suche nach einer diagnose lange.

  • 3
    Antwort von snugata snugata

    erst einmal hoffe ich und drücke ich dir die daumen, dass sich diese diagnose ms nicht bestätigen wird.. dieser verdacht ist meiner meinung nach viel zu schlimm als dass du jetzt deine gedanken auf die ärzte legst. natürlich ärgerst du dich. man ist sehr leichtsinnig mit deiner gesundheit umgegangen, indem man die auswertung des mrt so lange verzögert hat. doch was möchtest du erreichen? was kannst du erreichen?

    es ist wahnsinnig ärgerlich. als kassenpatient zähl man ohnehin nicht zur kategorie "dringend". doch du solltest deine kräfte bündeln. es gibt schiedsstellen.. da wird der fall eingesehen von einer unabhängigen kommission, das urteil - naja, hab noch nie von ernsthaften bestrafungen gehört.

    du könntest dich auch direkt bei der ärztekammer über diese vorgehensweise beschweren. das wird für den arzt auf jeden fall ungemütlich..

    der weg übers gericht ist ewig lang, weit, ungewiß und sehr teuer - auch für den fall, dass du viell. gewinnen solltest, mußt du jede menge geld vorschiessen für zb. gutachten.. und einen garantierten sieg gibt es nicht. doch selbst wenn man dir recht geben sollte:  du änderst damit allerdings nichts. 

    ich wünsche dir alles gute.

    dich drück dir ganz fest die daumen :)

     

  • 3
    Antwort von koelschjudith koelschjudith

    Hallo Elch78. Du erzählst gerade Stückchenweise aus meinem eigenem Erlebten. Du kannst gar nichts machen. Leider! Ich hab 4 Wochen nach Entbindung neurologische Ausfälle gehabt. Schwindel, Übelkeit hab an einer Gebärmutterentzündung gedacht. Also Notarzt. Neben bei gesagt, lag neben mir ein 4 Wochen alter Säugling, der schrie und ich konnte mich nicht um ihn kümmern. Also rief ich auf raten der Hebamme den Notarzt. Notarzt kam, Blutdruck und Zuckerwert, und meinte "Ich nehme sie nicht mit, sie sind kein Notfall." Bub, da sahs ich nun und war mit meinem Schicksal alleine. Gynokologe schloss ebenfalls eine Entzündung der Gebärmutter aus. Es dauerte nicht lange dann schliefen mir die Finger und Hand, Arm ein. Als hätte ich Handel herum getragen den ganzen Tag, so fühlte ich mich. Da dies nicht besser wurde bin ich dann irgendwann 8 Wochen später zum Neurologen. Dieser hat verdacht auf Carptaltunelsyndrom gehabt. Ausgeschlossen. Überweisung an UNI Klinik. MRT´s und dann hies es Gehirnwasser ziehen. 4 Stunden später eröffnete mir die Ärztin das ich eventl. MS habe. Eine 100 % Sicherheit gab es noch nicht zu diesem Zeitpunkt. Ein schub nach dem Anderen kam nun über mich und Freund Kortison blähte mich auf. Bis Februar 2010 haben die Ärzte gebraucht um Sicher sagen zu können das ich MS habe. Ärzte kannste in der Pfeife rauchen, nicht alles, aber manche. Mach den Mund auf und sag deine Meinung ist meine Dewise. Ich hinterfrage alles und jeden. Es ist meine Gesundheit und mein Leben. Am Ende muss du mit dieser Krankheit leben.

    Kommentar von miimiimiimiimii miimiimiimiimiimiimiimiimiimii

    hmm. was haben die ärzte denn da jetzt deiner meinung nach falsch gemacht?

    Kommentar von koch234 koch234koch234

    Sie haben ihre eigenen eingeschränkten Ideen verfolgt, aber ihrem Patienten nicht geholfen! Technokratenmedizin, erste Idee klappt  nicht, untersucht, Budget erschöpft, keine Befunde > ab nach Hause.

  • 3
    Antwort von Undsonstso Undsonstso

    ich glaube, da ist schwer was zu machen....denn

    1. eine krähe hackt der anderen kein auge aus
    2. die aussage(o.b.) des hausarztes kann sich auf den verdacht auf einen hirntumor bezogen haben und somit ist's nur ein mißverständnis

    und wie unter punkt 2 geschildert, wird dein hausarzt so argumentieren. auch hat er den patienten ja nicht einfach sich selbst überlassen, sondern ihn an einen weiteren spezialisten überwiesen.

    und für die terminvergabe beim neurologen kann der hausarzt ja auch nix....

    im endeffekt sind hausärzte / allgemeinmediziner eher "datensammler" und salopp gesagt für das grobe zuständig.

    ich vermute schlichtweg, es lohnt sich die mühe gar nicht, etwas gegen den hausarzt anzustreben...

     

  • 3
    Antwort von oschmidt oschmidt

    Zunächst sollte Patient A wegen mangelndem Vertrauen in Hausarzt B sich einen anderen Hausarzt suchen. Wenn Praxis C auf Tumor untesucht und dies ohne Befund, weil kein Tumor vorhanden, beschreibt, ist es ja bis dahin in Ordnung. Wenn dann Hausarzt B sagt, gehen Sie bitte zu Neurologen D ist das ja auch nachvollziehbar. Man arbeitet sich halt an die Angelegenheit heran.

    Grundsätzlich kann Patient A sich bei der Ärztekammer oder seiner Krankenkasse beschweren. Jeder Beschwerde muss da nachgegangen werden. Es gibt wohl auch noch einen Ombudsmann der z.B. Schwierigkeiten zwischen Patient und Krankenkasse schlichten helfen soll.

  • 2
    Antwort von deFleescha deFleescha

    Naja, schwierig. Ein Hausarzt ist in der regel Allgemeinmediziner. Sprich ein Medziner mit fachlich hohem Allgemeinwissen, aber weniger Spezialwissen. Demnach ist es nicht verwunderlich, wenn er als Allgemeinmediziner kleinste Veränderungen, bzw. die Gefahren diesbezüglich nicht erkennt. Es ist etwas 'doof' zu sagen 'ohne Befund', wenn es symptome gibt und man selbst nicht weiter weiß.

    Letztlich hat er die richtige Entscheidung getroffen den Patienten an einen Neurologen zu überweisen. Dieser ist spezialisiert und kann Symptome, Befunde besser und schlüssiger in Verbindung bringen...

    Bzgl. der Vermeidung von Fehldiagnosen bzw. übersehener Befunde, besteht immer die Möglichkeit sich bei der eigenen Krankenkasse eine Zweitmeinung durch einen dortigen Arzt einzuholen ... Man kann also mit seinen Bildern (Röntgen, CT, MRT etc.) zur Krankenkasse und mal einen dortigen Arzt einen Blick drauf werfen lassen ...

  • 2
    Antwort von marilda marilda

    Dafür gibt es doch eine Ärztekamer...

  • 2
    Antwort von Auchdazu Auchdazu

    Dann musst du dich an die Krankenkassse wenden. Die muss diese Untersuchungen immerhin bezahlen. Und wird dem nach dann auch Interesse daran haben wie ihr Gelod verschleudert wird.

    Kommentar von Wolpertinger WolpertingerWolpertinger

    Wieso wurde ihr Geld verschleudert?

    Kommentar von diemeggie diemeggiediemeggie

    @auchdazu: wenn der verdacht eines hirntumors besteht, ist eine untersuchung mittels mrt mit sicherheit keine geldverschwendung!

    geldverschwendung sind andere dinge. z.b. wochenlange krankschreibungen bei unlust zu arbeiten.

    Kommentar von Auchdazu AuchdazuAuchdazu

     

    Geldverschwendung ist: Wenn ein Arzt wochenlang krank  schreibt. 

    Wir wissen alle das unsere Ärzte nicht mehr nach dem Eid  den sie geschworen haben handeln....

    Kommentar von Wolpertinger WolpertingerWolpertinger

    Sorry Auchdazu, aber bitte schere nicht alle Ärzte über einen Kamm und bitte Spreche doch nur für dich.

    Den ich stimme deiner Aussage in keinster Weise zu.

    Kommentar von Auchdazu AuchdazuAuchdazu

    Wieso , das mach doch nicht ich, sondern die Gesundheitsreform.

    Die verursacht doch, das Ärzte ihre Differenzen mit der KV über die Vernachlässigung der Patienten auspuffern.

    Als wenn der Patient die Situation  bei KV anprangern könnte!

    Die Ärzte lassen die Bevölkerung im Stich!

    Die Politik muss jetzt veranlassen das  Gemeinden wieder "Landärzte"  anlocken!

    Und das alles nur wegen dem Verdienst und nicht wegen der Patienten!

    Wo ist da meine eigene Meinung ?  Es ist Fakt.  

    Die wenigen Ärzte die sich um ihre Patienten kümmern fallen bei der Brisanz nicht ins Gewicht.  Wegen der Statistik! 

    Denn wer wird denn noch in Praxen aufgenommen?  

    Ohne Notfallanmeldung geht da gar nichts mehr! 

    Es ist keine Zeit mehr, alles nur schön zu reden, Distanz zu bekunden und den Patienten darin aufklären, das die Krankenkassen daran schuld sind das sie schlechter behandelt werden!  Der Patient kann diesen Kampf nicht für die Ärzte bei den Krankenkenkassen ausfechten. Und genauso steht aber der Trend. 

    Gemessen an der Schwere dieser Situation, fallen die wenigen gute Ärzte doch gar nicht ins Gewicht, es geht doch nur um die reine Statistik. Und die hängt nun mal als Warnplakat in allen Arztpraxen. "Landärzten".

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