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Arbeitszeugnis so okay oder totaler Mist?

Frage von supermario71 supermario71

Hallo

ich habe heute ein Ausbildungszeugnis per Post bekommen.

In allererster Linie wird meine Tätigkeit beschrieben und was ich während der Ausbildung alles gemacht habe. Ganz am Ende steht:

Frau XY verfügte über eine angemesse Auffassungsgabe sowie altersentsprechende Ausbildungs- und Lernmotivation.

Sie war zuvorkommend, hilfsbereit und zeichnete sich insbesondere durch eine angemesse Kommunikationsfähigkeit im Kundenkontakt aus.


Das klingt meiner Meinung nach total negativ. Kann mich da aber auch irren. Hat einer Ahnung?

Vielen Dank

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Antworten (4)

  • 1
    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von Rob951 Rob951

    Da hast du recht, wirklich gut klingt das nicht. Dröseln wir es mal auf:

    Die angemessene Auffassungsgabe bedeutet eigentlich, dass du einiges Aufnimmst, dies aber noch verbesserungswürdig ist. Dass "zuvorkommend" und "hilfsbereit" darin vorkommt ist nie ein sonderlich gutes Zeichen, da du scheinbar nicht wirklich was geleistet hast, und so negative Formulierungen vermeiden will (was in Arbeitszeugnissen verboten ist). Auch die Kommuniktaion mit Kunden ist ein etwas negativer Aspekt, da du dich zwar mit Kunden unterhalten kannst, allerdings fehlt die Angabe über die Kommunikation mit Kollegen bzw Vorgesetzten. Scheinbar war da nicht viel.

    Ich denke das Arbeitszeugnis wird eher ne 4 als Schulnote sein.

    Kommentar von supermario71 supermario71

    Ganz unten steht noch: Ihr Verhalten zu Vorgesetzen /Ausbildern und Mitarbeitern war höflich und korrekt, Ihre Führung war gut.

    Dieses Zeugnis wird auf Wunsch von Frau XY ausgestellt.

    I.A gez. XX

    Kommentar von Rob951 Rob951Rob951

    Der Abschklusssatz ist eventuell änderungswürdig, da es selbstverständlich ist, dass es auf deinen Wunsch ausgehändigt wird. Ansonsten würdest du ein einfaches Zeugnis, lediglich mit Tätigkeitsbeschreibung, bekommen. Vllt solltest du bei einer solchen Frage das gesamte Zeugnis (zumindest mit den Beurteilungen) posten, da es sonst zu Ungenauigkeiten kommt. Außerdem sind kurze Arbeitszeugnisse ein Anhaltspunkt für eine schlechte Bewertung.

    Kommentar von supermario71 supermario71

    Das waren alle Punkte. Es passt alles gerade eben auf eine DIN A 4 Seite! Oben wird nur erklärt was der Inhalt meiner Ausbildung war.

  • 2
    Antwort von ralosaviv ralosaviv

    Oh weia. Ganz ehrlich? Das würde ich dem AG rechts und links um die Ohren hauen.

    Wenn das WIRKLICH ALLES ist, was zur Bewertung da steht...... Nicht nur die zitierten Sätze ergeben eine negative Wertung. Auch das, was üblicherweise in ein Zeugnis rein gehört und weg gelassen wurde bedeutet nichts Gutes.

    Ich kann dir nur raten auf Korrektur zu bestehen und im Zweifel einen Anwalt zu beauftragen.

    Kommentar von supermario71 supermario71

    3/4 des Zeugnisses sind Dinge die ich gemacht habe, wie die Ausbildung abgelaufen ist, wo ich zur Berufsschule gegangen bin, etc...

    Ganz unten steht noch: Ihr Verhalten zu Vorgesetzen /Ausbildern und Mitarbeitern war höflich und korrekt, Ihre Führung war gut.

    Dieses Zeugnis wird auf Wunsch von Frau XY ausgestellt.

    I.A gez. XX

    Kommentar von Rob951 Rob951Rob951

    Warum? Es sind nirgends negative Formulierungen zu lesen. Es ist ganz sachlich geschrieben. Die kurzen Ausführungen können daher rühren, dass es nichts wirklich positives zu berichten gibt (negatives ist verboten, wie du schon sagst).

  • 1
    Antwort von Blitz2611 Blitz2611

    Das ist so ziemliech das schlechtste Zeugnis, das ich jemals gesehen habe bzw. zum gegenlesen hier geposted wurde. Also entweder hast Du Dich bei Deinem Chef reichlich unbeliebt gemacht oder er hat keine Ahnung was er da schreibt.

    "angemessen" ist eine wirklich schlechte Einstufung Deiner Leistung. "altersentsprechende Lernmotivation" kommt bei mir an wie " fauler Teenie mit Null Bock Einstellung.

    Ein Zeugnis sagt auch viel durch die Dinge die NICHT drin stehen. Zu Pünktlichkeit, Umgang mit Kollegen, Fleiß, Gründlichkeit, steht da gar nicht - heißt: ich darf nichts schlechtes schreiben, also lass ich es weg.

    Entweder bittest Du um ein geändertes Zeugnis oder sorgst dafür, dass das nicht bei einem eventuellen neuen Arbeitgeber landet.

    Kommentar von supermario71 supermario71

    Also ich war eigentlich ganz normal, habe sehr viel gelernt, hatte hier und da Probleme mit dem Lernstoff, aber das wars dann auch. Ich war immer pünktlich und kam nicht einen Tag zu spät. Mit den Kollegen habe ich mich sehr gut verstanden und Vorgesetzte hatte ich immer verschiedene. Die Bewertung kommt aus dem Personalbüro. Ich habe nun eine Mail hingeschickt mit der Bitte um Korrektur und Einfügung anderer Klauseln da ich diese Beurteilung meiner Arbeitsleistung nicht als gerechtfertig empfand!

    Kommentar von supermario71 supermario71

    Ganz unten steht noch: Ihr Verhalten zu Vorgesetzen /Ausbildern und Mitarbeitern war höflich und korrekt, Ihre Führung war gut.

    Dieses Zeugnis wird auf Wunsch von Frau XY ausgestellt.

    I.A gez. XX

  • 0
    Antwort von cocoroxane cocoroxane

    Das "angemessen" find ich gar nicht gut. freundlich würde ich vorschlagen klingt auf jeden Fall besser. Angemessen klingt so, na ja war gerade so freundlich wie nötig. Würde ich so nicht aktzeptieren.

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