Frage von kabatee, 30

Arbeitsvertrag nicht schriftlich und keiner weis eigentlich wie er dran ist?

Ich weis auch ein mündlicher Arbeitsvertrag ist gültig aber nun rumort es in der Abteilung und keiner weis eigentlich genau auf was man sich da eingelassen hat. Besonders im Urlaub gibt es verschiedene Regelung wegen der Länge( verschiedene Ansprücke einer 20Tg, 24 Tg bis zu 36 Tg), einer soviel der andere mehr oder weniger! Jetzt da eine Kollegin gekündigt wurde und die das ein gefädelt hat auch gehen will ist es einfach unerträglich das Klima. Die eine Kollegin geht und kommt wie es ihr passt und das kanns wirklich nicht sein! Was kann man machen?

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeit, 23

Wie wäre es denn, wenn Ihr einen Betriebsrat gründet?

Der hat bei vielen Dingen, u.a. auch bei den Urlaubsregelungen, ein Mitspracherecht.

Wir haben in unserem Betrieb über Urlaubsgrundsätze eine Mitarbeiterbefragung bei den Kolleginnen und Kollegen gemacht und eine entsprechende Betriebsvereinbarung mit der Geschäftsleitung getroffen.

Ein AG muss grundsätzlich beim Urlaub die Urlaubswünsche des AN berücksichtigen (§ 7 Abs. 1  Bundesurlaubsgesetz). Wenn aber dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer AN, die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang haben, diesen entgegenstehen, kann der AG diese auch ablehnen.

Das Bundesurlaubsgesetz sieht vor, dass Urlaub am Stück genommen wird. In den meisten Firmen wird das nicht möglich und auch von den AN nicht gewollt sein. Es muss aber mindestens einmal ein Urlaub von zusammenhängend zwei Wochen gegeben/genommen werden.

Wenn ein AN unbedingt zu einem bestimmten Termin Urlaub haben möchte und der AG lehnt ab, bleibt noch der gerichtliche Weg. Man kann beim Arbeitsgericht eine Leistungsklage zu diesem bestimmten Termin und mit der bestimmten Länge des Urlaubs erheben. Ob das aber jemand macht, sei dahin gestellt.

Antwort
von Herb3472, 28

Mit dem/der Chef/In bzw. Abteilungsleiter/In eine Mitarbeiterbesprechung vereinbaren und die Möglichkeit eines schriftlichen Arbeitsvertrags erörtern.

Antwort
von 19BVB09, 30

Ein Arbeitsvertrag muss spätestes 2 Wochen nach Tätigkeitsbeginn niedergeschrieben werden, um genau diesem aus dem Weg zu gehen.

Kommentar von Familiengerd ,

spätestes 2 Wochen

Um genau zu sein:

Das Nachweisgesetz NachwG schreibt in § 2 die Niederschrift und unterschriebene Aushändigung der wesentlichen Vertragsbedingungen (sie werden im Gesetz genannt) an den Arbeitnehmer innerhalb von 1 Monat nach Arbeitsbeginn vor.

Kommentar von 19BVB09 ,

Danke für diese äußerst genaue Information :)

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community