Frage von allefragen9, 48

Arbeitszeit - Anwesenheit - Überstunden - Mehrarbeit?

Hallo zusammen,

wie ist folgender Passus aus dem Arbeitsvertrag eurer Meinung nach zu werten?

"Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, auch über die betriebsübliche Arbeitszeit hinaus zu arbeiten sowie im zulässigen Rahmen Mehr- und Überarbeit auch an Sonn- und Feiertagen zu leisten. Diese wöchentliche Arbeitszeit von bis zu XXX Stunden wird nicht gesondert vergütet und ist mit der genannten Vergütung abgegolten."

Folgende Frage hätte ich auch noch dazu: Wenn die Arbeitszeit lt. Arbeitsvertrag 40 Stunden beträgt (Feste Zeit von 7-16 Uhr incl. 1 Std. Mittag) wann muss ich dann am Arbeitsplatz sein. Kann der Chef verlagen, dass ich XX Minuten vorher am PC sitze? und auch XX MInuten länger bleibe? Wenn ja wie lange vor- bzw. nachher?

Gibt es hier jeweils einen Absatz im Arbeitsrecht wo das geregelt ist?

Danke.

Antwort
von gfntom, 32

Den Absatz finde ich schon bemerkenswert. Insbesondere da da steht "verpflichtet" und nicht "erklärt sich bereit". Es kommt natürlich an, wie hoch dieses XXX ist, aber es hört sich für mich an: arbeite bis zum Umfallen, extra bezahlt bekommst du das nicht.

Die zweite Frage erübrigt sich dadurch fast: du mußt bis XXX Stunden ohnehin Mehrarbeit leisten. Prinzipiell sehe ich es aber so: du mußt von 7-16 (ausgenommen Mittagspause) anwesend sein, darüber hinaus kannst du es dir selbst einteilen (außer eventuell es gibt einen begründeten betrieblichen Grund dass du darüberhinaus anwesend sein musst)

Kommentar von Nightstick ,

Eine konkrete Obergrenze gibt das ==> Arbeitszeitgesetz (ArbZG) vor!

Ich würde diesen Passus nur unterschreiben, wenn mein Brutto-Jahresgehalt mindestens 54.000.- Euro beträgt.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community