1

Arbeitszeugnisanalyse

Frage von Arina26 Arina26

**Bitte um Mithilfe dieses Zeugnis richtig zu deuten. Nach meiner ersten Recherche ist es nicht wirklich gut. Ich bedanke mich im Voraus für Eure Einträge!!!

Frau XXX, geboren am...., war von.... bis .... als Verkaufsstelleleitung in unserem Unternehmen beschäftigt.

Ihr Aufgabengebiet umfasste:

(alles korrekt beschrieben)

Augrund ihres Modeverständnisses und ihrer soliden Fachkenntnisse sowie ihres persönlichen Einsatzes erwies sich Frau XXX wärend ihrer Tätigkeit als branchenkundige Mitarbeiterin, die gute Verkaufsergebnisse erzielte. Im Umgang mit Kunden zeigte sie sich gewandt und verstand es, diese gut zu beraten und ebenso höflich und zuvorkommend zu bedienen.

Frau XXX hat sich in neuen Situationen zurecht gefunden und war auch in der Lage komplizierte Zusammenhänge zu erfassen. Sie zeigte Einsatzbereitschaft und Eigeninitiative. Auch starkem Arbeitsanfall war sie gewachsen.

Ihre folgerichtige Denkweise kennzeichnete ihre sichere Urteilsfähigkeit in vertrauten Zusammenhängen. Sie arbeitete zuverlässig und bewissenhaft.

Frau XXX war ihren Mitarbeiterinnen gegenüber eine ehrliche, korrekte und faire Vorgesetzte. Sie bewältigte ihren Arbeitsbereich sicher und hatte brauchbare Lösungen gefunden. Fleiß, Ehrlichkeit, Pünktlichkeit und Loyalität können wir ihr gerne bestätigen. Frau XXX hat die ihr übertragenen Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt. Das persönliche Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden war einwandfrei.

Frau XXX scheidet auf eigenen Wunsch zum heutigen Tag aus unserem Unternehmen aus. Wir danken ihr für ihre Arbeit und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute.

Fragen zu gleichen Themen finden

Antworten (3)

  • 0
    Antwort von Kathy34 Kathy34
    • Auch wenn der Absatz über das Aufgabengebiet frei von Fehlern ist, so ist darauf zu achten, dass die anspruchsvollsten Tätigkeiten zuerst genannt werden.
    • Du hast Recht; das Zeugnis ist eher Durchschnitt. Dies wird anhand diverser Sätze deutlich, in denen das Wort stets fehlt, insbesondere beim Verhalten. Beachte jedoch: Befriedigende Leistungen bedeuten nicht gleich befriedigendes Verhalten und umgekehrt; d. h. dein Zeugnis würde selbst bei gut bescheinigtem Verhalten nicht widersprüchlich sein.
    • Das mit der Ehrlichkeit usw. ist aufgrund deines Umgangs mit Geld, den du sicher hattest, sehr wichtig; jedoch sollte dann auch Zuverlässigkeit erwähnt werden (ehrlich, fleißig, pünktlich und zuverlässig lautet die typische Kette).
    • Dein Ausscheiden auf eigenen Wunsch an sich ist sehr gut; hast du dafür auch einen guten Grund? Dann wäre es optimal, wenn dieser auch mit aufgenommen würde. Wenn für das Zeugnis die Note 3 vergeben werden soll, darf an dieser Stelle für gute Arbeit gedankt werden (stets sehr gut = 1, sehr gut oder stets gut = 2, gut oder stets befriedigend = 3 usw.). Dann wäre es sozusagen nochmal die Bestätigung für die o. g. volle Zufriedenheit und somit die 3.
  • 0
    Antwort von DerCAM DerCAM

    Auch die Auflistung der Aufgabengebiete ist fuer eine Zeugnisbeurteilung von Bedeutung. Du haettest sie also besser ebenfalls einstellen sollen.

    Ohne Kenntnis der Aufgabengebiete ergibt sich hier sowohl bezueglich der Arbeitsleistung wie auch bezueglich des Sozialverhaltens ein eher unterdurchschnittliches Bild.

    "Zu unserer vollen Zufriedenheit" drueckt nichts anderes aus, als eine durchschnittliche Leistung mit starker Tendenz zum Unterdurchschnittlichen (Durchschnitt waere "stets zur vollen Zufriedenheit"). Der Eindruck einer Tendenz zum Unterdurchschnittlichen wird durch weitere leistungsbezogenen Formulierungen noch einmal deutlich verstaerkt. So hat sie sich in neuen Situationen zwar zurechtgefunden, anscheinend hat sie diese aber nicht unbedingt immer auch beherscht. Eine folgerichtige Denkweise sowie eine sichere urteilsfaehigkeit wird ihr lediglich in "vertrauten Zusammenhaengen" attestiert. Somit scheint sie in ein wenig vom ueblichen Schema abweichenden Situationen ueberfordert zu sein.

    Im Zusammenhang mit der von ihr erwarteten Mitarbeiterfuehrung wurde rein gar nichts ueber ihre diesbezueglichen Qualitaeten gesagt. Es wurden ihr lediglich Selbstverstaendlichkeiten bestaetigt (Ehrlichkeit, Korrektheit, Fairness). Mit ihren fuer eine Verkaufsstellenleiterin und Vorgesetzte erforderlichen Fuehrungsqualitaeten scheint es also deutlich gehapert zu haben.

    Ganz schlimm wird es dann bei den "brauchbaren Loesungen". Das zieht die ganze Leistungsbeurteilung noch einmal deutlich nach unten und macht sie endgueltig zu einer unterdurchschnittlichen. Ebenso scheint es mit ihrer Belastbarkeit nicht besonders gut auszusehen. Starkem Arbeitsanfall war sie lediglich gewachsen, also nicht stets gewachsen. So richtig gut kam sie damit offensichtlich nicht klar.

    In der Schlussfloskel wird lediglich fuer ihre Arbeit gedankt, nicht aber fuer ihre Leistungen. Man bedankt sich also dafuer, dass sie anwesend war, nicht aber auch dafuer, dass dabei auch grossartig was rausgekommen ist. Ein Bedauern ueber den Weggang der Mitarbeiterin wird nicht ausgedrueckt und es wird ihr auch nur fuer die Zukunft alles Gute gewuenscht (moege es ihr bei einem zukuenftigen Arbeitgeber eher gelingen als dies bei uns der Fall war).

    Ihr persoenliches Verhalten war lediglich einwandfrei. Es war also nicht jederzeit einwandfrei und erst recht nicht vorbildlich. Es war also gerade mal so lala. Hinzu kommt wieder die Schlussfloskel, in der kein Bedauern ihres Weggangs ausgedrueckt wurde. Die Formulierung der Schlussfloskel laesst darauf schliessen, dass man froh ist, die Mitarbeiterin endlich los zu sein.

    Sollte das Zeugnis nun auch noch ein Datum tragen, das nicht der 15. oder der Monatsletzte ist, waere die Formulierung "scheidet auf eigenen Wunsch zum heutigen Tag aus" ein eindeutiger Hinweis auf eine fristlose Kuendigung durch die Mitarbeiterin oder auf eine vorzeitige Vertragsaufhebung im beiderseitigen Einverstaendnis (die haben sich gezankt und sind beide froh, dass jetzt Schluss ist). In beiden Faellen wird sich ein potenzieller neuer Arbeitgeber stark fuer die Hintergruende interessieren (sofern die Bewerberin ueberhaupt in die engere Wahl genommen wird).

    Das ist wirklich kein gutes Zeugnis sondern ein ziemlich schlechtes.

  • 0
    Antwort von KuroNoKitsune KuroNoKitsune

    Naja nicht gerade ein Loblied auf Sie.

    Die Zeile "Sie zeigte Einsatzbereitschaft und Eigeninitiative" bedeutet das Sie sich nur bemüht haben.

    "Ihre folgerichtige Denkweise kennzeichnete ihre sichere Urteilsfähigkeit in vertrauten Zusammenhängen. Sie arbeitete zuverlässig und bewissenhaft." Sagt kurz gesagt aus das Sie auf neue Situationen etwas unsicher Reagieren.

    "Sie bewältigte ihren Arbeitsbereich sicher und hatte brauchbare Lösungen gefunden" Soll heißen Sie haben nur Ihre Arbeit gemacht und durchschnittliche Ideen gehabt.

    "Fleiß, Ehrlichkeit, Pünktlichkeit und Loyalität können wir ihr gerne bestätigen" Bestätigen ist gut, soll aber heißen dass das auch nur durchschnittlich ist und den Erwartungen entsprechend geleistet wurde.

    "Das persönliche Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden war einwandfrei." Sie haben sich nicht mit jemanden großartig angelegt, aber auch nicht gerade angefreundet.

    Falls meine Ausdrucksweise etwas grob ist bitte ich das zu entschuldigen.

    Kommentar von Arina26 Arina26

    Vielen Dank für diese klaren Aussagen! Die Ausdrucksweise ist absolut in Ordnung :)

    Ich habe auch gelesen, dass der Satz ""Fleiß, Ehrlichkeit, Pünktlichkeit und Loyalität können wir ihr gerne bestätigen" aussagt, dass ich den Arbeitgeber dazu gedrängt habe, dies zu bestätigen. In der Tat, denn ich habe der Firma 8 Wochen hinterher telefoniert, bis da endlich was in die Wege geleitet wurde. ich bin sauer, denn in den 5 Monaten meiner Firmenzugehörigkeit gab es 3 mal einen Vorgesetzenwechsel und es hieße, man weiß nicht, ob man eine vernünftige Beurteilung zusammen kriegt. Ich bin gespannt auf weitere Antworten, denn wie ich sehe, waren meine Bedenken nicht gerade grundlos.

    Kommentar von KuroNoKitsune KuroNoKitsuneKuroNoKitsune

    Den Vorgesetztenwechsel kann man bei einem Vorstellungsgespräch zur Sprache bringen. Dadurch erhöhen sich nochmals die Chancen.

    Und Dank ist nicht notwendig, Ich mache hier nur meine Arbetslos-Ersatzarbeit ;-)

Diese Frage

Verwandte Fragen

Verwandte Tipps

Noch nicht den richtigen Rat gefunden?

Einfach und schnell viele hilfreiche Ratschläge von Deutschlands aktivster Ratgeber-Community erhalten!

Einfach und schnell einen Tipp erstellen und Ihren guten Rat mit anderen teilen!

Einfach und schnell ein Video hochladen und anschaulichen Rat an alle geben!

Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Rechtliche Hinweise finden Sie hier.