Frage von Herzchen4382, 65

Wie lange vorher muss ich Arbeitssuchendmeldung abgeben nach Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben?

Beende im Juni dieses Jahres meine Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben. Der Träger ist meine Rentenversicherung. Nun wird uns ständig gesagt, wir sollen uns 3 Monate vorher bei der Arbeitsagentur Arbeitssuchend melden. Nun habe ich dort angerufen und dort wurde mir nun gesagt, das diese 3 Monate nicht für Teilnehmer einer Umschulung über den Rententräger mit Übergangsgeld ist!? Am telefon wurde mir gesagt, das dies im §38 SGB III stehen würde. Aber da kann ich nicht über meine Situation finden!? Nun nochmals meine Frage! Wie lange vorher muss ich mich Arbeitssuchend melden?

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Arbeitsamt, 65

Ob du das musst oder nicht ist doch egal,mach es einfach,habe ich auch gemacht,musst ja nicht persönlich hin,kannst es ja online oder per Anruf machen,schaden kann es auf keinen Fall !

Man muss es normalerweise nicht,hatte da auch Kollegen dabei die sich erst am letzten Tag der Maßnahme arbeitslos gemeldet haben,die haben dann auch ohne Probleme ihr Anschlussübergangsgeld von der RV - bekommen,wenn sie nicht noch min. 3 Monate Anspruch auf ALG - 1 hatten.

Kommentar von isomatte ,

§ 38 Abs. 1 S. 5 SGB - lll

Der regelt die NICHT - Meldepflicht für Auszubildende in einer betrieblichen Ausbildung und die Teilhabe am Arbeitsleben ( Umschulung ) kommt ja einer Ausbildung gleich,deshalb reicht es sich am ersten Tag der Arbeitslosigkeit persönlich arbeitslos zu melden.

Antwort
von DerHans, 64

Du musst dich "arbeitssuchend" melden sobald du von der drohenden Arbeitslosigkeit Kenntnis erhältst.

Der Sinn liegt ja darin, dich möglichst nahtlos in eine weitere Beschäftigung zu vermitteln.

Erfahrungsgemäß verschlechtern sich die Aussichten rapide, wenn du einmal arbeitslos bist.

Am ersten Tag der tatsächlichen Arbeitslosigkeit musst du dich dann PERSÖNLICH arbeitslos melden.

Kommentar von isomatte ,

@ Hans liest du dir überhaupt die Fragen durch ????

Kommentar von DerHans ,

Es geht doch hoffentlich nicht darum, möglichst lange Leistung zu kassieren, sondern so schnell wie möglich der Vermittlung zur Verfügung zu stehen.

Kommentar von isomatte ,

Was denkst du denn hat mal vor der Teilhabe am Arbeitsleben versucht ?

RICHTIG - die gesundheitlich eingeschränkten in Beschäftigung zu bringen,was ihnen ja offensichtlich nicht gelungen ist,sonst hätte man die Teilhabe am Arbeitsleben nicht gebraucht.

Oder bist du da anderer Ansicht ?

Kommentar von DerHans ,

Ja aber gerade dann wäre es doch VOR Ende der Maßnahme wichtig, sich möglichst schnell um einen Anschluss zu bemühen.

Kommentar von isomatte ,

Und was bringt das wenn man diese Menschen vorher auch nicht in Beschäftigung gebracht hat ?

Nichts,daran ändert auch die Teilhabe am Arbeitsleben nichts,dadurch hat man in den meisten Fällen auch nicht mehr Chancen als vorher.

Kommentar von DerHans ,

Dann wäre diese Maßnahme ja von vorne herein sinnlos und Geldverschwendung.

Kommentar von isomatte ,

Das ist doch nichts neues oder ?

Ich kann dir das aus eigener Erfahrung sagen,mit mir haben diese Maßnahme 12 Personen gemacht und nicht eine hat im Anschluss eine Beschäftigung gehabt.

Kommentar von DerHans ,

Das ändert doch nichts daran, dass man sich "umgehend" arbeitssuchend melden muss.

Kommentar von isomatte ,

Eben nicht lieber Hans !

Lies dir mal den § 38 Abs.1 S. 5 SGB - lll durch,der gilt für Azubis in einer betrieblichen Ausbildung und da diese Umschulung / Maßnahme als Ausbildung angesehen werden muss,ist dieser auch hier anzuwenden.

Es besteht dann eben keine Meldepflicht wie üblich,sondern da reicht es wenn man sich am ersten Tag der Arbeitslosigkeit persönlich arbeitslos meldet.

Sonst hätten meine Kollegen von damals auch kein Anschlussübergangsgeld von der RV - bekommen.

Kommentar von DerHans ,

Dann geht es also doch nur darum. möglichst lange Unterstützung zu erhalten und eben NICHT darum, wieder ins Arbeitsleben zu kommen.

Kommentar von isomatte ,

Du verstehst es nicht oder willst es nicht verstehen !

Die Leute werden in aller Regel an der Anmeldung schon abgefertigt,wenn sie da sagen um was es geht,weil die Mitarbeiter es gar nicht möchten,weil es nicht notwendig ist und sie auch so genügend zu tun haben.

Bevor man solch eine Leistung von der RV - gezahlt bekommt,ist man in der Regel schon längere Zeit ohne Beschäftigung und ist bemüht in eine solche wieder zu kommen und man wird da intensiver betreut als normal voll arbeitsfähige / leistungsfähige Personen.

Meinst du nicht das gerade diese Personen zeigen das sie arbeiten wollen,denn so einfach ist es nicht eine Teilhabe am Arbeitsleben zu bekommen,da muss man manchmal ganz schön kämpfen und da ist man selber während der Umschulung / Maßnahme an Bewerbungen schreiben,da braucht man kein Amt dazu.

Ich kann dir sagen was sie mir angeboten haben,ich habe mich rechtzeitig Arbeit suchend gemeldet,weil ich eben nicht nur Gelder abfassen wollte,obwohl ich es hätte nicht müssen.

In diesen 3 Monaten habe ich ein Stellenangebot bekommen,dass in einem Getränkehandel,mit folgenden Einschränkungen,Rücken kaputt ( Bandscheiben ),beide Beide kaputt,kein langes stehen,gehen,sitzen,es ginge noch weiter,aber das reicht ja schon.

Und wenn man dann den Hinweis auf die ärztlichen Gutachten gibt,dass man diese Beschäftigung nicht ausüben kann,dann heißt es man will ja gar nicht arbeiten.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community