Argumente gegen Kopftuch in der Schule?

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16 Antworten

Im Endeffekt bleibt es ein nicht lösbares Problem, weil die Ansichten darüber eben nicht von rein logischen Überlegungen gesteuert werden, sondern von emotionalen Konstellationen, die sich nicht durch ein Gesetz beliebig umschalten lassen.

Nicht nur die aufeinandertreffenden Kulturkreise sind höchst unterschiedlich, sondern auch die damit unmittelbar in Verbindung stehenden Emotionen.

Bei vielen Moslems hat das Kopftuch religiöse Hintergründe, und ein Verzicht darauf wird oft genug auch als Verrat an der eigenen Religion empfunden.

Bei anderen (auch Moslems) hat das Kopftuch einen kulturell bedingten Gewohnheitshintergrund, und es ist davon auszugehen, daß von diesen ein Verzicht auf das Kopftuch m. E. ähnlich empfunden wird, wie es jemand aus westlichen Kulturkreisen empfinden würde, wenn er plötzlich nackt die Schule aufsuchen müßte.

Umgekehrt empfinden sehr viele Menschen aus westlichen Kulturkreisen das Tragen solcher Kopftücher als Provokation, was vielleicht und auch m. E. damit vergleichbar ist, als würde jemand ständig halb getarnt den Stinkefinger zeigen.

Klar, nur vom logischen Standpunkt aus sollte es möglich sein, Kopftücher zu tolerieren. Dennoch würde dies bei einem nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung zu einem versteckten Groll führen, der sich dann an anderer Stelle auf andere Weise eben doch entlädt.

Übrig bleibt, daß derart kräftige kulturelle Unterschiede ein Störpotential darstellen, welche das Gelingen einer Integration stark behindern. Anders sein und/oder anders bleiben ist eben nicht Integration, sondern die Verfestigung des Andersseins, welche dann auch auf alle anderen Bereiche des täglichen Lebens überschwappen kann.

Ein begleitendes Grundübel ist die Tatsache, daß es unter Migranten auch solche gibt (selbst, wenn es nur wenige sind), die sich nicht integrieren wollen, sondern vor allem ihre mitgebrachte ideologische Ausrichtung auf möglichst viele übertragen wollen. Das bedeutet zwangsläufig auch dauerhaft latente Eskalationsgefahr dadurch, daß es nur schwer bis oftmals gar nicht möglich ist, rechtzeitig das eine vom anderen zu unterscheiden.

Eine weitere Betrachtung verdient die Situation in den Herkunftsländen der Migranten. Desolate Zustände, die Menschen dazu bringen, alles aufzugeben und zu flüchten, sind wie eine Krankheit, die Ursachen hat.

Wo aber die über viele Jahrhunderte gewachsene Kultur die Hauptursache für die desolaten Zustände ist, da ist es widersinnig, zu meinen, daß man der Krankheit entkommen kann, indem man einerseits vor ihr flüchtet und andererseits die Nistplätze der Erreger (bestimmte Gesinnungsmerkmale) weiterhin mit sich schleppt.

Insgesamt betrachtet meine ich, daß Dinge wie Kopftuch, Verschleierung, Rücksichtsnahme an falscher Stelle (manche ungedeihliche Sonderregelungen zugunsten von Migranten) u. a. nicht zu einer gelingenden Integration führen, sondern zu einer allmählichen Aufweichung moralischer und ethischer, aber auch mancher strafrechtlicher Grundsätze.

Den Gedanken, daß es ja nur wenige wären, die nachhaltig den Erfolg vereiteln, teile ich nicht, denn überall, wo es zu ernsthaften Problemen kommt, sind es nicht die vielen Guten, die das Problem lösen, sondern die wenigen Überzeugungsstörer, die das Problem verursachen und erhalten.

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Ich wüsste kein stichhaltiges Argument.

Ich bin Christ - und ich möchte selbst entscheiden, wie ich mein Christsein lebe. Ob ich in den Fastenzeiten (z.B. Advent oder Passionszeit) fast oder nicht, ob ich ein Kreuz trage oder nicht oder ein Collarhemd oder nicht, das geht niemanden etwas an.

Und dasselbe gilt auch für junge Muslima, die sich entschließen, ein Kopftuch zu tragen.

Entscheidend ist nicht, ob jemand den Kopf verhült, sondern was drin ist in diesem Kopf. Da ist mir eine liberale gebildete Muslima mit Kopftuch lieber als eine rückschrittliche, die nur aufgrund eines Verbotes auf das Kopftuch verzichtet.

Wenn man das Kopftuch verbieten wüde, müsste man auch den Mennonitinnen das tüpische lange Kleid und deren Kopftuch verbieten. Das ist doch absurd: Sind wir nicht stolz darauf, in einem freien, liberalen Land zu wohnen?

Wenn man ein Muslima zum Ablegen des Kopftuches oder sogar eines Niqab bewegen möchte, dann doch sicher nicht durch Gesetze, sondern dadurch, dass man im direkten Kontakt glaubhaft deutlich macht, dass man diese Frau auch ohne Kopftuch um ihrer selbst ernst und wichtig nimmt und nicht aufgrund ihrer weiblichen Reize.

Und da sollte sich unsere Gesellschaft einmal fragen, welche Botschaft wir tagtäglich mit unserer Sex-sells-Werbung ausstrahlen, wenn zugleich immer noch nicht gleicher Lohn für gleiche Arbeit zwischen den Geschlechtern sicher gestellt ist.

Wir haben uns so sehr an den täglichen Sexismus gewöhnt, dass wir m.E. keinerlei Recht haben, alte und junge Frauen, die sich dem entgegen stellen wollen, das Kopftuch zu verbieten.

Wie vermittelt man Schülerinnen und Schülern eine offene und demokratische und liberale Gesellschaft?
Durch ein Kopftuchverbot vermittelt man Macht und Unterwerfung, Unfreiheit und Abgeschlossenheit, also das genaue Gegenteil dessen, was man zu verteidigen vorgibt.

Wenn ich Muslima wäre, würde ich das Kopftuch allein aus Protest gegen diese Anmaßung tragen wollen.

Wenn aber die Schule glaubhaft vermittelt, dass es um die Person geht und nicht um die Klamotten (und sei es ein Kofptuch), und dass diese Person auch dann als Mensch voll akzeptiert ist, wenn sie sich anders kleidet oder anders (oder gar nicht) glaubt oder anders empfindet als die anderen, dann ist das Kopftuch irgendwann so was von egal, dass es niemandem auffällt, wenn sie es mal weg lässt.

Und genau das ist es, was unsere liberale, westliche und von mir aus auch christliche Kultur verkörpern sollte.

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Das einzige wäre vllt, weil Caps, Mützen, Kapuzen auch verboten sind, ansonsten finde ich es nicht schlimm (wenn sie es freiwillig machen) weil man ihr Gesicht noch sieht.

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Ob in der Schule oder sonst wo, als erstes sollte man sich fragen, weshalb wird es getragen. Viele tragen ein Kopftuch auch um aufzufallen oder zu stenkern. Selbst in der Türkei trägt man nicht überall ein Kopftuch.Desweiteren bin ich der Meinung, wenn man in Deutschland ist, dann sollte Ich mich auch so verhalten und nicht verlangen, dass sich die Deutschen meinem Willen anpassen. Sonst geh wieder dort hin, wo Du so leben kannst 

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Wenn es das Personal betrifft, die gleichen, die gegen Kreuze an der Wand sprechen:

1. Die Schule ist ein Ort des Wissens, nicht der Indoktrination.

2. Oeffentliche Schulen sind staatliche Einrichtungen, und der Staat sollte seine religiöse und ideologische Neutralität auch symbolisch ausdrücken.

Wenn es um die Schülerinnen geht:

1. Die Schule ist ein Schmelztopf aller Kinder der Republik. Dort soll nicht Trennendes, sondern Gemeinsames unterstrichen werden. Religionen trennen.

2. Ein Kopftuchverbot ist eine Befreiung für Schülerinnen, die es nur unter dem Druck ihrer Familie tragen.

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Neben den ganz grundsätzlichen Argumenten gegen das Kopftuch in der Öffentlichkeit ein ganz praktisches: bei Tests in der Schule lassen sich doch wunderbar Kopfhörer darunter verstecken.

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Wirklich logische gibt es nicht wirklich... es sieht halt etwas fremd aus und viele verbinden es mit Unterdrückung der Frau wobei die Frau das durchaus selbst so will. Adams kann auch dazu führen dass diese Frauen gemoppt werden

*Frau kann hier auch für Mädchen stehen

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Kommentar von RobertLiebling
24.11.2016, 14:48

dass diese Frauen gemoppt werden

Wenigstens kommen dank Kopftuch die Haare nicht mit dem dreckigen Mopp in Berührung^^

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Weil (zumindest an meiner Schule) die Reglung besteht, dass Kopfbedeckungen im Unterricht nicht erlaubt sind. Ich lehne es ab, dass für Kopftücher Ausnahmen gemacht werden.

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Kommentar von Tebatibbas1234
24.11.2016, 15:14

Weißt du auch, wieso es diese Regelung gibt?

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der lehrer kann einen läusebefall nicht beurteilen

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Nur wenn es ne feste Schulkleidung geben würde, sonst gibt es keine eigentlich.

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Das passt nicht in eine freie ,demokratische Welt .

Viele muslimische Frauen / Mädchen legen die Zwangsverkleidung ab und leben mit ihrem Gott in Frieden .

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Eigentlich sollte es reichen, wenn man die Mädchen fragt, ob sie das wirklich freiwillig tragen

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Solange das Gesicht vollkommen frei bleibt und auch nicht im Geringsten bedeckt wird, sieht das zwar trotzdem nicht schön aus, ist aber doch einigermaßen akzeptabel.

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Schwimmunterricht...

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Nichtintegration, Vertretung eines mittelalterlichen Weltbilds ...

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