Wir müssen für Deutsch stichwortartig Argumente für und gegen das Thema Bio- und Fairtradebaumwolle suchen. Ich finde massenhaft Argumente dafür aber fast keine dagegen (ausser Preis und Kinderarbeit). Kann mir wer helfen?
Antworten (3)
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pecudispecudis
Baumwolle muß importiert werden, und kein vernünftiges Land macht sich in Sachen Unterhosen von Importen abhängig. Wolle, Leinen , Nessel und Hanf täten es genau so, und wären heimische Produkte, die hier die Fruchtfolge erweitern könnten.
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TwitizenTwitizen Dein Idealismus scheitert nur leider an der Wirklichkeit. Die westlichen Länder sind mehr als nur abhängig in Sachen Unterhosenimport - weil die Textilindustrie schon lange in die asiatischen Länder abgewandert ist, in der die Arbeitskraft wesentlich billiger ist. Die Rohstoffpreise sind da vermutlich noch der geringste Faktor.
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pecudispecudis Das ist nicht das Problem. Es gab mehr als genug Projekte in den letzten 20 Jahren, egal ob es um die Wiederbelebung des Faserlein ging, um Hanf , um Nessel , und die Sachen wurden auch verarbeitet, zur Not halt in Belgien.
Nur kaufen wollte sie eben keiner. Geiz ist halt geiler als eigene Unterhosen.
Und mit "Idealismus" hat das nicht viel zu tun, eine weite Fruchtfolge hat nicht nur was mit Unterhosen zu tun, sondern auch mit Essen. Aber ok - da sind die Idioten ja noch dichter gesät ...
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TwitizenTwitizen ..wobei Geiz auch nicht für alles verantwortlich gemacht werden kann. Die Produzenten stehen unter dem Druck, wirtschaftlich und konkurrenzfähig produzieren zu müssen, um Gewinne zu erwirtschaften.. Außerdem haben die Konsumenten durch die stetige Ausweitung des Niedriglohnsektors weniger Geld und gehen dann eben zu Takko, Kik & Co.
Aber ich komme vom Hundertsten ins Tausendste. Der Fragestellering ist bestimmt schon ausreichend geholfen (-;
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pecudispecudis Die Produzenten stehen unter dem Druck, wirtschaftlich und konkurrenzfähig produzieren zu müssen, um Gewinne zu erwirtschaften
Ähm ... wir reden hier von Baumwolle. Das ist ein landwirtschaftliches Produkt, und da ergibt sich die "konkurrenzfähigkeit" ganz einfach dadurch, daß sie hier nicht wächst. Auch nicht teuer, sondern einfach gar nicht.
Wenn es danach geht, welche Pflanzen (egal ob zum essen oder zum anziehen) am billigsten zu produzieren sind, oder auch nur irgendwoanders bililger, dann können wir hier komplett zu machen. Es gibt nichts, was in Deutschland "konkurrenzfähig" wachsen kann - abgesehen von Wald vielleicht, aber das auch nur gaaaanz knapp. Es gibt nur die Möglichkeit, sich zumindest in lebenswichtigen Bereichen über politische Maßnahmen eine Eigenversorgung zu sichern (vor allem, um da auch die Produktionsbedingungen steuern zu können, zB GVO , PSM etc).
Diskussionsfähig wäre höchstens, ob nun Unterhosen lebenswichtig sind oder nicht. Ich zB trag ja ganz gern mal welche ;-) ;-)
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pecudispecudis PS: ich weiß schon, das "mein Idealismus" auch da gerade dabei ist, an "der Wirklichkeit" zu scheitern. Ändert aber nichts an meiner Ansicht: ich halte die Sicherung der "Grundversorgung" in einem Staat in Eigenregie für sinnvoll. Handeln kann man auch mit Autos. Oder Waffen...
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TwitizenTwitizen wir reden hier von Baumwolle
Mir gings eher um die Verarbeitung derselben, nicht um den Anbau - das Baumwolle in unseren Breitengraden nicht wächst ist mir klar (-; Und ob man nun deutschen Faserhanf verarbeitet oder Blut-und-Tränen-Unfairtrade-Baumwolle aus Mittelamerika: die Kosten für Arbeitskräfte fallen weit mehr ins Gewicht als der Rohstoffpreis, deswegen wäre hiesige Produktion so gut wie nicht konkurrenzfähig.
Diskussionsfähig wäre höchstens, ob nun Unterhosen lebenswichtig sind oder nicht. Ich zB trag ja ganz gern mal welche
Ja, sonst gucken die im Büro immer so komisch.. ô_O (-;
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pecudispecudis die Kosten für Arbeitskräfte fallen weit mehr ins Gewicht als der Rohstoffpreis, deswegen wäre hiesige Produktion so gut wie nicht konkurrenzfähig.
Wie gesagt: es gibt im landwirtschaftlichen Bereich so gut wie keine konkurrenzfähige Produktion hierzulande. Die Entscheidung, ob wir "eigene Unterhosen" bekommen, wäre also sowieso eine politische, keine wirtschaftliche. Wird vom Wähler aber nicht gewollt.
Und als Krönung aller Verarsche, was das angeht, gibt's dann den hier: http://www.youtube.com/watch?v=Is8zTLeSSf0
Die importieren die Rohstoffe und lassen hier arbeiten ... ^^
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TwitizenTwitizen
Wikipedia dazu schon gesichtet? http://de.wikipedia.org/wiki/Fairer_Handel#Kritik
Beispielsweise fehlende Transparenz bei der Preisbildung, Überproduktion etc.
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Lexona23Lexona23 Ich danke dir vielmals für deine Antwort ehrlich!!! (Dachte schon es antwortet überhaupt niemand. :-D)
Allerdings haber ich jetzt nicht das Gefühl, dass die Preisbildung bei dem Einzelbeispiel Baumwolle nicht Transparent ist. Die Homepage macht einem den treuren Preis sehr verständlich, da die Produktionsmethoden teurer sind als die normale Produktion und es ebenfalls auch sein Geld kostet, die Bauern fair zu bezahlen.
Trotzdem vielen Dank für die Antwort. ;)
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TwitizenTwitizen Die Intransparenz bezieht sich aber doch auf die Tatsache, dass man schwer prüfen kann, wer von dem teureren Ladenpreis wirklich profitiert - der Bauer oder doch eher der Einzelhandel.
Interessant ist sicher auch der Absatz über die europäischen/ westlichen Zollbarrieren gegenüber Waren aus Drittweltstaaten, den du ausloten könntest.
Ansonsten bin ich leider auch kein Fachmann in Sachen Fair-Trade-Biowolle (-;
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Lexona23Lexona23 Okay ich les es mir noch genauer durch ^^ Danke!
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Super genau so ein überzeugendes Argument habe ich noch gebraucht!!! Danke viele, viele, viele Male!!!! ;)