Frage von marcar 26.08.2010

Arbeitsrecht Arbeitsvertrag

  • Hilfreichste Antwort von muab77 26.08.2010

    Freiberufler, 400€, zwei Diplome und ich verstehe nur Bahnhof!?

    Wehren, wogegen sich wehren... sie werden mit Sicherheit nicht den Fehler begehen und nach den befristeten Arbeitsverträgen einen unbefristeten zu machen und das erkennt man ja deutlich an der Überlegung mit dem Freiberufler! Tja, klar kann man das als Freiberufler machen und dann ganz böse sein... weil, es gibt ja diese Regelungen bezüglich der Scheinselbständigkeit! Weil, wenn man nur einen Auftraggeber hat, dann zählt man nicht als Selbstständiger! Wie das dann im einzelnen abläuft weiß ich persönlich nicht, weil ich mehr die Leute darauf bringe, darauf zu achten, dass sie nicht Scheinselbstständig sind!

  • Antwort von Kleinsorge 26.08.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Mir erscheint das arbeitsrechtlich zumindest sehr grenzwertig, was Sie beschreiben, aber es wird praktiziert.

    Befristungen:

    Gemäß §14 Absatz 2 Teilzeit- und Befristungsgesetz, hat Ihr Arbeitgeber die Möglichkeiten so gut wie ausgeschöpft.

    Es gilt:

    Die kalendermäßige Befristung eines Arbeitsvertrages ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes ist bis zur Dauer von zwei Jahren zulässig; bis zu dieser Gesamtdauer von zwei Jahren ist auch die höchstens dreimalige Verlängerung eines kalendermäßig befristeten Arbeitsvertrages zulässig.

    Bis hierhin ist noch alles okay.

    Ihr Arbeitgeber hat nun das Problem dass er Sie fest einstellen müsste, da die zulässige Höchstgrenze von 2 Jahren für die Dauer der kalendarischen Befristung fast ausgeschöpft sind.

    Nun versucht Ihr Arbeitgeber dies zu umgehen, er möchte Sie auf Honorarbasis beschäftigen.

    Honorarbasis:

    Es kommt mittlerweise häufiger vor dass Lehrer auf Honorarbasis beschäftigt werden. Diese Praxis ist aber sehr umstritten und wäre dazu geeignet Tarifverträge auszuhebeln, vorausgesetzt dass es genügend Pädagogen gibt, die bereit sind auf Honorarbasis zu arbeiten.

    Zu beachten ist auch dass Sie als Freiberufler ein erhöhtes Haftungsrisiko, gegenüber einem Lehrer im öffentlichen Dienst, haben.

    Des weiteren müssen Sie Ihre Altersvorsorge, Krankenversicherung aus der eigenen Tasche bestreiten.

    Aus finanzieller Sicht lohnt sich das für Sie nicht diesen Job anzunehmen!!!

    Deshalb würde ich Ihnen empfehlen sich auf jeden Fall arbeitsrechtlich beraten zu lassen, da die rechtsverbindliche Beantwortung Ihrer Frage doch von enormer Tragweite für Sie ist.

    Sie sollten sich bei einem Fachanwalt für Arbeitsrecht rechtlich beraten lassen.

    Wenn Sie Mitglied bei der zuständigen Gewerkschaft (ver.di) sind (oder werden wollen), können Sie sich auch dort rechtlich beraten lassen.

    Wenn Sie mich persönlich fragen:

    Ich halte das Ansinnen Ihres Arbeitgebers für inakzeptabel und würde an Ihrer Stelle dankend ablehnen, da können Sie in vielen Minijobs Ihr Geld leichter verdienen. Ich würde an Ihrer Stelle versuchen an einer anderen Schule bzw. in einem anderen Bundesland zu besseren Konditionen unterzukommen.

    Hier noch ein guter Link.

    http://www.sozialhilfe24.de/sozialhilfe-forum/ftopic26401.html

    Ich drücke Ihnen die Daumen, dass Sie eine Ihrer Qualifikation angemessene Arbeitsstelle finden.

    Peter Kleinsorge

  • Antwort von alphalpha 26.08.2010

    Hier um diese Uhrzeit kompetente Antworten erwarten: Zuviel verlangt! Aber was spricht dagegen, das Honorar nach dem bisherigen Verdienst + Krankenversicherung + etc. auszurichten?

  • Antwort von blondie1705 26.08.2010

    Um diese Zeit kompetente Antworten? Musst Du morgen nicht zur Schule, dass Du jetzt noch am PC bist?

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