Frage von Capsplace, 192

Arbeitszeit im Sicherheitsgewerbe?

Hallo zusammen,

ich arbeite nun seit ungefähr 3 Monaten im Sicherheitsgewerbe und habe bisher immer durchschnittlich 240 Stunden monatlich gearbeitet. Mit einem Nettoeinkommen von ungefähr 1.500 Euro kam ich also relativ gut über die Runden.

Nun wurden meine Arbeitszeiten jedoch diesen (und voraussichtlich auch nächsten) Monat auf lediglich 100 Stunden gekürzt (wir haben z.Z. einfach nicht genügend Aufträge, bei denen eine Bewachung von 8 Stunden oder mehr am Stück erforderlich ist). Letzten Endes macht das nur noch ein Nettoeinkommen von ungefähr 700€ . Zu wenig um davon zu leben.

Deswegen meine Frage: Ist mein Arbeitgeber verpflichtet, mich für eine bestimmte Arbeitszeit zu entlohnen, selbst wenn ich diese nicht verrichtet habe? Heißt im Klartext: Ich arbeite unfreiwillig nur 100 Stunden, bezahlen muss er jedoch trotzdem für sagen wir mal 160.

Im Tarifvertrag (Freistaat Sachsen) konnte ich diesbezüglich leider nichts finden (vielleicht bin ich auch einfach blind) und in meinem Arbeitsvertrag stand lediglich, dass Beginn und Ende meiner Arbeitszeit nach den Erfordernissen geregelt wird.

Und sollte mein Arbeitgeber nicht zu oben genannten verpflichtet sein, gibt es dann eine Möglichkeit mich für die nächsten 2 Monate beim Arbeitsamt zu melden um eine Art Zuschuss zu erhalten? Nach den 2 Monaten müsste es voraussichtlich wieder besser werden und ich komme auch wieder auf 200 Stunden und mehr.

Danke schon einmal für die Antworten.

Liebe Grüße Capsplace

Antwort
von BalTab, 136

stand lediglich, dass Beginn und Ende meiner Arbeitszeit nach den Erfordernissen geregelt wird.

Dann hast du die A-Karte.

Wenn da nicht eindeutig drinne steht "Vollzeit" ist da so zulässig. Ist im Wachdienst durchaus keine Seltenheit. Quelle: Meine Arbeit in dem Bereich, auch im Büro.

Für Zuschüsse in Fällen, wo das Einkommen nicht aus reicht ist das JOB-CENTER zuständig.

Schnellstmöglich dort anrufen und einen Termin machen!

Kommentar von Capsplace ,

Sowas in der Art hatte ich mir schon gedacht, schade.

Aber auf jeden Fall danke für die Hilfe!

Kommentar von BalTab ,

Blöde Falle. Hatte mal eine AG-Wechsel, und bei meinem neuen Vertrag stand drüber "Teilzeitvertrag". Ich wunderte mich doch sehr, und auf Rückfrage gab es diese Erklärung. Bei einem "Vollzeitvertrag" kannst du auf eine Mindeststundenzahl bestehen  (Wo die aktuell ist, weiß ich nicht dürften aber eben diese 240 Stunden sein.)

Wachdienst ist ein Bereich, wo ziemlich viel im Argen liegt, und wo viel betrogen wird

Kommentar von Nightstick ,

Ja, eine ziemlich miese Branche :((

Konkret: Anders sähe es nur aus, wenn im Arbeitsvertrag auf einen gültigen Tarifvertrag verwiesen würde, und darin Vereinbarungen über die Vergütung von Mindeststunden getroffen wären.

Das muss geprüft werden - vor dem Gang zum JobCenter!

Antwort
von sigi1234, 137

Was steht denn im Arbeitsvertrag?

Kommentar von Capsplace ,

Wie bereits erwähnt, stand dort lediglich, dass Beginn und Ende meiner Arbeitszeit nach den Erfordernissen geregelt wird. Keine Mindestarbeitszeit o.ä.

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