Frage von annie7x, 78

Darf ein Arzt behaupten, die Krankenkasse hat entschieden, dass man gesund ist und schreibt einen deswegen nicht weiter krank?

Hallo. Meine Schwester ist mit ihrem derzeitigen Job super unzufrieden bzw. tot unglücklich und bekommt nur noch Bauchschmerzen wenn sie nur dran denkt. Jetzt ist sie bereits seit einigen Wochen krank geschrieben und heute sagte ihr Hausarzt, dass sie sie nicht länger krank schreiben kann, weil "die Krankenkasse beschlossen hat, dass sie wieder gesund ist". 

Geht sowas überhaupt? Sie hat bereits einen neuen Job zum 01.04.16 und möchte nur noch die letzten vier Wochen überbrücken. Ihr wurde gesagt sie braucht jetzt ein psychologisches Gutachten, aber sonst darf sie ihre Hausärztin nicht weiter krank schreiben. Wie ist hierzu die Lage? Gibt es sowas, dass die KK bestimmt wann Schluss ist? Sollte das nicht im Ermessen des Arztes liegen? Könnte sie jetzt zu einem anderen Arzt gehen und der schreibt sie weiter krank?! Danke schon mal für die Antworten!

Antwort
von Seanna, 38

Die KK beschließt das nicht einfach. Sie wird bei nem Gutachter des MDK im Auftrag der KK gewesen sein. Der ist speziell für Arbeitsmedizin und Sozialmedizin zuständig und für genau solche Dinge da: "null Bock" oder "Überbrückung" oä Fälle zu Lasten der Allgemeinheit herauszufiltern und das Urteil der oft überforderten und unter Druck stehenden oder aus persönlichen Gefallen Krankschreibenden Ärzte zu überprüfen und ggf revidieren.

Und ja - DANN ist irrelevant ob der HA weiter Krankschreibt. Auch ein anderer Arzt hilft da nix. Einzige Möglichkeit: Gutachten anfechten und Zweitgutachten vom MDK fordern.

Das wird unter den gegebenen Umständen aber nicht anders ausfallen und würde auch sicher bis April dauern.

Und das völlig zu Recht! Warum sollte die Allgemeinheit das krankengeld für jemanden zahlen, der nicht krank ist? Auch eine Krankmeldung ist dann ungerechtfertigt und uu sogar Betrug!

Antwort
von eulig, 32

das ist rechtens. warum soll die Allgemeinheit die Überbrückung bis zum nächsten Job tragen. der Arzt kann da auch nicht viel machen. wenn er die Krankschreibung unterstützen würde, dann würde er sich dafür auch einsetzen. aber er weiß wohl ganz genau, dass die Entscheidung des Medizinischen Dienst der Krankenkasse korrekt ist und eine Arbeitsunfähigkeit hier nicht mehr bescheinigt werden kann.

Antwort
von Novos, 37

Warum soll ein Geldgeber nicht die Richtigkeit des "Zahlungsgrundes" prüfen (lassen) dürfen? Wenn die Gründe dafür sprechen, dann wird er weiter bezahlen.

Antwort
von oppenriederhaus, 43

Ihr wurde gesagt sie braucht jetzt ein psychologisches Gutachten

dann soll sie sich von ihrem Hausarzt eine Überweisung zum Psychologen

geben lassen.

Antwort
von Bestie10, 37

dient ne Krankschreibung als Überbrückung ... weil man keine Lust hat

ihr seid so ne Familie

ansonsten : >Sollte das nicht im Ermessen des Arztes liegen<

eben der sieht dass sie null bock hat 

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community