Frage von DoubleClutch, 90

Arbeitszeit kürzen und dann verlängern, hat die Kollegin recht?

Hallo,

eine Kollegin von mir bat den Chef, ihre Arbeitszeit zu kürzen, da ihr Freund schwer krank sei. Der Chef kam ihr entgegen und akzeptierte dies.

Ihr Freund ist Mitte Februar gestorben und sie kam fast 3 Wochen nicht zu Arbeit, sie rief auch laut dem Chef nicht an und die Krankschreibungen kamen auch sehr spät. Da dadurch eine Doppelbelastung für den kleinen Betrieb entstand und der Chef nicht planen konnte, aufgrund der zu spät eingereichten Krankschreibungen und dem nicht Bescheid geben, wurde sie für den letzten Monat freigestellt und auch gekündigt.

Da ich mit ihr ab und zu in Kontakt bin, erzählte sie, dass sie ihr volles Gehalt verlangen wird, da ihr Freund gestorben sei und die Verkürzung der Arbeitszeit, sprich auch die Vergütung verfallen sei. Der Chef lehnte ab, da sie sich weder mündlich noch schriftlich dazu geäußert hat.

Ich mag sie zwar, aber stehe bei dieser Sache hinter dem Chef, auch wenn der Schmerz sicher schwer ist, finde ich, dass der Chef Recht hat.

Aus Neugierde würde ich gerne wissen, ob die Kollegen Recht hat mit dem "entfallen"?

Antwort
von Hexe121967, 54

eine kürzung der arbeitszeit und der damit verbundenen kürzung des gehaltes wird doch in der regel schriftlich vereinbart. wenn sie krankschreibungen nicht rechtzeitig eingereicht hat, gilt das als unentschuldigtes fehlen. dafür steht ihr dann garkeine vergütung zu. für den monat der freistellung steht ihr das zu was im vertrag steht.

bei allem verständnis für trauer und leid, aber auch da muss man sich an regeld halten.

Kommentar von DoubleClutch ,

Also für die Verkürzung liegt angeblich etwas schriftliches vor, allerdings nichts für die Wiedereinführung der normalen Arbeitszeit nach dem Tod.

Kommentar von Hexe121967 ,

na dann ist doch alles geregelt. verlangen kann die kollegin viel aber ob sie es auch bekommt??

Antwort
von Halbammi, 31

Das wird der Chef sich aber freuen.

Er kommt ihr entgegen, sie kümmert sich einen Dreck um ihn und seinen Betrieb, kommt ihren Pflichten nicht nach und  jetzt soll er ihr auch noch Geld hinterherwerfen.

Ich hoffe der Chef hat alles schriftlich gemacht, die KOllegin abgemaht für ihre Pflichtverletzung ( verspätete Abmeldung) und dann mit Recht die Kündigung ausgesprochen. Wenn er die Vereinbarung der Stundenreduzierung nachweisen kann muss er auch nicht plötzlich das volle Gehalt zahlen.


Das wird wohl vor dem Arbeitsgericht enden.

Antwort
von Deepdiver, 42

Da sie wahrscheinlich nach Stundenlohn bezahlt wird, und eine Arbeitszeit verkürzt hat, wird sie wahrscheinlich auch nur für diese Stundenzahl entlohnt werden.

Eine Krankmeldung ist dem Arbeitgeber unverzüglich anzuzeigen und einzureichen. Kommt sie dem nicht nach, kann der Chef sie abmahnen.

Eine Abmahnung wegen fehlender Krankmeldung oder eine Abmahnung wegen verspäteter Krankmeldung ist hingegen zulässig, denn der Arbeitnehmer ist verpflichtet sich in einem engen Zeitfenster beim Arbeitgeber krank zu melden.

http://www.abmahnung.org/krankheit/

Antwort
von Joschi2591, 42

Wenn ich das richtig verstehe, will sie vollen Lohn, obwohl mit dem Chef eine Verkürzung der AZ und Vergütung vereinbart war. Gibt es eine schriftliche Vertragsänderung?

Ich denke, sie hat unrecht und wird vor Gericht auf den Bauch fallen, bei so vielen Versäumnissen von ihrer Seite.

Kommentar von DoubleClutch ,

Also für die Kürzung liegt angeblich was schriftliches vor, allerdings nicht für die Wiedereinführung der normalen Arbeitszeit nach dem Tod.

Kommentar von Halbammi ,

Eine Kürzung ist eine Änderung des Arbeitsvertrages, die so lange gilt wie im Vertrag vereinbart oder auf Dauer. Da hat sie ZUM GLÜCK schlechte Karten.

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