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Arbeitszeugnis - Versteckte Aussage?

Frage von Schneeleopardin Schneeleopardin

Es handelt sich hierbei um ein älteres Arbeitszeugnis über einen Nebenjob den ich 3 Monate ausübte, aber zum Ende hin kündigte, da ich eine Festanstellung erhalten habe. Durch Zufall bin ich wieder darauf gestoßen und habe es mir durchgelesen.

Ich habe schon ein wenig gegoogelt, aber nichts passendes gefunden.

Wie kann man: "Frau ..... hat ihre Aufgaben zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt. Ihr Verhalten Vorgesetzten, Gästen und Kollegen gegenüber war stets einwandfrei. Ihre Pünktlichkeit und ihr freundliches Wesen sei nur vollständigkeitshalber erwähnt." verstehen?

Der erste Satz ist anscheinend die Note "sehr gut". Beim zweiten Satz habe ich gefunden dass das bedeuten soll es gab Probleme und zum letzten habe ich nichts passendes gefunden, aber ich habe das Gefühl dass das auch nicht im guten Sinne gemeint ist.

Ich hatte zwar mal eine kleine Auseinandersetzung mit einer Kollegin, aber das war nichts erwähnenswertes (nein, wirklich nicht!)

Meine Vorgesetzte war auch sehr traurig darüber das ich gekündigt habe und kontaktiert mich heute noch :-)

Das Zeugnis ist ohnehin unwichtig, aber mich würde einfach interessieren was hinter den drei Sätzen steckt.

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Antworten (10)

  • 1
    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von Che89 Che89

    Hallo..

    Hier habe ich einpaar Erklärungen zu deinem Arbeitszeugnis:

    "Frau ..... hat ihre Aufgaben zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt

    Deine Aufgaben hast du sehr gut erledigt! positiv

    Ihr Verhalten Vorgesetzten, Gästen und Kollegen gegenüber war stets einwandfrei.

    Auch damit waren sie voll zufrieden (stets) positiv

    Ihre Pünktlichkeit und ihr freundliches Wesen sei nur vollständigkeitshalber erwähnt.

    Sehr zufrieden waren sie mit deiner Pünktlichkeit sowie deiner Freundlichkeit nicht gewesen. Daher wird der Satz auch mit "nur" erwähnt. negativ

     

    Im allgemeinen finde ich dein Arbeitszeugnis sehr gut, doch deinen Vorgesetzten ist er nicht gut gelungen, da der Inhalt nicht wirklich einen Zusammenhang hat.

    • Die vorgeschriebenen Tätigkeiten wurden sehr gut von dir erledigt..
    • Dein Verhalten gegenüber Gästen, Kollegen und Vorgesetzten war sehr gut...

    Aber wozu der letzte Satz? Pünktlichkeit kann man doch nicht mit Freundlichkeit verbinden... ! Du hast aufjedenfall das Recht, dir diesen letzten Satz von deinen damaligen Vorgesetzten erläutern zulassen und sollte es doch noch "positiv" gemeint sein, kannst du aufjedenfall wiedersprechen und den Satz umformulieren lassen.

    Einige Firmen lassen "extra" solche versteckten, negativen Sätze in Texte tauchen, aus Frust zur Kündigung. Anscheinend konnten sie es nicht ertragen oder so.

    Naja, es war zwar nur ein Nebenjob aber zu einer ukünftigen Bewerbungsmappe, würde ich es nicht einfügen..

    Lg

     

    Kommentar von Schneeleopardin SchneeleopardinSchneeleopardin

    Danke das du dir die Zeit genommen hast mir das so ausführlich zu erklären. Kennst du dich damit aus? Bzw. Hast du damit zu tun? Du hast das wirklich gut erklärt!

    Ja. Das Zeungis ist an sich auch für mich unwichtig. Ich bin nur wieder darauf gestoßen und habe mich über den letzten Satz gewundert der mir doch etwas ... unfair erschien.

    Ich war tatsächlich immer pünktlich und freundlich. (sonst würde ich mich hier auch nicht an gutefrage.net wenden ;)) Ich weiß das die Vertretung der Leiterin nicht sehr glücklich über meine Kündigung war, obwohl meine Vorgesetzte selbst es verstehen konnte.

    Wahrscheinlich hast du Recht damit dass das eine Art "das hast du jetzt davon"-Satz ist :-)

  • 1
    Antwort von Kleinsorge Kleinsorge

    Grundsätzlich sollte ein Zeugnis nur dann bewertet werden, wenn es als Ganzes vorliegt.

    Da das Zeugnis für Sie aber nicht so wichtig ist, der Versuch einer Antwort:

    Frau ..... hat ihre Aufgaben zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt. Diese Bewertung entspricht der Note 2.

    stets zur vollsten = Note 1

    stets zur vollen; zur vollsten = Note 2

    Ihr Verhalten Vorgesetzten, Gästen und Kollegen gegenüber war stets einwandfrei.  Das Sozialverhalten wurde mit der Note 1 bewertet.

    Ihre Pünktlichkeit und ihr freundliches Wesen sei nur vollständigkeitshalber erwähnt. Hier hat die Ausstellerin des Zeugnisses etwas herumeiern müssen, da Pünktlichkeit selbstverständlich ist. Wenn die Pünktlichkeit in einem (nicht so guten) Zeugnis erwähnt wird, ist das als ein Alarmsignal zu verstehen. I

    Peter Kleinsorge

  • 1
    Antwort von ClariceClaptone ClariceClaptone

    Das Wort zur vollsten Zufriedheit ist die beste Auszeichnung, die es gibt.

    Die Passage Verhalten zu Mitarbeiter und Vorgesetzten muß enthalten sein, sie heißt das man korrekt miteinander umgegangen ist.

    verläßt unseren Betrieb auf eigenen Wunsch ist drin wenn du gekündigt hast, wenn nicht ist man entlassen worden.

    Auch die Dauer und Art der Beschäftigung muß drin sein.

    Du kannst zufrieden sein, ein bombiges Zeugnis!

    Kommentar von Schneeleopardin SchneeleopardinSchneeleopardin

    Ja. Nach den drei Sätzen kommt noch: "Frau.... verlässt unser Haus auf eigenen Wunsch, um eine Ausbildung zu machen. Wir wünschen ihr für ihre Zukunft alles Gute."

    Hälst du den dritten Satz nicht für eine versteckte Aussage?

    Kommentar von ClariceClaptone ClariceClaptoneClariceClaptone

    Nein das gehörte immer dazu. Wer dir wohlgesonnen ist, wünscht das dein Leben so erfolgreich sein möge, wie du es erhoffst.

    Ein altes 1. Z. enthielt mal: Sie war stets pünkktlich und ehrlich

    Ich habe in meinem Zeugnis, dem letzten Arbeitszeugnis nicht mal den Passus drin Arbeitverhalten zu Mitarbeiter und Vorgesetzten. Läßt bei Bewerbungen jedenfalls tief blicken, hat mir manche Absage eingebracht.

    Kommentar von Seehase SeehaseSeehase

    "Das Wort zur vollsten Zufriedheit ist die beste Auszeichnung, die es gibt." Da stimme ich dir zu allerdings fehlt zur 1 das "stets"!!!

  • 1
    Antwort von Seehase Seehase

    1. Satz= es fehlt das stets dann wäre eine 1

    2. Satz man könnte auch vorbildlich schreiben aber dennoch ist eine 1-2

    3. Satzt da wirds haarig. Damit hat man dir eins mitgegeben.!! Weil Pünktlichkeit ist eine Selbstverständlichkeit.

    Kommentar von Schneeleopardin SchneeleopardinSchneeleopardin

    Japp. Das dachte ich mir beim 3. Satz auch... was aber nicht gerechtfertig ist da ich, wie unten erwähnt, immer pünktlich war und freiwillig Überstunden geschoben habe, da nach mir niemand mehr kam und ich alleine in meiner Schicht war an der Rezeption

    Kommentar von Seehase SeehaseSeehase

    Ja, so mancher Personaler ist unberechenbar;) Ich spreche da aus eigener Erfahrung.

  • 1
    Antwort von Schmankerl Schmankerl

    letzter satz : unpünktlich und zickig.. aber ohnehin schnee von gestern. oder ?

    Kommentar von Schneeleopardin SchneeleopardinSchneeleopardin

    Ja. Unwichtig ist es. Ich fände es nur unfair, da ich wirklich IMMER pünktlich war und freiwillig Überstunden geschoben hatte... und selbst meine Vorgesetzte immer wieder zu mir sagte sie fände es schade das ich gehe und ich bin ihr so symphatisch (ohne Unterton ;))

  • 0
    Antwort von Schneeleopardin Schneeleopardin

    Zur Vollständigkeit:

    Ich war in diesem Betrieb an der Rezeption in einer Herberge beschäftigt, spät Abends und alleine ohne Kollegen. Nach mir kam niemand mehr zum "Schichtwechsel" und ich war immer pünktlich und hab freiwillig Überstunden geschoben damit alles fertig wurde

  • 0
    Antwort von KleineLeopardin KleineLeopardin

     

    Erster Satz hört sich soweit gut an.
    Das Verhalten war stets einwandfrei: Es war nicht so schlimm, dass es Einwände gab, vorbildlich war es jedoch auch nicht.

    Beim Dritten bin ich mir nicht sicher. "...sei nur vollständigkeitshalber erwähnt". Wäre es sonst nicht vollständig ? Bist du eventuell zu freundlich zu anderen Mitarbeitern und lässt dich dadurch von der Arbeit ablenken ? =)

    Kommentar von Schneeleopardin SchneeleopardinSchneeleopardin

    Ich war freundlich :) - bin schon sehr lange Zeit nicht mehr dort beschäftigt. Und nein, mit Kollegen habe ich nicht zusammen gearbeitet da ich da komplett allein für mich war.

  • 0
    Antwort von antonczerwinski antonczerwinski

    Für mich ist auch der zweite Satz sehr gut.

    Bei dem dritten Satz bin ich mir aber auch nicht sicher.

  • 0
    Antwort von Gabel1953 Gabel1953

    Schau mal hier hinein. Vielleicht hilft das etwas.http://www.personalrat.uni-muenchen.de/download/zeug_form.pdf Es gibt noch andere Seiten , wenn Du
    Arbeitszeugnis Formulierungen googlest.

  • 0
    Antwort von viioletteRose viioletteRose

    Auch wenn in diesen Zeilen vermeintlich nur das Beste geschrieben steht, so ist es grade mal eine Drei bis Vier. Und daß du mit deinen Kollegen und Gästen ständig Probleme hattest.

    Kommentar von Schneeleopardin SchneeleopardinSchneeleopardin

    Mit welchem Hintergrundwissen schreibst du das? (nicht das ich daran zweifle) ;)

    Tatsache ist aber das ich nie Probleme hatte, deswegen fände ich das nicht gerechtfertigt.

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