Frage von preisy, 78

Arbeitszeugnis. Hallo. Unter uns gibt's bestimmt Leute die sich mit Arbeitszeugnisformulierugen auskennen. Könnt ihr mir da weiter helfen??

Herr * kam mit den anfallenden Aufgaben stets gut zurecht und war bereits nach kurzer Zeit voll einsetzbar. Er erledigt die ihm aufgetragenen Arbeiten mit Umsicht, Wissen und Effizienz. Seine Tätigkeit verfolgte er dabei mit großem persönlichen Interesse sowie stets gutem Engagement. Er erledigte seine Aufgaben mit großer Energie und erzielte dabei durchweg gute Ergebnisse.

Die Qualität seiner Arbeit erfüllte stets unsere Ansprüche und wir bestätigen gerne Fleiß, Pünktlichkeit und Ehrlichkeit.

Herr * nahm seine Aufgaben und die Unternehmensinteressen stets zu unserer vollen Zufriedenheit wahr.

Sein kollegiales Wesen sicherte ihm ein gutes Verhältnis zu Vorgesetzten und Kollegen.

Unsere Kunden bediente er immer kompetent und freundlich.

Antwort
von DerTroll, 33

Es ist kein schlechtes Zeugnis, aber so wirklich gut ist es nicht. Es sagt, daß du alles so erfüllt hast, wie du solltest und du somit nicht nutzlos warst und man auch zufrieden sein konnte, aber es hätte auch viel besser sein können. Schon allein, wenn die deine Pünktlichkeit loben ist es eher negativ, weil Pünktlichkeit ja eigentlich eine Selbstverständlichkeit ist. Das wirkt so, als ob zum Füllen des Zeugnisses sonst nicht genügend andere positive Dinge gefunden wurden. Du hast deine Arbeit zwar gut gemacht, abere dich nie irgewo besonders hervorgehoben oder die Erwartungen, die man an dich gestellt hat übertroffen. Auch die Formulierung "zu unserer vollen  Zufriedenheit" ist noch steigerungsfähig. Also "zu unserer vollsten Zufriedenheit" wäre das, was man in einem wirklich guten Zeugnis erwartet. In Schulnoten klingt das für mich nach einer 3+.

Kommentar von KleeneFreche ,

stets zu unserer vollen Zufriedenheit ist doch eher ne 2, hat man mir erklärt und ne 1 wäre stets zu unserer vollsten Zufriedenheit.

Aber mit der Pünktlichkeit geb ich dir Recht, das hab ich irgendwie überlesen.

Kommentar von DerTroll ,

ja, aber man muß doch den ganzen Text werten und nicht nur, das, was über die Zufriedenheit gesagt wird. Und vieles ist "er machts ganz gut, so ist es auch ok", aber nichts, womit er besnders geglänzt hat. Daher siedel ich das Zeugnis eher im Dreierbereich an. allerdings durchaus mit der Tendenz zur 2 auch wegen der vollen Zufriedenheit. Ich habs hier als 3+ bewertet.

Kommentar von KleeneFreche ,

ich bezieh mich ja nur auf den einen Satz, was das ganze Zeugnis angeht bin ich mir selber nicht sicher. Ob das auch nur ein Auszug ist wissen wir auch nicht, kann sein das da noch einiges fehlt. 

Kommentar von Everklever ,

ja, aber man muß doch den ganzen Text werten und nicht nur, das, was über die Zufriedenheit gesagt wird.

Genau aus diesem Grunde enthalte ich mich jeglicher Bewertung, bis ich das gesamte Zeugnis kenne.

Kommentar von vierfarbeimer ,

Da die Pünktlichkeit hier in einem Atemzug mit Fleiß und Ehrlichkeit bewertet wurde, ist darin keine Auffälligkeit zu erkennen. 

Man muss dem Autor des Zeugnisses hier eine gewisse Ungeschicklichkeit oder Unerfahrenheit attestieren. Das komplette Zeugnis hört sich so an, als habe ein Nachwuchs Personaler aus einem Lehrbuch für Leistungsbeurteilungen abgeschrieben.

Kommentar von Everklever ,

Da die Pünktlichkeit hier in einem Atemzug mit Fleiß und Ehrlichkeit bewertet wurde, ist darin keine Auffälligkeit zu erkennen. 

So, wie es hier geschrieben steht, ist es auffällig.

als habe ein Nachwuchs Personaler aus einem Lehrbuch für Leistungsbeurteilungen abgeschrieben.

Selbiges müsste dann aber Stand 50er oder 60er Jahre haben.....

Kommentar von vierfarbeimer ,

So ... ist es auffällig.

Somit unterstellst du dem Arbeitnehmer auch ein Manko in Punkto Fleiß und Ehrlichkeit.

Kommentar von Everklever ,

Nein. Ich habe zunächst einmal nur gesagt, dass die Erwähnung und die Formulierung, in der das erfolgt, auffällig ist.

Antwort
von KleeneFreche, 35

Liest sich für mich jetzt wie ne Note 2.

Kommentar von Everklever ,

Liebe @KleeneFreche, das liegt vielleicht daran, dass man wohlwollende Formulierung nicht mit positivem Inhalt verwechseln darf.

In einem Arbeitszeugnis kann für Ungeschulte auch ein Ar°°htritt" noch als Dank oder Lob verstanden werden.

Antwort
von Everklever, 19

Ein Arbeits- oder Ausbildungszeugnis lässt sich nur dann wirklich bewerten, wenn es komplett, Wort für Wort, von der Überschrift bis zum Datum, vorliegt, hier natürlich in anonymisierter Form.

Überall, aber auch wirklich überall, können Hinweise für den sachkundigen Leser enthalten sein, die der Bewertung eine ganz andere Richtung geben als vermutet. Das gilt auch für (vermeintliche) Rechtschreib- und Zeichenfehler.

Was hier z. B. fehlt:

  • Angaben zum Betrieb (Branche, Größe)
  • Zeitraum
  • Beruf, Position
  • Fachkenntnisse und deren Anwendung
  • Gründe für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses
  • Dankes- und Abschlussfloskel (zwar nicht zwingend, aber üblich und meist sehr informativ)

Bei aller Vorsicht in der Beurteilung eines unvollständigen Zeugnisses:

Hier sind Widersprüche vorhanden und einige Bemerkungen lassen aufhorchen.

Antwort
von vierfarbeimer, 28

Das Zeugnis bescheinigt dir, dass du befriedigende und gute Arbeitsleistungen erbracht hast. Es entspricht einer Gesamtnote 2-3. Oder 3-2.

Kommentar von Everklever ,

Eine Bewertung auf Grund des vorgelegten Fragmentes halte ich für fehlsam.

Kommentar von Nightstick ,

... vornehm ausgedrückt :((

Antwort
von MaggieundSue, 23
Kommentar von Everklever ,

Eine gute 2...

Eine solche Bewertung traue ich mir nicht zu. Da fehlen einfach zu viele Informationen.

Zu deinem Link: Für eine halbwegs seriöse Aussage muss das Zeugnis komplett vorliegen. Aus einzelnen Fragmenten kann kein sachdienliches Urteil folgen.

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