Frage von sailempaula, 44

arglistige Täuschung - Auto kauf?

Hallo. Ich habe mir am Wochenede einen A3 von einer privat Person gekauft. Probefahrt gemacht - alles super. Danach haben wir uns den Wagen noch einmal genauer angesehen. Eigentlich alles in Ordnung außer außen ein paar Gebrauchsspuren. Bremsen neu bekommen und am selben Tag ist TÜV drauf gekommen. Habe das Auto gekauft und einen Kaufvetrag gemacht. Das übliche "gekauft wie gesehen" vom Verkäufer aus keine Mängel angegeben. 

Keine 20km später geht die Öllampe an. Habe dem Verkäufer geschrieben. Dieser antwortete, dass das öfter mal vorkäme und man so mit weiterfahren kann.

10km, mitten auf der Autobahn, geht das Auto aus. Nichts mehr zu machen - ADAC angerufen. Auto abgeschleppt. Starthilfe gegeben mit dieser extra starken Batterie - Auto geht an, habe noch nie so ein Geräusch bei einem Motor gehört! ADAC Mann sagt das ich wohl ziemlich verarscht wurde und das der Verkäufer sowas wissen hätte müssen. 

Wieder Zuhause mit dem Wagen- Gutachter angerufen. Dieser sagt: Definitv Motorschaden und andere defekte Sachen so das der Wagen eigentlich auch nichtmehr durch den TÜV hätte kommen dürfen. Und das der Verkäufer von diesen Dingen gewusst haben muss.

Termin beim Anwalt geholt.. Meine Frage: habe ich überhaupt irgendwelche Chancen ? 

Antwort
von Mustanggirlie29, 14

Die Rechtslage ist einfach: Wenn der Käufer nachweisen(!) kann, dass der Verkäufer von dem Schaden wusste, kann er den VK wegen arglistiger Täuschung vor Gericht zerren, bzw. den Kauf rückabwickeln.

Der Nachweis ist schwer, jedoch nicht "unmöglich".

Beim Gebrauchtwagenkauf sollte darauf geachtet werden, dass zahlreiche Werkstattrechnungen mitgegeben werden. Der eine Grund ist, dass man weiß, was gemacht wurde - der viel wichtigere Grund ist jedoch, dass man weiß "wer" es gemacht hat.

Wenn der Ölverbrauch vorher schon hoch war, liegt es nahe, dass der Verkäufer bereits Reparaturversuche unternommen hat und wo, wenn nicht in seiner "Stammwerkstatt"?

Also heißt es nun, die alten Werkstattrechnungen zu durchwühlen und die Werkstätten anrufen ob der Wagen dort vor dem Kauf war und ob es Rechnungskopien oder Werkstattaufträge oder mündliche Beratungen gibt.

Wenn die Reparaturhistorie unbekannt ist, dann hilft eine Glücks-Suche. Dazu die Werkstätten anrufen, die in der Nähe des Wohnortes sind und zu Unterlagen zum alten Kennzeichen fragen.

Antwort
von Akainuu, 35

Nein, der Kauf eines Autos lässt nicht zwingend auf eine arglistige Täuschung schließen.

Antwort
von Dilithium, 31

schwer nachzuweisen

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