Frage von NoDiscussion, 62

Arbeitsrecht, was soll/kann ich tun?

Guten Abend zusammen.

Vorab, bitte ich um Antworten von Leuten, die fundierte Kenntnisse darüber haben, was ich tun kann oder nicht.

Folgender Sachverhalt liegt vor:

zum 01.03.2016 wurde ich als Quereinsteiger in einer Brandschutzfirma angestellt. Halbes Jahr Probezeit. Gelernt hat man nicht wirklich was, nur das was man selber machen durfte. Schulungen gab es keine. Auch sollte ich Aufgaben durchführen für die man eigentlich Schulungen oder Nachweise haben muss (Feuerlöscher prüfen etc). Der Chef des ganzen nimmt es hier nicht so ernst. Die Probezeit verstrich und ich wurde übernommen. Während der Probezeit erhielt ich ein Festgehalt. Nach der Probezeit erhielt ich nun ein Leistungsbezogenes Provisionsgehalt. NUR Provisionsgehalt. Dies orierntierte sich bis heute am Festgehalt, wirklich mehr war es nicht. Betrieb ist ein Mischmasch aus Familienbetrieb und neutralen Mitarbeitern. Das die Söhne und Schwiegersöhne vermehrt die schönen Aufgaben erhalten ist aber kein Geheimnis. Nun folgendes: Ich habe zum 15.12.2016 die Kündigung erhalten (Ja, Arbeitsamt bla bla ist erledigt). 15.11. war Dienstag. Habe da normal gearbeitet und wegen eines Gesundheitlichen Problems Mi, Do und Fr Krankmachen müssen. Gestern kam ich in die Firma und mein Firmenwagen sowie all mein Werkzeug (Firmeneigentum) wurde schon an den neuen Mitarbeiter übergeben (übrigens, Familienmitglied). Die vorhergehende Aussage, ich soll bis Ende alles noch behalten da ich noch Baustellen habe wurde also über das Wochenende verworfen.

Nun Gut. Eigentlich sollte ich die restlichen 3 Wochen mit einem Kollegen am Flughafen arbeiten, das wurde nun aber wegen mangelnder Aufträge nichts. Ich soll morgen also in der Firma arbeiten. Der Chef will draußen eine Überdachung für Fahrzeuge haben. Beton gegossen etc wurde schon. Jedoch habe ich den Verdacht, das ich nun meine restliche Zeit an der Firma verbringen darf und nur noch "Schrott schaufeln" darf anstatt als Monteur zu Baustellen zu fahren.

Meine Frage hierzu: Darf er das und ist das Rechtens?

Leistungsbezogenes Gehalt ohne Baustellen, da kommt denke ich nicht so viel bei rum während alle anderen nen reibach verdienen dürfen?

Antwort
von Feuerherz2007, 43

Ja, das darf er, denn es wurde ja nicht explizit im Arbeitsvertrag festgehalten, für was du zuständig bist. Nimm es gelassen, das Thema hat sich ja ohnehin bald erledigt und man kann sich auch schnell mal erkälten, wenn du weißt, was ich damit meine.

Kommentar von NoDiscussion ,

Meine benannte Tätigkeit laut Abeitsvertrag ist: "Monteur im Außendienst"

Kommentar von Feuerherz2007 ,

Das ist so weitläufig, da kann man alles hinein interpretieren.

Kommentar von NoDiscussion ,

Naja, ich würde aber schon sagen das eine Tätigkeit im Außendienst in einer Brandschutzfirma nicht vergleichbar ist mit "Arbeiten im Regen auf dem Hof weil man Werkzeug und Firmenwagen schon weggenommen bekommen hat und ein Carport bauen, Schrott wegbringen etc pp"

Kommentar von Feuerherz2007 ,

Hier Leute, der Fragesteller wurde gekündigt, da ist die Motivation des Arbeitgebers ohnehin beim Teufel, ihm was tolles zum Arbeiten zu geben. Er soll froh sein, wenn er seinen Lohn noch bekommt!

Kommentar von NoDiscussion ,

By the Way, auch darum mache ich mir noch sorgen da ich vom Hörensagen diverser Kollegen schon so einiges gehört habe.

Man versteht die Lohnabrechnungen sowieso nicht da diese unnachvollziehbar verschleiert sind.

Für mich ist nun eher wichtig, das ich mich nicht ausbeuten lasse und ggf das ganze auch anwaltlich behandeln lasse.

Es geht mir darum das die ganze Masche des Chefs sehr hinterlistig und hinterrücks ist und er dies scheinbar auch genießt und ich mir da nun nicht auf den Eiern rumtrampeln lasse. Es mag ja Arbeitnehmer geben die auf sowas stehen, bei mir ist man damit allerdings an der falschen Adresse

Kommentar von Nightstick ,

Wenn Dich die ganze Sache so mitnimmt, solltest Du den Arzt Deines Vertrauens dazu einmal befragen...

Im übrigen hättest Du, wenn eine private Nutzung des Firmenwagens vereinbart ist, den Pkw bis zum offiziellen Ausscheiden (15.12.2016).

Das letzte Problem ist das Arbeitszeugnis, das gemäß §§ 109 GewO, 630 BGB anzufordern (gewesen) ist. Ich empfehle, es nach Erhalt hier vollständig, jedoch anonymisiert, einzustellen und von unseren Zeugnisexperten bewerten zu lassen.

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