Arthrose bei Pferd?

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9 Antworten

Erstmal solltest du eine Diagnose abwarten und dann vielleicht noch die Therapie.

Arthrose ist nun nicht gerade ein Todesurteil, man kann ganz viel machen. Hyaluronspritzen (das teuerste), Nahrungszusätze (Muschel, Traumeel, Ingver, Teufelskralle usw.).

Aber das einzige was wirklich absolut etwas bringt ist Dauerauslauf - ständige gleichmäßige Bewegung ist das allerwichtigste für einen Arthrosepatient. Eine Box mit 4 stündigem Auslauf ist der Arthrose absolut nicht zuträglich, sie wird die Arthrose verschlimmern, genauso die meisten Eisenbeschläge.

Arthrosepferde können genauso alt werden wie andere Pferde man muß nur dafür sogen, das sie in gute artgerechte Haltung kommen, nicht dick sind und das die Arthrose in den Stillstand kommt, d.h. das keine neuen Artritisschübe dazu kommen.

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Erstmal lass diagnostizieren, sonst ist alles andere reine Spekulation. Ich lasse sowas immer erst von meiner auf manuelle Therapien spezialisierten Tierärztin einschätzen und bespreche mit ihr, ob ich noch die doch das Pferd auch belastenden Röntgenbilder machen lasse oder ob sie mir gewisse Dinge eindeutig ausschließen oder bestätigen kann.

Mein Wallach hat Spat, bei ihm aber so gelagert, dass man es per Röntgendiagnostik nur finden kann, wenn man weiß, dass da was ist und noch x verschiedene Winkel ausprobiert, die man ohne dieses Wissen gar nicht erst probieren würde.

WENN dann tatsächlich ein Arthrosebefund sein sollte, ist das noch lange kein Todes- und meist auch kein Rentenurteil. Man muss dann eben speziell wissen, wo, in welchem Winkel etc. die Degeneration sitzt und darauf eben alles Training abstimmen.

Generell kann das Pferd einfach vom Stehen klamm sein. 4h Auslauf bedeutet 20 Stunden stehen. Ich kenne kein Pferd, das da wirklich gut und weich laufen kann. Seit ich meinen Wallach in einen Aktivstall umgestellt habe, haben wir an keinem einzigen Tag mehr einen Gedanken an seinen Spat verschwendet und vorher war er so stark eingeschränkt damit. Seit ich diese Erfahrung gemacht habe, würde ich niemals mehr ein Pferd reiten wollen, das aus einer Box kommt. Gleiche positive Entwicklung beobachtete ich im Rahmen der Eisenabnahme, wobei es einfach auf das individuelle Können des Hufbearbeiters, die Tiefe seiner Barhufausbildung ankommt, ob es erstens eine relativ problemlose Umstellungsphase wird oder das ganze sogar scheitert und ob der Huf Grip hat, grade wenn man auf Rasen unterwegs ist. Ich höre immer wieder von einem Springausbilder, der Pferde bis in die hohen Klassen vorstellt, jedoch nur Barhufpferde und direkt nach der Umstellung erst mal nur auf Sand, bis sich genug Tragrand entwickelt hat. Wenn dann der Huf mal ordentlich durchgewachsen ist, startet er auch wieder auf Gras, auch auf nassem. Mit beschlagenen Pferden mag er schon gar nicht mehr starten, weil er sagt, es sei enorm, wieviel Sicherheit die gewinnen nach der Umstellung.

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Der Einzige der Klarheit schaffen kann ist der Tierarzt. Die Symptome können ganz verschiedene Ursachen haben und je nach Diagnose wird dein Tierarzt dir raten wie die reiterliche Zukunft des Pferdes aussehen wird.

Sollte es Athrose sein, ist viel gemäßigte Bewegung das Beste. Also optimalerweise Haltung im Offen - oder Aktivstall, da sind die Pferde den ganzen Tag in Bewegung. Ich konnte meinen Hafi bis vor kurzem noch in allen Gangarten gut reiten, natürlich mit einer guten Aufwärmphase im Schritt davor (mindestens 15-20 Minuten), sogar kleine Sprünge waren bis vor einiger Zeit noch drin. Kommt aber natürlich immer darauf an wo und wie schlimm die Athrose ist. Ob dann Springen auf einem L-Niveau noch sinnvoll ist bezweifle ich.

Dein Tierarzt wird dir sicher mit guten Ratschlägen zur Seite stehen.

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Hol mal einen kompetenten Osteopathen. Das kann auch eine Blockade sein. Rücken.

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Du brauchst als erstes eine gesicherte Diagnose. Pferde die hinten kurz treten können auch Probleme im ISG haben. Eine andere Form der Arthroset wäre Spat , damit kann das Pferd aber leben. In den Schüben ist natürlich an Reiten nicht zu denken.

Mit einem an Spat erkrankten Pferd kannst Du natürlich noch Springen, nur zur Dressur wäre es nicht mehr geeignet, da eine Hankenbiegung durch die Verknöcherung des Sprunggelenkes nur noch eingeschränkt möglich ist. Ich würde erst einmal TA und Osteopathen kommen lassen.

Sollte es tatsächlich eine Arthrose sein, wäre ein Offenstall bzw. Bewegungsstall die einzige Möglichkeit deinem Pferd die Beweglichkeit zu erhalten.

Nichts ist schlimmer für ein Arthrosepferd, als 20 Stunden in einer Box zu stehen. Die beste Therapie ist hier ständige Bewegung.

Arthrose lässt sich meistens nicht rückgängig machen, aber man kann sie aufhalten. Ein korrekter Beschlag, zufüttern von Grünlippmuschelextrakt, Ingwer ,Teufelskralle und Süßholzwurzel können hier helfen.

Dazu ein paar mal im Jahr mehrere Behandlungen mit dem Low Level Laser   http://www.pferdeosteopathie-tierärztin.de/rehabilitation/lasertherapie/

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Kommentar von FrauFriedlinde
22.02.2016, 06:05

Dieser Antwort ist nichts hinzuzufügen!

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Kommentar von Boxerfrau
22.02.2016, 14:48

ah ha und du meinst das du mit einer Stunde Reiten es genug bewegst. Ein Pferd ist kein Mensch und braucht wärme im Menschlichensinne. Ein ARTHROSE Pferd in eine Box zu stellen und das für 23 std am Tag, ist absolutes Gift....

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Kommentar von Punkgirl512
22.02.2016, 15:11

was ich nicht ganz verstehe... bei Spat springen ja, aber Dressur nein? Gerade beim Springen setzt sich das pferd auch auf die Hinterhand, muss sich mit beiden Hinterbeinen vom Boden wegstoßen. Aber Dressur, die man dann entsprechend anpassen kann von den Lektionen her, ist schädlich? Gymnastizierung ist nicht gut?

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röntgen, genauen Befund abwarten und Aktivstallhaltung, dazu gibt's allerlei kräuter/Homöopatisches und Osteopatie, Akkupunktur, angepaßtes Reiten;

ich würde NICHT mehr turniermäßig springen,

vielleicht nur mal so, wenn's dem Roß gut geht über Cavalettis o.ä.

bei Arthrosepferden (ich hatte 5) weißt Du nie, wie's dem Tier an jedem einzenen Tag geht -kann super sein und ein Sausewind tobt mit  Dir durh die Botanik, oder Meister Hinkebein wünscht sich nur ne entkrampfende Massage von Dir. Mein bestes Pferd lief ab dem 20 Lebensjahr 10 Jahre mit Arthrose, davon 8 Jahre nahezu problemlos, jedoch wetterfühlig, danach nur noch nach Lust und Wohlbefinden; (natürlich entsprechend behandelt)

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Wenn sie wirklich Arthrose hat,muss sie aus dieser Box raus. In einen Offenstall. Um so mehr sich Arthrose Patienten bewegen,desto besser.

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Wenn sie eine Arthrose hat, hast du sie Wahrscheinlich ganz schön Kaputt Geritten...und dann kannst du nicht mehr Springen...

Frag den TA!

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Kommentar von DCKLFMBL
22.02.2016, 09:28

Dann muss sie auch in einen Offenstall!

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Kommentar von friesennarr
22.02.2016, 15:20

So ein Quatsch - Arthrosen haben nicht nur damit zu tun wie man reitet. Es gibt eine vererbte Veranlagung zu Arthrosen.

Aber die allermeisten Arthrosen resultieren aus Haltungsfehlern (20 Std. Box und 4 Stunden laufen) und nicht aus Bewegungsfehlern.

Auch resultieren ganz viele Arthrosen aus Aufzuchtfehlern, wenn man Fohlen pusht und zu früh in unnatürliche Laufformen zwingt, aber auch hier die Boxenfohlen.

Als dritte und sehr stark artritisauslösende Faktoren sind alle unphysiologischen Beinstellungen und Beschlagsformen.

Von normalem reiten (selbst Springreiten und Vielseitigkeitsreiten) entstehen so gut wie keine Arthrosen, warum auch.

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Hi:)

Ein Pferd von mir hat auch Arthrose im Fesselgelenk hinten... sie ist auch beim Warmreiten klamm gelaufen und hat manchmal sogar stark gelahmt. Wir sind dann mit ihr in die Tierklinik gefahren und haben sie da röntgen lassen. Weil sie noch relativ jung ist haben wir eine sogenannte IRAP Therapie machen lassen, danach musste sie 2 Monate stehen, dann vorsichtig wieder anfangen zu reiten, außerdem kriegt sie noch ein Spezialfutter. Mittlerweile geht sie wieder ganz normal, wenn überhaupt macht sie am Anfang etwas kürzere Schritte hinten, das kommt aber nur sehr selten vor. Wir achten darauf sie inmer sehr lange warmzureiten, ansonsten kann man aber reiten wie früher (auch springen ) 

Lass auf jeden Fall den Tierarzt drüber schauen & viel Glück für dich und dein Pferd;)

Lg

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