Frage von superK, 83

Arbeitszeiten Einsicht muss gewehrt werden?

Angenommen man muss jeden Tag seine Arbeitszeit selber notieren und am ende der woche dem Arbeitgeber übergeben. Hat man zu einem späteren Zeitpunkt das recht auf eine Kopie davon und/oder ein recht auf Einsicht?!

Antwort
von GanMar, 51

Sowohl selbstgeführte "Stundenzettel" als auch Stempelkarten sind Bestandteil der Personalakte, selbst wenn sie nicht zusammen mit Zeugnissen, Arbeitsvertrag etc abgeheftet werden. Und in diese Unterlagen hast Du selbstverständlich das Recht zur Einsichtnahme.

Kommentar von Nightstick ,

Bestandteil der Personalakte im weitesten Sinne ja, aber insbesondere auch Grundlage (und damit Bestandteil) der monatlichen Lohn- und Gehaltsabrechnung, weshalb selbstverständlich zumindest ein Recht auf Einsichtnahme besteht.

Um der Diskussion zu entgehen, wer für die Kopierkosten aufkommt usw., folgende Idee: Einfach vor Abgabe (!) ein Foto mit dem Handy machen - und gut... 

Kommentar von GanMar ,

Einfach vor Abgabe (!) ein Foto mit dem Handy machen

Manchmal sind Lösungen so einfach, daß man sie übersieht.

Kommentar von Nightstick ,

Ja, so ist es... :))

Antwort
von PeterSchu, 27

Das Betriebsverfassungsgesetz sagt dazu in Par. 82:

"(2) Der Arbeitnehmer kann verlangen, dass ihm die Berechnung und Zusammensetzung seines Arbeitsentgelts erläutert ... werden."

Als Grundlage dazu sind auch die Stundennachweise zu sehen. Mann muss dir also auf Nachfrage erläutern, welche Stundenzahl als Grundlage dient und wie diese nachgewiesen wurde. Wenn es einen Betriebsrat gibt, kannst du ihn dabei zu Rate ziehen.

Der Rat, für dich selbst Kopien davon aufzubewahren, ist natürlich auch wichtig.

Antwort
von StellaJuno, 38

Ich weiß nicht, ob man das Recht darauf hat. Könnte mir das aber schon vorstellen. Bei uns ist es so, dass alle Arbeitszeiten in einem Ordner aufbewahrt werden, der zwar abgeschlossen, aber für alle Mitarbeitenden zugänglich ist. Wir sind allerdings nur sechs Leute und daher ist es etwas übersichtlicher.
Aber prinzipiell spricht ja nichts dagegen, wenn du dir eine Kopie vor der Abgabe für dich anfertigst und dir einen Ordner anlegst.

Antwort
von Allexandra0809, 26

Ist bei uns auch so. Am Samstag wird der Zettel abgegeben. Ich mach mir aber immer vorher eine Kopie. Sollte der Kopierer mal defekt sein, schreib ich mir die Zeiten eben kurz ab.

Einsicht hast Du aber trotzdem.

Antwort
von Thather, 49

Ich würde Ja sagen. Wer ist für die Zeiterfassung und Aufzeichnung zuständig? Ich denke der Arbeitgeber. Und dann muss er Dir auch später Einsicht gewähren. Aber wenn Du das schon abfangen kannst, indem Du dir eine Kopie machst, dann brauchst Du nicht zu fragen....

Antwort
von Kuestenflieger, 30

jeder geselle der einen wochenzettel - mit mehrstunden, arbeitsbeschreibung. etc. ausfüllt - hat davon die urschrift im tageskalender.

da steht es in schmierschrift - auf dem wochenzettel in reinschrift. manche ließen das von der gattin -mit der besseren handschrift- schreiben.


Antwort
von Felipe123, 26

Allso ich las mir vom Chef immer ne Kopie machen lassen. Damit er weiss dass ich es überprüfe was er mir Zahlt. 

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