Hallo,
Welche Gründe führten zwischen 1949 und 1999 zu den Arbeitslosenzahlen?
Kann mir die wer beantworten?
mfg OkamaSanji
Hallo,
Welche Gründe führten zwischen 1949 und 1999 zu den Arbeitslosenzahlen?
Kann mir die wer beantworten?
mfg OkamaSanji
1949 Verabschiedung des Tarifvertragsgesetzes (9.4.1949). Artikel 9 Absatz 3 Grundgesetz: Verankerung der Koalitionsfreiheit. Tarifliche Stundenlöhne zwischen 59 Pfg. (Landwirtschaft) und 1,77 DM (Bauwirtschaft), Gehälter zwischen monatlich 175 DM (Fleischerhandwerk) und 531 DM (Chemieindustrie); Lohnabschläge bzw. niedrigere Lohngruppen für Frauen. 1950er Jahre Tarifpolitik im Zeichen des “Wirtschaftswunders” Zahlreiche Arbeitskämpfe – Durchsetzung “periodischer Tarifrunden” – Verkürzung der Wochenarbeitszeit. 1950-53 Lohnstreiks in verschiedenen Wirtschaftszweigen, darunter: Bauindustrie, Land- und Forstwirtschaft, Metallindustrie, grafisches Gewerbe, Textil- und Werftindustrie. 1954 18-tägiger Streik in der bayerischen Metallindustrie endet mit einer faktischen Niederlage: Anhebung der Löhne und Gehälter, aber Verschlechterung des Lohngruppenschlüssels; Maßregelung von Streikteilnehmern. Öffentlicher Dienst: erstmals tarifliche Sonderzahlung (“Weihnachtsgeld”); später: Stahl (1965), Chemie, Bau, Banken (1971), Metall (1972), Holz, Textil, Versicherungen (1973), Druck (1974). 1955 Urteil des Bundesarbeitsgerichts gegen “Frauenlohngruppen” in Tarifverträgen, die in den folgenden Jahren bzw. Jahrzehnten nur sehr langsam aus den Tarifverträgen entfernt wurden. 1956 1. Mai: “Samstags gehört Vati mir” - Kampagne des DGB zur Einführung der 5-Tage-Woche mit 8 Stunden täglicher Arbeitszeit. Verkürzung von 48 auf 45 Stunden Wochenarbeitszeit in der Metallindustrie. Vereinbarung der 40-Stunden-Woche für die Zigarettenindustrie (1957 - 1959). 1956/57 16-wöchiger Streik in der schleswig-holsteinischen Metallindustrie um die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. 1959 5-Tage-Woche im Steinkohlenbergbau. Später u.a.: Versicherungen (1960), Banken (1961), Holzverarbeitung (1963), Druck (1969). 1960er Jahre Zwischen “Konzertierter Aktion” und spontanen Streiks Abschied vom “Wirtschaftswunder" und Übergang zu “kapitalistischer Normalität” – erste Wirtschaftskrise – zurückhaltende Lohnpolitik führt zu spontanen Arbeitsniederlegungen. 1962 Erstmals tarifliches Urlaubsgeld in der holzverarbeitenden Industrie, später: Papier, Metall, Textil (1965), Chemie, Druck (1966), Steinkohle (1969), Einzel-, Großhandel (1971). 1963 Zweiwöchiger Arbeitskampf in der baden-württembergischen Metallindustrie: 120.000 Streikende und 250.000 Ausgesperrte (!). 5 % mehr Lohn, weitere 2 % im Jahr 1964. 1965 Druckindustrie: Einführung der 40-Stunden-Woche. Baugewerbe: Tarifvertrag über vermögenswirksame Leistungen, in den 70er Jahren auch in zahlreichen anderen Tarifbereichen. 1967 Beginn der “Konzertierten Aktion” von Bundesregierung, Arbeitgeberverbänden, Gewerkschaften und Bundesbank (Grundlage: Stabilitäts- und Wachstumsgesetz von 1967). Ausscheiden der Gewerkschaften anläßlich der Arbeitgeberklage gegen das Mitbestimmungsgesetz von 1976. 40-Stunden-Woche in der Metallindustrie und in der Holzverarbeitung; gefolgt u.a. von Bau (1969), Chemie, Papier, Textil (1970), Einzelhandel (1971), Versicherungen (1973), Banken, öffentlicher Dienst (1974), Landwirtschaft (1983). 1969 Spontane Streikwelle (“Septemberstreiks”) nach Tarifverträgen mit langen Laufzeiten und sehr moderaten Lohnerhöhungen (Stahl, Metall, Textil, öffentlicher Dienst): betriebliche Zulagen und verkürzte Tariflaufzeiten. 1970er Jahre Boom, Wirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit Zunächst aktive Lohnpolitik der Gewerkschaften – nach Kriseneinbruch 1974/75 und ansteigender Arbeitslosigkeit: Konzentration auf Rationalisierungs- und Einkommensschutz. 1971 Erster Arbeitskampf in der chemischen Industrie nach 50 Jahren; Ergebnis: 7,8 % Lohnerhöhung und schrittweise Tarifierung des 13. Monatsgehalts. 1973 Spontane Streiks zur Durchsetzung von Teuerungszulagen. Lohnrahmentarifvertrag II für die Metallindustrie Nordwürttemberg-Nordbaden: Mindesterholzeiten für ArbeiterInnen im Leistungslohn, Mindesttaktzeiten am Fließband (1,5 Minuten), Kündigungs- und Verdienstschutz für ältere ArbeitnehmerInnen. 1974 Nach dreitägigem Streik im öffentlichen Dienst: 11 % mehr Lohn, mindestens 170 DM. 1978 Absicherungstarifvertrag in der baden-württembergischen Metallindustrie: Schutz gegen rationalisierungsbedingte Abgruppierung. Nach Streik: Abschluss eines Tarifvertrages zur Absicherung gegen die sozialen Risiken der neuen rechnergesteuerten Satzsysteme in der Druckindustrie. 1978/79 Streik in der Stahlindustrie um die 35-Stunden-Woche; Ergebnis: 30 Tage Jahresurlaub (ab 1982), zusätzliche Freischichten für ältere Arbeitnehmer und Schichtarbeiter. 6 Wochen Urlaub in der Folge auch bei: Textil (1981), Metall, Versicherungen (1982), Steinkohle, Druck (1983), Papiererzeugung, Holz, Banken (1984). 1980er Jahre Arbeitszeitverkürzung und qualitative Tarifpolitik Die achtziger Jahre werden geprägt vom Kampf um kollektive Arbeitszeitverkürzung – doch nur für einen kleineren Teil der Beschäftigten erreichen die Gewerkschaften die tarifliche 35-Stunden-Woche. 1984 Erneuter Beginn des Kampfes um die 35-
Vielen Dank für die schnelle Antwort ;D
hoffe du findest da was^^
Vielen Dank für die schnelle Antwort ;D