Frage von Tebatibbas1234, 236

Argumente gegen Kopftücher bei Lehrern?

Was würde gegen Kopftücher bei Lehrern sprechen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Zicke52, 102

Die gleichen wie bei allen Beamten und Angestellten des oeffentlichen Dienstes: diese repräsentieren in Ausübung ihrer Funktion nicht sich selbst, sondern den Staat, und sollten deshalb auch dessen Neutralität symbolisieren. Also weder ihre religiöse noch politische Zugehörigkeit demonstrieren.

Genausowenig haben Symbole wie Kreuze, Halbmond, Hammer und Sichel etc. an den Wänden von Schulen, Gerichtsälen oder Ämtern was zu suchen.

Kommentar von reziprok26 ,

Wenn meine Gäste bestimmen würden was bei mir zu Tun ist, denen ich zeigen wo die Tür ist.

Kommentar von Zicke52 ,

@reziprok: Ich verstehe den Zusammenhang zwischen deinem Kommentar und meiner Antwort nicht 

Kommentar von Zicke52 ,

Danke für den Stern!

Antwort
von JoachimWalter, 92

Hab noch keinen Lehrer mit Kopftuch gesehen, höchstens wenn er auf der Harlay sitzt...

Antwort
von Weinberg, 46

Wenn die kopftuchtragende Dame Religionslehrerin für Moslems ist, sollte das kein Problem sein.

Es sind ja auch oft christliche Geistliche in der jeweiligen religiösen Tracht als Religionslehrer tätig.

Ansonsten, als Deutsch-, Mathematik-, Physiklehrerin etc., natürlich nur ohne Kopftuch.........

Antwort
von Mathleurehbert, 34

Ich denke eine Nonne kann keinen neutralen Religionsunterricht anbieten, aber das ist im Endeffekt nicht anders wenn sie ihr Kopftuch ablegt.

Antwort
von polarbaer64, 126

Solange es nicht gegen das Vermummungsverbot verstößt, und das Gesicht vollständig zu sehen ist, muss man es akzeptieren. Die deutschen Jungs und Mädels haben auch coole Mützen und Basecaps auf den Kopf, was macht den Unterschied?

Die Lehrerin muss euch den Schulstoff beibringen, und soll euch ja nicht überzeugen, zum Islam überzutreten. 

Kommentar von SenseiSamuel ,

Die "deutschen Jungs und Mädels" müssen ihre "coolen ützen und Basecaps" im Unterricht ausziehen, Lehrerinnen mit Kopftuch wahrscheinlich nicht.

Dass soll nicht heißen, dass ich gegen Kopftücher bin. Mir ist das egal.

Kommentar von Korrelationsfkt ,

Die deutschen Jungs und Mädels haben auch coole Mützen und Basecaps auf den Kopf, was macht den Unterschied?

Eventuell die symbolische Bedeutung?

Kommentar von lucadavinci ,

Ein Kopftuch hat keine festgelegte symbolische Bedeutung....

Kommentar von polarbaer64 ,

Bzw. genau so viel, wie das Basecap oder die coole Mütze.

Expertenantwort
von latricolore, Community-Experte für Italien, Italienisch, Deutsch, Sprache & Schule, 68

Es gibt kein Kopftuchgebot, und somit ist das religiöse Argument hinfällig.

Antwort
von anastasya5, 70

Gegenfrage was würde eine Vorbote von Rotenhaaren bei Lehrerinnen sprechen ?

Antwort
von DexterNemrod, 144

Solange die Lehrerin keine Schülerinnen dazu anhält, Kopftuch zu tragen, ist das absolut in Ordnung. Sie nimmt dann ihr Recht auf freie Auslebung ihrer Religion wahr, ohne das der Schüler einzuschränken.

Kommentar von Korrelationsfkt ,

Sie nimmt dann ihr Recht auf freie Auslebung ihrer Religion wahr

Achja? Wo gibt es denn im Koran ein Kopftuchgebot?

ohne das der Schüler einzuschränken.

Klar schränkt es die Schüler ein. Gerade die Mädchen. Ich möchte nicht von einer Lehrerin symbolisiert bekommen, dass Mädchen weniger wert sind als Jungs.

Wie sollte man eine Lehrerin ernst nehmen, wenn diese offensichtlich nicht mal dazu in der Lage ist ihr Leben selbst auf die Kette zu bekommen?

Kommentar von DexterNemrod ,

Freie Auslebung braucht weder ein ver- noch ein Gebot. Das ist ja das Tolle. Religion ist etwas unglaublich persönliches. Wenn sie es für richtig hält, ein Kopftuch zu tragen, dann ist irrelevant, warum sie das tut. Wenn dir die Formulierung "Auslebung ihrer Religion" nicht schmeckt dann setz stattdessen "freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit" ein.

Was den zweiten Teil deiner Antwort angeht, so halte ich das für deine Überinterpretation eines Kopftuchs. Ich bin amüsanterweise, obgleich reichlich agnostisch, auf einer Schule unter katholischer Trägerschaft gewesen. Da haben auch Nonnen unterrichtet. Übrigens auch mit Kopftuch. Ich hatte nicht den Eindruck dass die weniger wert seien als die Männlichen Lehrer oder ihr Leben  nicht "auf der Kette" hätten.

Kommentar von Korrelationsfkt ,

Das "islamische Kopftuch" hat eine völlig andere Bedeutung, nämlich den geringeren Stellenwert einer Frau.

Aber mit einem hast du recht. Religion ist was persönliches und sollte deshalb in seinen eigenen 4-Wänden bzw. in seiner Gemeinde ausgelebt werden.

Kommentar von DexterNemrod ,

Das Problem ist, eine Religion ist nicht die einzig mögliche Ursache für ein Kopftuch. Du hättest also nur eine Möglichkeit, jemandem nachzuweisen, dass das Kopftuch religiösen Ursprung hat, indem du entweder die Leute dazu befragst (1) oder diejenigen freiwillig offen erklären, warum sie es tragen (2).

(1) geht den Arbeitgeber schlicht nichts an. (2) wäre, je nachdem ob es ungefragt oder gefragt geschieht und wie die Frage beantwortet wird, eine Beeinflussung der Kinder in ihrer Weltanschauung, die ich für Lehrpersonal unangemessen halte.

Und ich hielte es für Falsch, jemandem das freie Entfalten seiner Persönlichkeit zu untersagen, nur weil irgendwer anders die Art der Entfaltung (aka ein Kopftuch) negativ belegt hat.

Kommentar von Korrelationsfkt ,

Der Grund für das Tragen eines Kopftuchs ist letzendlich irrelevant. Das Kopftuch ist nun mal negativ belegt. Da ist auch keine Ursachenforschnung nötig, oder sollte man jetzt auch jeden Hakenkreuz-Träger befragen? Vielleicht findet er es einfach schön.

Zudem stellt sich hier nicht die Frage, ob die Lehrerin das Kopftuch aus modischen Gründen trägt. Kopfbedeckungen in Schulen sind nach meinem Wissen auch heute noch untersagt.

Wir sprechen hier wohlgemerkt nicht über das Tragen eines Kopftuchs außerhalb des Klassenzimmers.

Kommentar von DexterNemrod ,

Der Vergleich hinkt, Hakenkreuz ist Verfassungswidrig, Kopftuch nicht. Im Rahmen von Kopfbedeckungen in der Schule obliegt es glaube ich der Schule selbst, die Regeln festzulegen. Ich habe kein Problem damit, wenn eine Schule ein allgemeines Verbot gegenüber Kopfbedeckungen jeglicher Art ausspricht, wenn das dann auch konsequent umgesetzt wird.

Aber ein gezieltes Verbot von Kopftüchern halte ich für rechtlich nicht tragbar, und darum ging es ja. Rein auf Basis einer negativen Konnotation lässt sich kein Gesetz machen, weil die Konnotation eine subjektive Wertung ist. Solange sich nicht der Islamische Staat zu einem redesign durchringt und die alte Flagge durch eine die ein Kopftuch zeigt ersetzt, wird es wohl schwer, das Kopftuch als Symbol einer verfassungsfeindlichen Organisation zu deklarieren.

Offtopic: Immerhin sind wir ja erstaunlich weit gekommen, bis Godwin's Law eingesetzt hat.

Kommentar von Korrelationsfkt ,

Nein, dieser Vergleich hinkt ganz und gar nicht. Es ging hier darum, dass du Symbolen ihre Bedeutung nichtig machen willst.

Das Kopftuch ist nun mal negativ konnotiert. Genügend Menschen wissen, dass das Kopftuch Frauenfeindlich ist und religiös nicht begründet werden kann.

Damit hat das Kopftuch nichts an Schulen verloren.

Wenn du ein gezieltes Verbot von Kopftüchern an Schulen rechtlich für nicht tragbar hälst, dann tut es auch ein allgemeines Verbot von Kopfbedeckungen.

Kommentar von DexterNemrod ,

Der Vergleich hinkt insofern, dass es blödsinnig ist, ein Symbol, welches bereits nach §86 StGB verboten ist, gleichzusetzen mit einem Symbol, welches aus vollständig anderen Gründen in einem bestimmten Kontext verboten werden soll. So negativ die Konnotation auch sein mag, ist ein Kopftuch an sich ein bedeutend weniger eindeutiges Zeichen des Islams als das von dir erwähnte Hakenkreuz ein Zeichen der nationalsozialistischen Bewegung ist.

Wenn wir allein nach der Konnotation gehen, könnte man die gleiche Logik auch anwenden, um Anzüge oder Krawatten als Symbol des Unternehmers / Ausbeuters einfacher Bürger zu verbieten. Dennoch fordert auch niemand, dass Lehrer nicht im Anzug unterrichten weil er befürchtet, dass die Kinder dabei zu Finanzhaien erzogen werden.

Ich bleibe dabei - es muss die Religionsfreiheit gelten, in beide Richtungen. Sobald ein Gesetz, positiv wie negativ, nur eine bestimmte Menge von Religionen zum Ziel hat, dann verstößt es gegen die Religionsfreiheit.

Antwort
von o0Chichii0o, 114

gar nichts.. außer schüler dürfen keine mützen oder ähnliches tragen dann wäre das argument gleichberechtigung

Kommentar von k3ltis ,

Du bist so hohl

Kommentar von o0Chichii0o ,

ahja.. schön ^-^

Antwort
von Bildschirm99, 104

Das ist doch ihr Ding. Es existiert doch kein Problem.

Antwort
von Tige8822, 104

Nichts bei uns an der schule ist sogar eine mit

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