Frage von Sanigoescrazy, 47

Arbeitsvertrag an Maßnahme gebunden,wann muss Chef Bescheid geben?

Ich arbeite in einer Integrationsgruppe an die mein Vertrag gebunden ist.Da es keine neuen Anmeldungen gibt wird die Gruppe wahrscheinlich zum 31.07 auslaufen.Das heißt ich hätte keinen Job mehr,Wann muss man mir spätestens bescheid geben?Man sagte mir erst 2 Wochen vorher,ziemlich unfair wie ich finde.Stimmt das,oder sind es vielleicht 4 Wochen?Auch schwierig wenn man sich neu Bewerben will und nicht weiß was Sache ist!

Antwort
von Novos, 30

Bei einem Zweitvertrag kennt man das Ende schon am Anfang und kann sich darauf vorbereiten und rechtzeitig um einen "Plan B" kümmern.

Kommentar von Sanigoescrazy ,

Ein Zeitvertrag an sich ist es ja nicht.Er ist ja nicht befristet für 2 Jahre oder so.Er ist an die Maßnahme gebunden.Das heißt keine Integrationskinder ,keine Arbeit.Es könnte ja aber sein das in 2 Wochen noch Anmeldungen kommen,ich aber schon einen neuen Vertrag für einen anderen Arbeitgeber habe.Abgesehen davon das man sich seinen Arbeitnehmer nicht warm halten sollte,kann man doch verlangen das einem RECHTZEITIG bescheid gegeben wird.Wäre der Vertrag auf ein bestimmtest Datum fest gelegt,ist das ja was anderes....aber das ist hier nicht der Fall!!!!

Kommentar von Novos ,

Die Maßnahme hat doch sicher ein terminiertes Ende und dann kommt eine, oder keine Folgemaßnahme.

Kommentar von Sanigoescrazy ,

NEIN,hat sie eben nicht.Ich zitiere: Der Arbeitsvertrag ist wegen Vorliegen eines sachlichen Grundes nach § 14 Abs. 1 des Teilzeit - und Befristungsgesetzes in der jeweils geltenden Fassung, und zwar für die Dauer der Einrichtung einer Integrationsgruppe befristet.

Kommentar von Novos ,

Wenn Du schon einen neuen Arbeitvertrag unterschreiben kannst (bei einem neuen AG) dann teile das dem jetzigen mit, dass Du dich darauf eingestellt hast, dass die Maßnahme zum 31.07. ausläuft und dich um einen neuen job ab 0108. gekümmert hast.

Kommentar von Familiengerd ,

Der Arbeitsvertrag ist also sachgrundbefristet nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz TzBfG § 14 "Zulässigkeit der Befristung" Abs. 1.

Die Information, die man Dir laut Deiner Frage gegeben hat, ist richtig:

Ein sachgrund- oder zweckbefristeter Vertrag endet mit Zweckerreichung oder Wegfall des Sachgrundes, frühesten aber 14 Tage nach der schriftlichen Mitteilung des Arbeitgebers darüber (TzBfG § 15 "Ende des befristeten Arbeitsvertrages" Abs. 2).

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