Frage von Question72, 88

Arzt des Angestellten informieren?

Es geht weiterhin um unseren krankfeiernden Angestellten. Morgen werden wir alle Unterlagen der Krankenversicherung (Barmer ...die nicht wirklich großes Interesse an diesem Fall hat) einreichen und eine Untersuchung beim Amtsarzt beantragen. Jetzt die eigentliche Frage: Darf man persönlich beim behandelnden Arzt des Angestellten vorbeifahren und ihn über den Fall informieren. Auch welche Schritte wir einleiten werden. Natürlich möchte ich damit erreichen, dass er sich den "Patienten" bei der nächtsten Krankmeldung ( und die wird kommen, damit hat er uns gedroht!) anschaut? Er geht feiern, zum Fußball, etc.... erfreut sich bester Gesundheit. Möchte eben nur gekündigt werden um den Staat zu schröpfen.

Antwort
von Ostsee1982, 34

Nun... feiern gehen und Fußball spielen ist per se nicht verboten. Dafür müsste erstmal nachgewiesen werden, je nachdem wegen was er krankgeschrieben ist, ob das den Heilungsprozess beeinträchtigt. So wie du dir das vorstellst geht das nicht. Von seinem Arzt wirst du auch keinerlei Auskunft bekommen und der wird sich auch kaum von solchen Meldungen beeinflussen lassen, da könnte ansonsten jeder daher kommen und theoretisch jemanden anschwärzen der ihm nicht zu Gesicht steht und ob sich die Krankenkasse davon beeinflussen lässt bleibt fraglich, das kann ich mir nicht vorstellen.

Ich weiß auch nicht was du in der Firma für eine Position hast um solche Entscheidungen zu treffen "Morgen werden wir alle Unterlagen der Krankenversicherung einreichen". Um ein Attest anzuzweifeln (was er sicher abgegeben hat) müsste dem Arzt nachgewiesen hat, dass er ein Gefälligkeitsattest ausgestellt hat. Eine medizinische Begutachtung kann angefordert werden durch den Arbeitgeber, nicht von Mitarbeitern! Zählen tut nicht das was irgendwer behauptet sondern was schwarz auf weiß auf dem Papier steht und da haben ärztliche Atteste eine weit höhere Aussagekraft als eure Unterlagen (was auch immer das sein soll).

Kommentar von Question72 ,

 Sorry, aber ich bin der Arbeitgeber und ich habe keine Lust, die Unlust anderer direkt zu finanzieren!

Kommentar von Ostsee1982 ,

Tut mir leid aber dann wirkst du nicht übermäßig professionell. Als Arbeitgeber sollte man durchaus wissen wie die Gesetzeslage aussieht und wie man im Falle von begründeten Blaumachen vorgeht und es sollte auch klar sein, dass du von seinem Arzt keinerlei Auskunft bekommst. Auf was du Lust hast oder keine Lust hast ist erstmal zweitrangig. Zählen tut die Gesetzeslage und sonst rein gar nichts. Mit unüberlegten Schnellschussaktionen spielst du ihm in die Hände und er kann vor das Arbeitsgericht ziehen und denn hast du die Scheiße am Hacken und nicht er.

Antwort
von Repwf, 39

Sicher kannst du das... Ob er draus eingeht ist die Frage!

Er kann es auch anhören, dürfte dir aber noch nichtmal bestätigen das es sein Patient ist!

Ich würde es an deiner Stelle  SACHLICH machen, denn indirekt unterstellst du dem Arzt ja auch eine Fehldiagnose 

Kommentar von Question72 ,

Klar sachlich. Ich frage mich manchmal in was für einem kaputten System wir leben?

Kommentar von Repwf ,

Tja, da änderst du nur nichts dran!

Selbst wenn er arbeitslos wird zahlen wir für ihn mit! 

Dieses System hat unumstritten Vor UND Nachteile...

Antwort
von Skibomor, 37

Was machst du dir so eine Riesenmühe? Schmeiß den Faulenzer raus und gut ist. So eine ewig lange Kündigungsfrist wird er doch wohl  nicht haben. Oder willst du immer weiter seinen Lebensunterhalt durch deine Lohnfortzahlung finanzieren?


Kommentar von Question72 ,

Trotzdem zahlt dann die Allgemeinheit, auch du, für ihn. Ich möchte, dass er für den Betrug und die Erpressung gesperrt wird!

Kommentar von Skibomor ,

Wird vermutlich so sein, aber dann zahlen wir alle, nicht nur du! Ich werde es wahrscheinlich gar nicht merken, dass ich gerade für ihn zahle.

Antwort
von oppenriederhaus, 22

Darf man persönlich beim behandelnden Arzt des Angestellten vorbeifahren und ihn über den Fall informieren.

Das übernimmt dann schon der medizinische Dienst, der von der Krankenkasse eingeschaltet wird.

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