Der männliche und weibliche Körper reagiert doch ganz unterschiedlich auf Stoffe. Die Dosis - die für Mann gilt - ist doch für Frauen so nicht gültig. Berücksichtigen dies Ärzte bei Verschreibung eines Medikamentes? Oder wird darüber kaum nachgedacht? Gibt wohl auch einige "Unfälle" diesbezüglich. Doch wie können Frauen sich z.B. vor Überdosierung, Überreaktionen, erhöhten Nebenwirkungen schützen, wenn ernsthafte Krankheit besteht, Medikamente verordnet und eingenommen werden müssen?
Arzneimittelstudien werden grossteils an Männern durchgeführt - ist das für uns Frauen nicht gefährlich?
Antworten (5)
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8Antwort von
AuskunftAuskunft
Zahlreiche Krankheiten treten bei Männern und Frauen anders auf und verlaufen auch anders. Frauen schütten andere Hormone aus, haben einen gänzlich anderen Körperbau und eine ganz andere genetische Ausstattung als Männer.
Das haben jetzt auch die Zulassungsbehörden erkannt. In den letzten Jahren wurden große Medikamentenstudien überwiegend an Männern durchgeführt. Häufig waren nur 20 bis 30 Prozent Frauen beteiligt. Da sich auch die heutige Behandlungspraxis auf dieses Studien stützt, gibt es jetzt strenge Richtlinien, Frauen und Männer gleichermaßen in Arzneimittelstudien einzuschließen.
(http://www.3sat.de/nano/cstuecke/76264/index.html)
In der medizinischen Fachliteratur ist das seit einiger Zeit auch ein Thema, so dass die verscheibenden Ärzte eigentlich informiert sein müssten.
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3Antwort von
KnowledgeKnowledge
Nja, auch Männer sind Menschen und können durchaus als repräsentativ auch für Frauen "stehen"...ggg.
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1Antwort von
peterata Falsch, es melden sich einfach nur weniger Frauen zu Studienzwecken.
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Viele Medikamente, z.b. Chemotherapie werden nach Körperoberfläche dosiert. Dabei gehen Größe und Gewicht in die Berechnung mit ein. Das hat sich für viele Arzneistoffe bewährt.
Manchmal gibt es auch Dosierungsempfehlungen nach Körpergewicht. Bei beiden genannten Varianten kommen entsprechend der durchschnittlichen Statur für Frauen allgemein geringere Dosierungen raus.
Und "ganz unterschiedlich" reagieren Frauen durchaus nicht auf die Mehrzahl der Medikamente. ASS, Paracetamol, Ibuprofen etc. funktionieren in üblichen Dosierungen (die ja ohnehin schon um den Faktor 2-3 variieren) ganz gut.
Richtig ist allerdings, daß im Bereich der Unterschiede in Stoffwechselprozessen noch Forschung läuft und diese wahrscheinlich auch bei einigen Wirkstoffen zu einer unterschiedlichen Anwendung bei Mann und Frau führen kann.
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0Antwort von
BettyBetty
Es besteht aber ein eindeutig hohes Risiko fuer die Frauen die nehmen auf solchen Studien (meist gegen Bezahlung) Teil. Naemlich der unkalkulierbares Risiko fuer Nachkommen. Ich wuerde die Studienteilnahme von Frauen nur nach schon abgeschlossener Familienplanung gesetzlich zulassen!!
Kommentar von
BettyBetty Mein Beitrag richtet sich ausschliesslich nach den leider nachtraeglichen (d.h. nach der erfolgreichen Zulassung und erfolgreichen Vermarktung eines mir bekanntes Wirkstoff) Ergebnissen ueber die Kummulation von diesem Wirkstoff in den Gebaermutter Gewebe. Nachtraeglich kann man Auswirkungen auf Gesundheit dieser Frauen und dessen noch ungeborener Kinder nur schlecht in Verbindung mit den Wirkstoff zurueckschliessen. Es tut mir sehr leid dass ich bei Weitergabe dieser Information meine ehrliche und durchaus kompetente Meinung veroeffenliche, weil ich damit eventuell die Frauen von der Teilnahme an solchen Studien abraten wollte (oder mindestens zum nachdenken auffordere). Diese Abwertung finde ich somit ganz unnuetzlich und inkompetent. Gruesse!
Es ist auch seeeehr klug von Frauen!