Frage von Margarete1950, 106

Ist die Arbeitszeiterfassung bei Teilzeit ungerecht?

Ich arbeite laut Arbeitsvertrag Teilzeit 25 Stunden in der Woche (wir haben 5 Tage Woche). 

Zu Beginn musste ich mich mit der Stundenverteilung festlegen. Nun wird unsere tägliche Arbeitszeit in einer Tabelle dokumentiert. 

Ich arbeite Mo und Di in Vollzeit, Mi und Fr halbe Tage und habe Donnerstag frei. Es gibt auch Wochen wo ich Tage tauschen muss (aus betrieblichen Gründen). 

Wenn ich jetzt die Wochen vor Weihnachten und vor Silvester betrachte fühle ich mich im Vergleich zu den Vollzeitkräften übervorteilt. 

  • Eine Vollzeitkraft (38,5 Stunden) arbeitet z.B. Mo 21.12. - Mi 23:12. je 8:15 Stunden = 24,45 Stunden
  • Bei mir wären das an diesen 3 Tagen 20,25 Stunden - mir wird keine Mehrarbeitszeit angerechnet, weil das ja so in dieser Tabelle festgelegt ist.

 In meinen Augen wären das 5,25 Überstunden. 

  • Ist diese Regelung, die zu Gunsten des Arbeitgebers geht richtig? 

Von anderen Arbeitsstellen kenne ich eine flexible Tabelle, die dem Arbeitnehmer gerecht wird. 

Danke

Antwort
von turnmami, 76

In den Jahren, wenn die Feiertage auf deine Vollzeittage fallen, bist du dafür im Vorteil. Das gleicht sich doch wieder aus...

Kommentar von Margarete1950 ,

danke, den Vorteil habe ich nicht - ich bin nur " Aushilfe "für 3 Monate.

Kommentar von turnmami ,

Würden die Feiertage aber von Montag bis Mittwoch liegen, würdest du auch nicht "meckern". Unsere Kollegin arbeitet nur von Mittwoch bis Freitag. Die hat heuer natürlich nicht mehr viele Arbeitstage. Dafür viel bezahlte Feiertage. Aber das kann man einfach nicht ändern. Allerdings haben wir eine tägliche "Sollarbeitszeit" und keine Wochenarbeitszeit. Unsere gewählte Stundenzahl pro Woche wird auf die Tage verteilt, die wir arbeiten und so die tägliche Stundenzahl ermittelt. 

Antwort
von Windspender, 69

Würde den schriftlich / mündlich abgemacht, wie du deine teilzeitstunden abarbeiten willst ? Wenn nicht, dann hat der arbeitgeber natürlich ( ich weiß es nicht ) die möglichkeit, dich so einzusetzen, wie es für den betrieb passt. 

ich arbeite auch teilzeit und ich hab meinen chef gesagt, wie ich meine arbeitzeit vorstelle. Alle Veränderungen sind dann von mir freiwillig.

Kommentar von Windspender ,

Zu Beginn musste ich mich mit der Stundenverteilung festlegen

> wie ? schriftlich oder mündlich ? oder hast du vorgaben einfach akzeptiert, wie jetzt die tabellenform ?

Kommentar von Margarete1950 ,

wir haben uns mündlich darauf geeinigt. Diese Tabelle ist Pflicht!

Kommentar von Margarete1950 ,

ist diese "starre" Tabelle tatsächlich rechtens? 

Kommentar von Windspender ,

Auszug:

[ Auch hat der Arbeitnehmer seinen Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung gemäß § 8 Abs. 2 spätestens drei Monate vor dessen Beginn geltend zu machen und dabei die von ihm gewünschte Verteilung der Arbeitszeit angeben. Obwohl der Antrag keiner besonderen Form unterliegt, ist die Schriftform generell zu empfehlen.]


[ Der Arbeitnehmer kann selbst bestimmen, in welcher Form die Verteilung der Arbeitszeit erfolgen soll. Es besteht entweder die Möglichkeit, nur die Anzahl der Wochenstunden herabzusetzen, oder aber eine spezielle Verteilung der Arbeitszeit vorzunehmen, beispielsweise eine Verteilung seiner Arbeitsstunden auf zwei oder drei Wochentage, während er die restlichen frei macht. Auch kann der betreffende Arbeitnehmer die Verteilung der Arbeitszeit davon abhängig machen, dass derArbeitgeber der gewünschten Verteilung zustimmt. Zwar ist der Arbeitnehmer nicht dazu verpflichtet, bereits in seinem Antrag die gewünschte Verteilung der Arbeitszeit anzugeben, doch spätestens in einem gemäß § 8 Abs. 3 TzBfG gesetzlich vorgeschriebenen Erörterungsgespräch muss er dies tun. Hat der Arbeitnehmer sich jedoch für eine bestimmte Verteilung der Arbeitszeit entschieden, so ist er an diese Entscheidung gebunden.]

http://www.juraforum.de/lexikon/teilzeitarbeit-verteilung-der-arbeitszeit

Kommentar von Windspender ,

Frag am besten beim Betriebsrat nach und lass es dir schriftlich geben, wie DU dir deine arbeitszeitverteilung vorstellst. Daran muss jeder sich halten bis du dich für ne veränderung entscheidest.

Wie geschrieben kann er dich fragen, ob du zu weihnachten deine zeiten anders nimmst, aber es wären ausnahmen. 

Kommentar von Margarete1950 ,

danke, ich versuche zu verhandeln. Jeden Tag 5 Stunden Vorgabe wäre eine Grundlage für einen flexiblen Einsatz. Mal sehen ob ich den AG überzeugen kann.

Kommentar von Windspender ,

Lass dich beraten oder schau, ob Teilzeitreglungen auch für Aushilfen gelten. Arbeitgeber haben für alles andere vorgaben und möglichkeiten. ich weiß nämlich nicht, ob aushilfen weniger rechte diesbezüglich haben, aber warum ? Probiere es aus bzw soll dir der AG es schriftlich zeigen, dass du andere rechte hast.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten