Frage von Lanyes, 55

Art der Ehe in einem komplizierten Rechtsfall?

Meine Verlobte und ich wollen gerne heiraten. Sie hat jedoch auch noch einen 6jährigen Sohn aus einer Nicht-Ehe mit einem sehr reichen Unternehmer (Vermögen mehrere Millionen Euro). Dieser kassiert seit Jahren trotz geteiltem Sorgerecht das gesamte Kindergeld und zahlt keinen Unterhalt. Er versuchte sie auch im 5ten Schwangerschaftsmonat zu einer illegalen Abtreibung zu zwingen. Inzwischen verklagt er meine Verlobte permanent im nahegelegenem Ausland wo er wohnt und versucht ihr das Kind komplett wegzunehmen (falsche Anzeigen, Kindesentführung etc). Weil er sie auch noch sexuell belästigt, hat sie ihn wegen Nötigung angezeigt. Für das Verfahren verlangt er nun ca. 30.000 EUR von ihr zurück, wobei er die absolut teuersten Anwälte der Region beschäftigt. In Deutschland wäre er z.B. geliefert und würde das komplette Sorgerecht verlieren, weil er das Kind schlecht behandelt (Jugendamt hat damals interveniert und die deutschen Staatsanwälte haben ihn auch auf dem Kieker). Er braucht den 6jährigen um das Familenimperium (1 Millionenunternehmen über 200 Häuser im Eigentum) zu erben. Es geht ihm nur um das Geld. Das Kind wird er jedoch trotzdem absichern und dann wenn er 18 Jahre alt ist einfach abschieben. Zur Zeit verhindert er auch jegliche Kindertherapie, welche das Kind dringend benötigt. Akute Kindswohlgefährdung liegt vor. Da er aber von dem ausländischen Gerichten permanent geschützt wird (selbst das ausländische Grundgesetzrecht wird verletzt und durch die Richter geschützt), ist eine Hilfe in Deutschland noch aussichtslos. Kindesmisshandlung können wir noch nicht nachweisen, obwohl das Kind bereits das angedeutet hat, aber das Kind hat selbst riesige Angst vor dem Vater.

Er zwingt sie zudem unterhalb des Existenzminimums zu arbeiten und zu leben, d.h. sie verdient so wenig, dass sie die Anwälte vom Staat bezahlt bekommt. Nur so kann sie sich verteidigen!

Meine Fragen sind nun:

a) Welche Art der Ehe (Zugewinngemeinschaft/Gütertrennung) evtl. Ehevertrag ist sinnvoll, so dass er sich das Geld nicht bei mir holen kann?

b) Unser geplantes Kind soll von mir später erben, aber nicht das "fremde" Kind, weil dann kassiert er alles. Geht das?

c) Unser Kind soll aber auch von ihren Eltern erben, so dass der Vater vom anderen Kind sich nicht auch das Erbe unter den Nagel reißt. (Schon vom Vater des anderen Kindes angedroht)! Geht das?

d) Kann sie durch die Ehe weiterhin Prozesskostenhilfe bekommen? Weil sonst können wir uns beide das auch nicht leisten. Welche Art der Ehe ist hier zwingend notwendig?

Ich bitte nur um ernsthafte und ehrliche Antworten, weil hier sehr viel auf dem Spiel steht.

Vielen Dank für Ihre Mühe im Voraus!

Antwort
von shannaragm, 9

Hallo, Das sind ja ziemlich viele Fragen. Fangen wir mal vorne an:


Zu a) 1. wenn du einen anderen Güterstand möchtest als die Zugesinngemeinschaft, kommst du um einen Ehevertrag nicht herum. 

2. der Unterschied zwischen Gütertrennung und Zugewinngemeinschaft ist nur der Zugewinn. Dieser wird bei Beendigung des güterstands (Tod, Scheidung, Ehevertrag) ausgeglichen. 

3. M. E. macht es für Eure Situation keinen Unterschied welchen Güterstand ihr wählt. An dein Geld kommt er nicht ran. Warum auch?


Zu b: Ja, geht. Musst du gar nichts für tun. Das "fremde" Kind würde nur erben, wenn du ein Testament /Erbvertrag aufsetzt oder du es adoptierst. Aber auch für den Fall, dass es erbt kommt er nicht an das Geld ran. Das wäre Diebstahl.


Zu c: Ja, die Großeltern können in einem Testament/Erbvertrag das Enkelkind zum Erben einsetzen. Aber auch hier: der Vater des "fremden" Kindes kann der Frau nicht das Erbe wegnehmen. Mit welchem Grund sollte er das können ?


Zu d: hier muss ich leider passen. Mit prozesskostenhilfe kenne ich mich leider nicht gut aus. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass das Gericht prüfen wird ob das Gehalt ausreicht um die Kosten zu zahlen.


Ich hoffe ich konnte helfen.


LG

Antwort
von sassenach4u, 9

Die Verlobte kann Unterhaltsvorschuss beantragen

die Verlobte kann, wenn das Kind bei ihr lebt und gemeldet ist, das Kindergeld an sich auszahlen lassen und der Kindergeldstelle gegenüber erklären, seit wann das Kind bei ihr lebt, dann fordert diese das Kindergeld vom Vater zurück und sie bekommt eine Nachzahlung

Er kann von ihr gar nichts verlangen, es sei denn es gab einen Prozeß, den sie verloren hat und in dem festgelegt wurde, dass sie die notwendigen Auslagen der Gegenseite zu tragen hat.

Da ihr aber ein Selbstbehalt zu bleiben hat, kann er noch so viel fordern, wenn sie nicht zahlen kann, kann sie nicht

Sie kann in DE einen Titel gegen in erwirken wegen des Unterhaltes.

WARUM macht sie das alles mit? 

Antwort
von MonikaDodo, 18

Warum konsultiert ihr keinen guten Rechtsanwalt??? Würde mehr Sinn machen!

Antwort
von webya, 13

Das Kind wird dich ja sicher erst beerben, wenn es selber bereits volljährig ist. Dann kann der Vater nichts mehr machen. 

Deine Schwiegereltern vererben ihr Vermögen an ihre Tochter, auch da kommt er nicht heran.

Ein Kind von einer Frau mit einem deutschen Pass, da hat die Frau erst mal das Sagen. Es gelten deutsche Gesetze. Sie soll sich an einen Anwalt wenden. Notafalls mit Prozeßkostenhilfe.

Antwort
von Hoegaard, 26

Das kann dir rechtssicher nur ein Rechtsanwalt beantworten. Die 50-100 Euro wärs mir wert.

https://www.frag-einen-anwalt.de/forum_post.asp

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