Arthrose beim Hund, was kostet das?

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8 Antworten

Sicher, dass der Hund 60 kg wiegt?

Falls ja, sollte der Hund dringend auf Diät gesetzt werden. Bei Gelenkserkrankungen sollten Hunde schlank gehalten werden, um die Gelenke zu entlasten.

Was an Investitionen auf Euch zukommt, ist schwer zu sagen.

Physiotherapie (Unterwasserlaufband) ist eine gute Option, um Gewicht ab- und Muskeln aufzubauen. Kostet für 30 min ca. 20€ - 30€. In den ersten Monaten (Aufbauphase) ist eine wöchentliche Sitzung nötig, später in der Phase, in der es um den Erhalt geht, alle 3 Wochen. Also zwischen 80€/120€ pro Monat und später ca. 45€.

Es gibt Ärzte, die unterstützend Anabolikum geben (Laurabolin). Ob das sinnvoll ist, muss im Einzelfall entschieden werden. Es werden im Zeitabstand von 6 Wochen 3-4 Spritzen gegeben, die jeweils ca. 60€ kosten. Diese Kosten entstehen, wenn überhaupt, aber nur in der Anfangsphase und nicht dauerhaft.

Grünlippmuschel oder Teufelskralle sind als Nahrungsergänzung ganz sinnvoll, halten aber ziemlich lange vor und müssen nicht monatlich neu gekauft werden. Außerdem sollten sie kurweise gegeben werden und nicht durchgängig.

Möglich, dass der Hund zeitweise Schmerzmittel braucht. Da würde ich ca. 50€ für Tierarzt und Tabletten rechnen, aber nicht monatlich, sondern alle 3-4 Monate.

Sinnvoll fände ich außerdem ein VetBed (Unterlage gegen Kälte, ca. 20€) und für den Winter einen Mantel (ab 30€), wenn der Hund auf Kälte mit Schmerz reagiert. Sofern nicht schon vorhanden, tut auch eine Rotlichtlampe gute Dienste. Die Anschaffung sollte auch nicht wahnsinnig teuer sein. Falls Ihr ein Auto habt, denkt über eine Einstiegshilfe (Rampe) nach. Gibt es auch oft gebraucht bei Ebay und muss nicht neu gekauft werden.

Wenn Handlungsbedarf besteht, solltet Ihr nicht sofort an eine OP denken. Akupunktur (auch mit Dauernadeln/ Implantaten) kann eine gute Alternative sein, sofern HD der Auslöser für die Erkrankung ist. Die Kosten liegen, je nach Arzt, um die 500€. Das würde ich allerdings nur im Hinterkopf halten und nur für den schlimmsten Fall einrechnen.

Einkalkulieren solltet Ihr allerdings, dass auch noch weitere Kosten auf Euch zukommen können. Viele alte Hunde, die ich kenne, sind im Verlauf ihres Lebens irgendwann an Herz- oder Niereninsuffizienz erkrankt, einige an Epilepsie. Das muss natürlich nicht passieren und ist nicht die Regel. Wenn ein Hund sich allerdings die volle Palette einhandelt, sind Medikamente und Spezialfutter (Nieren) notwendig. Bei meinem alten, inzwischen verstorbenen Hund, lagen die Kosten dafür insgesamt bei 300€ im Monat.

Sofern Ihr Euch zur Übernahme entscheidet, würde ich beim alten Tierarzt undbedingt die Untersuchungsergebnisse (Röntgen, Blutbild etc.) der letzten Jahre anfordern. Gerade, wenn es um die Einschätzung der Gelenke geht, kann ein neuer Tierarzt so auf die vorhandenen Unterlagen zurückgreifen und muss u.U. keine neuen Untersuchungen veranlassen, um auf dem aktuellen Stand zu sein. Die Kontaktdaten solltet Ihr im Impfausweis des Hundes finden.

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Kommentar von Berni74
04.02.2016, 11:41

Sehr gute Aufsstellung!

Nur bei der Dauerimplantation der Akkupunktur hätte ich eine Korrektur. Wenn Du damit die Goldimplantation meinst, wirst Du für einen Hund in der Größe nicht mit 500 Euro hinkommen. Ich habe für alle GI's (3 insgesamt) zwischen 700 und 900 Euro zuzüglich Narkose bezahlt.

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Meine Berner-Hündin hatte ihr Leben lang Arthrose.

Gegen Arthrose selber hilft keine Operation. Wichtig ist Bewegung, wenn Ihr es Euch leisten könnt, geht mal mit ihm zu einer Hundephysiotherapie. Aber es gibt auch Übungen und Training, das man selber betreiben kann.

Ist die Arthrose denn sicher diagnostiziert? In welchen Gelenken ist sie?

Der Hund ist 9 Jahre, hat also im besten Fall vielleicht noch 4 Jahre. Wenn er jetzt noch keine sichtbaren Probleme hat, dann würde ich gar nicht viel machen außer einem guten Futter, vielleicht etwas Muschelkalk und Teufelskralle zufüttern (gibt es als Ergänzungsfuttermittel) und vor allem ihn sehr schlank halten, damit er nicht übermäßiges Gewicht mit sich rumschleppen muß-

Ich habe den Hund ja nicht gesehen, aber 60 Kilo für einen Boxerrüden erscheinen mir etwas viel - ich kenne keinen, der so schwer ist. Als Faustregel gilt, daß man, ohne übermäßig aufzudrücken, die Rippen spüren muß, wenn man dem Hund an den Brustkorb faßt. Wenn Ihr Euch bezüglich des Gewichts nicht sicher seid, könnt Ihr auch hier einen TA oder einen Tierphysiotherapeuten befragen. Der berät Euch sicher gern.

Ich denke, wegen einer Arthrose im Anfangsstadium den 9jährigen Hund in ein Tierheim zu geben, wäre nicht gut. Ich glaube nicht, daß in den nächsten (4) Jahren so extreme Kosten auf Euch zukommen werden....

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Wenn der Hund erst jetzt im Anfangsstadium steckt, kannst du davon ausgehen, dass man das bis ans Lebensende mit Medikamenten regeln kann. So teuer ist das nicht. 

Hund nicht überfordern und eben nicht im Kalten liegen lassen. Sucht bitte das Gespräch mit seinem Tierarzt.

Homöopathie kannst du vergessen, das regelt ganz sicher nicht abgewetzte Knochen.

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Kommentar von Schnoofy
04.02.2016, 10:16

Auf alle Fälle sollte der Hund an eine andere Ernährung gewöhnt werden - 60 Kg sind bei einem Boxer eindeutig zuviel.

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Kommentar von Berni74
04.02.2016, 10:21

Der Daumen hoch war für den ersten und zweiten Absatz.

Der dritte Absatz stimmt so nicht. Man kann einem Hund mit Arthrosebeschwerden sehr gut homöopathisch helfen. Natürlich beseitigt das nicht die Ursache, aber es lindert die Folgen.

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Du wurdest dem Hund auf jeden Fall schon etwas gutes tun, wenn er abnehmen würde.

Wenn die Gelenke bereits Abgenutzt sind, macht es jedes Kilo mehr auf dem Rippen schlimmer und 60kg sind für einen Boxer eindeutig zu viel. Ein Boxer Rüde sollte nur so knapp über 30kg liegen

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Ich würde ich es erst mal mit einem Nahrungsergänzungsmittel versuchen. OP´s sind meist nicht notwendig.

Sehr gute Erfahrungen habe ich mit Canimove gemacht.

Eine Dose Canimove Maxi mit 100 Tabletten kostet zwar 60 Euro aber bei einem 20 bis 40 kg schweren Hund brauchst du eine Tablette pro Tag.

Oft langt es aber auch die Tabletten als "Kur" zu geben und nicht als Dauermedikation.

Aber bitte vor der Verabreichung von irgendwelchen Mitteln mit einem Tierarzt sprechen.

Je früher ein "Bisschen" was getan wird um so "billiger" wird es später.

Inhaltsstoffe von Canimove:

    Das Extrakt der Neuseeländischen Grünlippmuschel enthält viele Knorpelaktive Substanzen. Diese reichern sich in den Gelenken an und schützen so den Gelenkknorpel. Dadurch wird die Bildung von Arthrosen verlangsamt.

    Glucosamin-Hydrochlorid ist ein Grundbaustein des Gelenkknorpel sowie der Synovia (Gelenkschmiere). Durch die Gabe von Glucosamin erhöht der Knorpel seine Regenerations- und Belastungsfähigkeit.

    MSM - Methylsulfonylmethan - ist eine Schwefelform, die besonders bei beanspruchten Gelenken benötigt wird. Dadurch wird einer Arthrose vorgebeugt.

    Teufelskralle und Weidenrinde wirken auf natürlichem Weg entzündungshemmend (antiphlogistischantiinflammatorisch) und schmerzlindernd (analgetisch).

    Der Komplex aus Vitamin B fördert die Heilung und die natürliche Abwehr in Sehnen, Muskeln, Nerven und Gelenken.

    Vitamin E und Selen reduzieren den "oxidativen Stress" durch eine effektive Neutralisierung freier Radikale und Oxidanten.

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Normalerweise ist die Behandlung nicht weiter teuer.

Eine OP ist absolute seltenheit bei Arthrose.

Es gibt sehr viele gute Hilfsmittelchen und auch Homöopathika, Futtermittel oder Futterzusätze.

Futter - muß Getreidefrei sein und zuckerfrei sein.

Zusätze - Lebertran (für Vit D und E) Muschelextrakte

Homöopathika  - Zeel von Heel

Heilmittel - Ingwer, Teufelskralle und noch ein paar Kräuter.

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Ein boxer mit 60 kg? Das normal Gewicht liegt etwa bei 28 bis 35 kg..... Und 35 sind schon sehr viel... Arthrose operieren?

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Ich bin mir nicht sicher, ob Du nicht Arthrose mit Arthritis verwechselt. Arthrose ist Gelenksabnützung (Arthritis ist Gelenksentzündung). Gegen Arthrose gibt es eigentlich keine wirksame Behandlung, zumindest nicht auf Dauer.

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Kommentar von friesennarr
04.02.2016, 13:56

Eine Arthrose ist chronisch, ja, aber man kann den Verlauf schon recht gut beeinflussen, vor allem kann man dafür sorgen, das die Gelenkflüssigkeit gut nachgebaut wird und das man für Schmerzminderung sorgt.

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