Frage von connyum, 88

arbeitsrecht fragen?

hallo leute mein mann arbeitet jetzt schon über 20 jahre in der gleichen firma. jedes jahr haben sie ein fedbeeckgespräch das steht auch jetzt wieder an nun ist es so das die firma langsam aber sicher alle alten mitarbeiter die knapp 14€ haben die std rausekeln wollen. die neuen mitarbeiter werden mit 8,50 eingestellt egal ob gelernt oder ungelernt. diese mitarbeiter bekommen jedes jahr eine sogenannte gehaltsangleichung und die alten hasen sind schon seit jahren auf dem gleichen level. ist so etwas rechtens? die ungelernten mitarbeiter die schon ein paar jahre da sind verdiehnen jetzt mitlerweile so viel wie welche die weit über 20 jahre dabei sind. einen betriebsrat gibt es nicht, da angeblich damals alle dagegen gestimmt haben, was natürlich auch nicht der wahrheit enspricht. des weiteren gibt es von der gleichen Firma einen sitz in bayern und einen in Thüringen. des verdienst driftet auch hier sehr weit auseinander. wie soll sich mein mann und seine kollegen verhalten oder können sie irgendetwas tun um auch mal wieder eine gehaltserhöhung zu bekommen? Die firma ist an den Tarif der IG Metall angelehnt so seht es im vertrag. Danke schon einmal im vorraus

Antwort
von toomuchtrouble, 37

Vermutlich hat der Teamleiter oder wie auch immer der Vorgesetzte heißt, auch demnächst seine Zielkontrolle, nach der er alle entbehrlichen Leute, die nach altem Tarif entlohnt werden, binnen 1 oder 2 Jahren entsorgen soll.

Der Betriebsratszug dürfte abgefahren sein, dazu haben die alten Hasen nicht schnell genug geschnallt, dass der Hase in Richtung 8,50 Zombies läuft, die wahrscheinlich schon die Mehrheit bilden.

Sonst solltest Du Deine Frage etwas mehr strukturieren

  • Ausbildung
  • Alter
  • Betriebszugehörigkeit
  • Welches Bundesland? (Thüringen oder Bayern)
  • Gewerkschaftsmitglied?
  • Letzte Anpassung der Löhne
  • Wird nach der Monatsgrundlohntafel für gewerbliche Arbeitnehmer gezahlt? http://www.igmetall-bayern.de/metall-elektro/

Er und seine Kollegen sollten zügig in die IG Metall eintreten, dann erhalten sie kostenlose Rechtsauskunft und v.a. Rechtsbeistand. Außerdem beraten die bei einem erneuten Versuch, vielleicht doch noch einen Betrieibsrat zu gründen.

Ich habe bei einer Bertelsmann-Tochter eine Entlassungswelle von altgedienten Lagermitarbeitern erlebt, die auch 20 Jahre und mehr auf ihrem kaputten Buckel hatten. Die wurden erst durch permanente neue Aufgabenbereiche reifgeschossen und dann im Weihnachtsgeschäft in Himmelfahrtskommandos gejagt und haben Liefertermine vergeigt. Zuletzt gab es ein Abfindungsangebot von 10 Monatsgehältern, das die meisten entnervt angenommen haben.


Antwort
von Turbomann, 32

@ connyum

jedes jahr haben sie ein fedbeeckgespräch das steht auch jetzt wieder an

Das machen viele Firmen einmal im Jahr, dass die Mitarbeiter bewertet werden.

Nur bei so langjährigen Mitarbeiter wird sich nach über 20 Jahren von der Arbeitskraft und von den Leistungen her leider nicht mehr viele Steigerungen, wie bei neuen und jüngeren Mitarbeitern ergeben.

Also wird wohl derjenige der die Mitarbeiter bewertet, dann seine Kreuzchen meistens an dieselbe Stelle setzen.

Betriebsrat gibt es keinen, (wegen Gewerkschaft)  mir fällt da höchstens noch die nächst höhere Stelle vom unmittelbaren Vorgesetzten und dort um Gehaltserhöhung anfragen.

Antwort
von Maximilian112, 13

Das kann schon sein, das damals keiner einen BR wollte. Das könnte heute schon anders sein.

Gerade bei diesem Problem finde ich eine Gewerkschaftszugehörigkeit wichtig. Individuell wird das keiner stemmen.

Arbeitnehmer ohne BR geben am Betriebstor die Hälfte ihrer Rechte ab.

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