Frage von Mckoy, 102

Wie kann ich armen Kindern helfen?

Hallo Leute, gerne würde ich etwas für arme Kinder tun, allerdings fühle ich mich von den üblichen Spendensammlern nicht verstanden, bzw. bin mit den Regeln nicht einverstanden.

Wenn ich spende, würde ich auch gerne mehr für dieses Kind tun und nicht nur ein Bild erhalten und Briefkontakt halten.

Woher weiß ich das es auch dieses Kind ist und nicht irgendwo ein Mitarbeiter sitzt der mit mir schreibt?

Auch würde ich gerne mit Sachleistungen helfen und ja dieses Kind auch etwas verwöhnen und nicht von einer vorgefertigten Internetseite des Spendensammlers ein Produkt auswählen, welches ich bezahlen muss und mir alle nicht gefallen.

Kann man nicht irgendwie auf direkten Weg helfen? Ich meine ich möchte nun keine tausende Euros ausgeben, aber ein Kind in einem armen Land wäre auch schon mit viel weniger zufrieden.

Hat jemand Erfahrung, bzw kann mich aufklären?

Danke

Gruß Kai

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von MsJames, 59

Hi, was du tun willst ist ich toll, dass wollte ich zu erst einmal sagen.

Ich habe zum Beispiel bei SavetheChildren gespendet, sowie bei UNICEF. Seit ich weiß werden immer wieder Patenprogramme angeboten, allerdings möchtest du ja wirklich mehr Einfluss auf das Kind nehmen können.

Ich würde dir empfehlen, vielleicht setzt du dich mit den Organisationen direkt in Verbindung und fragst mal nach, wie man das machen könnte. Ich denke dass ist auch von Organisation zu Organisation verschieden, ich denke dort bekommst du vielleicht einen besseren Rat als hier.

Aber wirklich toll was du vorhast. :-)

Kommentar von Mckoy ,

Danke für diesen netten Zuspruch, bisher hatte ich nur mit Plan geredet, das Konzept gefällt mir nicht. Werde mich weiter schlau machen. Ich war wirklich schön kurz davor mir Adressen aus armen Ländern zu suchen und private Kontakt aufzunehmen...

Kommentar von musso ,

da ist das Risiko sehr sehr hoch, dass du betrogen wirst. Wie solltest du Kontakt mit einem Kind bekommen, das in bitetterer Armut in Afrika lebt. Glaubst du, dessen Eltern haben Strom oder einen PC? Dann sind sie nicht wirklich arm.

Antwort
von Aleben, 19

Eine Patenschaft kann jeder übernehmen. Dabei ist zu beachten, dass

man eine Patenschaft für viele Kinder übernehmen kann in Form einer
Mitgliedschaft oder eine Patenschaft für ein spezielles Kind. In diesem
fall wirst Du in der Regel von der Organisation über die Entwicklung des
Kindes jährlich informiert.

Bei Deinem Wunsch solltest du bitte folgende bedenken:

1) Das Kind liebt in einer vollkommen anderen Welt als DU, dabei ist
es egal ob es in Afrika oder Asien oder sonst wo beheimatet ist und
welche Organisation es betreut.

2) Eine Patenschaft erstreckt sich über die gesamte schulische

Ausbildung und meist auch über die Berufsausbildung, also bis das Kind
einen Beruf ausüben kann. Das heißt 10 meist aber auch 13 bis 14 Jahre!

Natürlich kann man eine Patenschaft zwischendurch kündigen aber

versetze Dich in die Situation des Patenkindes, das dann plötzlich ohne
Paten da steht. Natürlich wird es weiter unterstützt, aber das Vertrauen
zu einem Paten ist dann massiv gestört, da es annehmen muss immer
wieder eine Kündigung zu erhalten.

Bei einer Mitgliedschaft (Pate aller Kinder) ist es wiederum problemlos möglich.

3) Ich habe eine Patenschaft für einen Jungen in Kalkutta (heute
Kolkata/Indien) übernommen. Der Junge, Rahul, ist 12 und hat bis vor 5
Jahren auf einem Müllberg gearbeitet. Ich besuche ihn jedes Jahr in
Kolkata. Meine Besuchsberichte kannst du im Internet nachlesen unter

http://www.asleben.de/h-helgo.html

Die Organisation H.E.L.G.O. e.V. kann ich daher nur empfehlen; zum

einen, weil ich die Möglichkeit habe das Patenkind zu besuchen und per
E-Mail über die Sozialarbeiter und deutschen Volontäre Kontakt zu meinem
Patenkind aufzunehmen und Briefe und Fotos auszutauschen. Aber auch das stößt an Grenzen, da das Kind in Indien sich meine Welt kaum vorstellen kann. Einfache Fragen: wie lang ist dein Schulweg? oder was isst du am  liebsten? Stoßen auf Unverständnis, das sich darüber keiner Gedanken macht, man ist froh überhaupt etwas zu essen zu haben (egal was) und da keiner eine Uhr hat, kann man die Länge eines Schulweges kaum mit unseren Maßstäben messen.

Wäre es für Dich möglich ein Kind in Indien zu besuchen, während der
Ferien zusammen mit deinen Eltern? Das wäre eine Erfahrung, die Dir
sicher viele Perspektiven eröffnet. Diese Möglichkeit hast Du als Pate
oder Mitglied - H.E.L.G.O. e.V. freut sich über jeden interesssierten
Besucher.

Übrigens bei H.E.L.G.O. e.V. kommen 97 Eurocent von jedem gespendeten Euro in Indien an.

Weitere Fragen? schreib mir eine kurze PN oder kontaktiere mich über meine Homepage.

Antwort
von DieMoneypenny, 56

Soll es denn zwingend ein Kind in einem armen Land sein? Auch in Deiner Nähe gibt es sicherlich Flüchtlingsunterkünfte, in denen auch viele Kinder sind. Kofferraum auf und kleine Geschenke verteilen. Für die Mütter noch Socken und Unterwäsche mitnehmen, unmittelbarer kann man nicht helfen. Deine Sorge mit einer Patenschaft kann ich gut verstehen. Du kannst auch die Organisationen hier vor Ort kontaktieren. Die freuen sich sehr, wenn man z.B. eine Familie hier vor Ort etwas unterstützt. Mal ein Schulranzen oder ein Ausflug in den Zoo helfen da sehr.

Kommentar von Mckoy ,

Finde ich gut, werde ich machen, bzw habe auch schon mit Spielzeug und jede Menge an Kleidung geholfen. Aber mir gehen die armen Kinder im Ausland nicht mehr aus dem Kopf. Hier gibt es ja schon ein gewisses Maß an Hilfe, aber diese Hilfe gibt es für viele Kinder nicht. Wir würden sogar gerne Kinder nach uns holen. Das Leid in vielen Ländern ist so maßlos unerträglich :-(

Kommentar von musso ,

ohne die eigene Familie ist das Leben für die meisten Kinder viel unerträglicher, auch wenn sie hier vergleichsweise im Luxus leben würden. Und mit dem Geld, was ein Kind hier kostet, kannst du dort sehr vielen Kindern helfen.

Kommentar von DieMoneypenny ,

Ja da gebe ich Dir Recht. Das Leid in den armen Ländern ist wirklich schwer zu ertragen.
Schau mal hier: http://www.be-fund-germany.org/wp/ Ein ganz junger, ambitionierter Verein.
Die setzen sich vor allem für Kinder in Indien ein. Die kenne ich persönlich und garantiere, dass Hilfe direkt ankommt. Frag die Jungs und Mädels doch mal. Sie waren schon vor Ort und können Dir sicher einen Rat geben.

Antwort
von Volkerfant, 11

Ich empfinde genauso wie du. Ich traue eigentlich keinen Organisationen.

Bei uns in der Gemeinde gibt es einen Priester, der regelmäßig nach Afrika fliegt, weil er dort mal gearbeitet hat.

Oder ich kenne persönlich Leute, die vor Ort selbst helfen. Denen gebe ich Geld und Sachgegenstände mit, weil ich weiß, das kommt mit Sicherheit dort an.

Ich habe nur hier im Ort die Möglichkeit, den Flüchtlingen zu helfen. Ich denke, das ist doch auch was.

Antwort
von bachforelle49, 4

Guck doch erstmal nach deinen eigenen Kindern und Enkeln! Die Armut kannst du auch nicht besiegen, und von deinem Spendengeld gehen 90 % für Verwaltung und Betriebskosten drauf! Dazu gehören auch die Gehälter der Oberen... Selbst in den Turnhallen ist deine Hilfe - was die Kinder betrifft - kaum gefragt, weil du nichts ohne Aufsicht und Erlaubnis mit den Kindern spielen darfst! Hilfe wird aber an allen Ecken benötigt, vor allem geldliche...

Antwort
von musso, 32

Ich kann deine Beweggründe gut nachvollziehen, aber bitte dich, eines zu bedenken: Wenn man mit den Geschenken übertreibt, kann man den Neid anderer KInder wecken, die das nicht bekommen. Da kann ein Kind sehr schnell zum Außenseiter werden. Außerdem kann nur jemand, der sich vor Ort auskennt, wirklich wissen, was das Kind gerade braucht.

Kommentar von Mckoy ,

Ja, man sollte dem Kind und der Umgebung helfen, ich weiß.. Leider kann ich keinem ganzen Dorf helfen... Wenn man den Gedanke weiter denkt, dreht man such im Kreis.. Gibt's eine Lösung?

Kommentar von musso ,

Man kann Projekte unterstützen. Z.B. Schulen, die kein Schulgeld nehmen, dafür von Spenden nehmen..

Oder andere Bildungsprojekte

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