Frage von Ekalz, 36

Arbeitslosigkeit droht unmittelbar - womit muss ich mit meinen Lebensverhältnissen rechnen?

Guten Tag ihr Lieben.

Ich arbeite in einem kleinem Handwerkerunternehmen als Büro-Sachbearbeiter seit ca. 18 Monaten. Nun ist es so, dass es so aussieht, als würde wegen zu geringer Auslastung einer von vier Leuten aus dem Büro gehen müssen. Da ich gerne den den Teufel an die Wand male, nehmen wir mal an, dass es mich treffen wird.

Mein bisheriges Bruttogehalt beträgt ungefähr 1800 € bei einer Vollanstellung. Ich wohne aktuell in einer Zwei-Zimmer Wohnung á 359 € Kalt, kann aber durch viel Glück in die schönere Zwei-Zimmer Wohnung von einem Bekannten ziehen, der mir nur die tatsächlichen Kosten als Miete berechnet. Das beträgt 410 € bei 54 qm² exkl. Internet, Strom und Gas. Der Umzug steht für dieses Wochenende an und steht auch bereits seit einem Monat fest. Ich wohne übrigens allein.

Ich habe eine Rücklage von ca. 2.000 €, wovon ich ca. 1.000 € für neue Möbel und eine Waschmaschine ausgeben wollte/müsste(tatsächlich kaputt).

Wenn nun der Hammer fällt und ich entlassen werde, wie würden diese Umstände auf mich auswirken? Würde das Amt die Wohnung kurzzeitig tragen? Wie steht es mit dem Umzug, der ja schon in Stein gemeißelt ist?

Dass der Lebensstandard übergangsmäßig etwas abfällt ist mir klar, ich habe nicht vor, lange untätig zu sein :).

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Arbeitsamt, Arbeitslosengeld, Jobcenter, 9

Wenn du innerhalb von 2 Jahren min. 1 Jahr Versicherungspflicht nachweisen kannst,dann hast du die Anwartschaftszeiten für das Arbeitslosengeld ( ALG - 1 ) erfüllt !

Hast du also angenommen nur 18 Monate innerhalb von 2 Jahren dauerhaft mehr als 450 € pro Monat verdient,also versicherungspflichtig warst,dann stünde dir 9 Monate ALG - 1 zu,bei 24 Monaten würden es 12 Monate = 360 Tage sein.

Dein Anspruch wird dann zwar nach deinem durchschnittlichen Bruttoeinkommen der letzten 12 Monate vor der Arbeitslosigkeit berechnet,aber davon gehen dann ja noch Abzüge weg,du kannst also als Single mit etwa 60 % deines durchschnittlichen Nettoeinkommens der letzten 12 Monate vor der Arbeitslosigkeit rechnen.

Hättest du z.B. min. ein Kind was Anspruch auf Kindergeld hätte,dann wären es 67 %.

Sollte das dann deinen Bedarf nach dem SGB - ll ( ALG - 2 oder besser bekannt als Hartz - lV ) nicht decken,dann könntest du vorrangig Wohngeld beantragen und wenn du da auf Grund von zu geringem ALG - 1 keinen Anspruch hättest,dann könntest du nur noch zusätzlich ALG - 2 beim Jobcenter beantragen.

Bei ca. 1800 € Brutto müsstest du bei Steuerklasse 1 etwa 1267 € Netto bekommen,dass wären dann bei 60 % etwa 760 € - 800 € ALG - 1 pro Monat.

Für das Wohngeld bräuchtest du dann als Mindesteinkommen etwa 80 % deines Bedarfes nach dem SGB - ll,also nach deinem Umzug läge der dann bei derzeit min. 404 € Regelsatz + etwa 410 € für die KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) und davon bräuchtest du dann min. 80%,aber Strom / Internet zählen beim Wohngeld und auch beim Jobcenter nicht.

Bei einer pauschalen Miete würde das dann ggf.zumindest beim Jobcenter anders sein,die müsste dann normalerweise so berücksichtigt werden,für das Wohngeld kann ich es dir nicht genau sagen.

Aber wenn du angenommen ca. 800 € ALG - 1 bekommen würdest und dein Bedarf nach dem Umzug dann bei etwa 814 € liegen würde,dann würde dir das Jobcenter in der Regel nur 30 € Versicherungspauschale ( theoretisch ) vom ALG - 1 abziehen,du hättest dann als anrechenbares Einkommen etwa 770 €,würdest dann ggf.noch etwa 44 € als so genannte Aufstockung vom Jobcenter bekommen,wenn du nicht vorrangig Anspruch auf Wohngeld hättest.also deinen Bedarf mit ALG - 1 und Wohngeld decken könntest.

Im Internet gibt es kostenlose Rechner für Wohngeld,da findest du auch welche für das Arbeitslosengeld,da wüsstest du dann in etwa was dir zustehen könnte und ob du dann vorrangig Wohngeld,oder dann doch ALG - 2 beantragen müsstest bzw.könntest.

Wenn du noch ein KFZ - hättest und ggf.anderweitig noch gesetzlich vorgeschriebene Beiträge für Versicherungen zahlen müsstest,dann würden die auf Antrag und nachweislich beim Jobcenter dann auch berücksichtigt,dein anrechenbares Einkommen würde sich dann also noch mal verringern und deine Aufstockung steigen.

Antwort
von Tamtamy, 11

Hallo,

am besten ist es, du informierst dich selbst, dann sonst einige Fehlinformationen auftauchen.

Hier mal ein Einstieg:

https://www.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdatei/mdaw/...

Wenn dir ALG 1 zusteht, dann gibt es von der Agentur für Arbeit keine weiteren Leistungen für Miete etc. - Evtl. könnte dir Wohngeld zustehen, da müsstest du dich extra informieren.

Antwort
von herakles3000, 5

Wen du arbeitslos  wirst dann meldest du dich beim Amt und beantragst Arbeitslosengeld das sind 60-63% von deinem Letzten Nettolohn ca. und nach 6 Monaten  wird das alg 2  das sind dann ca 400-413 e + Miete..

Wen zb deine Wohnung in den  kosten für eine Sozialwohnung mit Wohnberechtiegungschein .

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community