´nabend.
Diese Frage bitte nur beantworten wenn man sich der Antwort sicher ist, Vermutungen bringen mir nix.
Bin Nachtportier in einem Hotel. Arges Chaos, wenig Personal. Hab normalerweise alle 2 Wochen 2 Nächte frei. Klappt aber dieses Jahr vorne und hinten nicht.
Nun steht, zum 4ten Mal dieses Jahr, wieder zweiwöchiges Durcharbeiten an, kein Personal das mich vertreten kann, Rekord dieses Jahr sind 4 Wochen ohne Ausgang.
Kann ich trotzdem einfach frei machen? Ich bin nicht unmotiviert und mag meine Arbeit, mein Zwischenzeugnis ist eine glatte 1, aber ich geh körperlich und auch geistig am Stock nach nun 18 Monaten mit dem Chaos.
Muss ich es via Krankenschein machen oder ist es ohne Folgen wenn ich zb sage, Do und Freitag werden ich frei machen? Ob ich den Tagdienst in Chaos bringe ist mir relativ egal, die machen ihr frei...
Thx,
Uli
Hallo Peter
So sieht es aber leider in der Gastronomie aus. Jungköche arbeiten ohne Überstundenbezahlung oder Freizeitausgleich im Monat 200-230 Stunden, das Gleiche gilt für das Servicepersonal.
Deshalb kann ich nur müde lächeln, wenn mal wieder gestritten wird, ob 38,5 Stunden oder 39 gearbeitet werden sollten.
Und die Betriebe haben auch meist keinen Betriebsrat..........weil es angeblich ja vom Personal nicht gewünscht wird.
Genau, so ist die Realität...
Hallo pacole1,
die Arbeitgeber verlassen sich darauf dass sich niemand wehrt. Wo kein Kläger, da kein Richter.
Erfüllt der Betrieb die notwendigen Voraussetzungen gemäß §1 BetrVG (mindestens 5 Arbeitnehmer, von denen 3 wählbar sind), kann der Arbeitgeber die Betriebsratswahl nicht verhindern. Jede Behinderung oder Verhinderung einer Betriebsratswahl ist ungesetzlich und kann geahndet werden.
Es ist dringend zu empfehlen sich von der zuständigen Gewerkschaft bei der Betriebsratswahl unterstützen zu lassen. Zudem empfehle ich eine Mitgliedschaft in der Gewerkschaft, weil der Arbeitsrechtsschutz für Mitglieder kostenlos ist.
Nicht verheimlichen will ich dass jeder der sich gegen Ausbeutung wehrt damit rechnen muss massivst unter Druck gesetzt zu werden.
Für mich wäre (ist) dies aber erst recht ein Grund sich zu wehren, da Betriebe keine rechtsfreien Zonen sind und auch nicht sein dürfen.
Peter Kleinsorge