Arbeitslosigkeit Depression und Faul nicht mehr die selbe Sabrina was tun ?

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4 Antworten

Liebe Sabrina!

Das was du fühlst, ist eigentlich ein ganz normaler Umstand in Deiner Situation. Du möchtest - aber du kannst nicht!

Du hast keine Aufgabe, keinen Antrieb und kein Ziel. Im Briefkasten Absagen, die Dich runter ziehen, einen Haushalt, der nicht tagesfüllend ist und es im Grunde egal ist, wann Du was machst und zermürbende Langeweile.

Frust pur, weil Du nichts tun kannst bzw. arbeiten und daher eben nicht ausgelastet und gefordert bist.

Wenn es zu einem Vollzeitjob nicht reicht, kümmer Dich um einen 450 Euro Job.

Setz Dir tägliche Ziele, die Du erreichen MUSST - natürlich nicht nur der übliche Haushalt sondern jeden Tag um 10 Uhr einen Spatziergang von 30 Minuten.

Mach Dich schick, frisier Deine Haare schön und schmink Dich und zieh nicht nur Labberklamotten an - auch wenn Du "nur" zuhause bist. Du fühlst Dich rausgeputzt einfach besser.

Kauf Dir eine 10er Karte fürs Fitnessstudio. Oder mach einen VHS-Kurs. Oder Nordic-Walking mit einer Gruppe. Oder ein Ehrenamt bei der Tafel. Erkundige Dich bei Diakonie oder Caritas.

Und sei um Himmels Willen stolz drauf, wenn Du was geleistet hast! Egal was - und wenn es "nur" die frisch geputzten Fenster im ganzen Haus sind.

Weißt Du, Du erkennst Dein Problem sehr gut! Dein Körper ist ein Schweinehund - aber dein Geist - der ist sehr fit! Tritt Dich selbst in den Hintern - vorerst sicherlich nur Kleinigkeiten. Aber das hebt wirklich die Laune, wenn Du mal was außer der Reihe geschafft hast.

Fernseher aus, Handy aus, weg von Facebook und co. Kümmer Dich um Dich selbst - auch wenn Du grad gar keine Lust darauf hast. Verwöhne Dich mit einem schönen Bad.

Arbeit ist nunmal ein Stück Lebensqualität - und die fehlt Dir im Moment. Hilfreich in solchen Lebenssituationen sind Baldrian und co. In der Apotheke gibt es pflanzliche Mittel, die wirklich sehr gut sind und einem in solchen Momenten sehr gut helfen.

Versuch, positiv zu denken: Wetter schön, Wohnung aufgeräumt, eine nette Idee fürs Mittag- oder Abendessen. Beim Einkaufen sich ein Tässchen Kaffee gönnen.

So wie Du Dich fühlst, das strahlst Du halt auch aus. Lächle, auch wenn es Dir besch*issen geht. Geh aufrecht. Metzel die negativen Gedanken nieder.

Du schaffst das! Du weißt was das Problem ist - dann pack es an der Wurzel. Wenn Du keine Arbeit bekommst, dann schaff Dir selbst welche ;-)

Alles Liebe!

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Deine depressive Episode wirst du vermutlich nicht mehr alleine los. Hole dir medikamentöse Unterstützung vom Facharzt für Psychiatrie und suche nach einem Psychotherapeuten/in, der/die dich begleitet in dieser Phase. 
"Reiß dich zusammen" ist kontraproduktiv, einem Kranken sagst du auch nicht, reiß dich zusammen und steh auf.
Es ist okay, wenn du nur im heute lebst.
Sei liebevoll zu dir, tue dir Gutes, du hast es verdient. Vielleicht gelingt es dir, dass du manchmal spazieren gehst, hinaus in die frische Luft, wenn es dir nicht gelingt, dann gemeinsam mit deinem Mann. Wenn es nicht gelingt, dann ist es auch okay.
Rede mit deinem Mann, der nur zuhören soll und dir keine Ratschläge geben soll.
Auch wenn es dauert und du dir im Moment nicht vorstellen kannst, du wirst die Krise bewältigen. Alles Gute.

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Geh lieber mal zum Arzt und erzähl ihm das, was du gerade hier geschrieben hast. Es gibt für solche "Fälle" ein Kurangebot das von der Krankenversicherung (oder Rentenversicherung) bezahlt wird. So ein Aufenthalt dauert um die 4-6 Wochen. Lg

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Kommentar von kugel
25.09.2016, 10:33

Die Fragestellerin braucht keine Kur - sondern schlichtweg eine Arbeitsstelle!

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Kommentar von TheDream34
25.09.2016, 10:45

Doch! Aus der Distanz schwer zu beantworten, aber ein Freund von mir hatte ähnliche Symptome/Probleme. Es liegt dann ein Burnout/Depression vor, die sind also derzeit arbeitsunfähig.  Damit sich das ändert und sie bald in die Kasse der Bundesrepublik einzahlen soll, zahlt sowas die Rentenversicherung oder Krankenversicherung (weiß das gerade nicht ausm Kopf)

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Hallo Sabrina,

das was du beschreibst schildert genau das was ich selbst auch durchmachen musste.

Man kann dafür keine richtigen Worte finden. Deswegen hab ich dazu immer gesagt ich sitz einer einer Sinnlosigkeit fest.

Ich habe damals mein Beruf gelernt und dann war ich Arbeitslos für 3 Monate und die 3 Monate waren genauso wie du sie beschreibst. Man wird wach und ist müde und man hat ja eh nix zu tun. Der Dreck ja der ist morgen auch noch da der läuft schon nicht weg. Und dann läuft man Gefahr in eine Sucht hineinzugeraten. Bei mir war es die Onlinespielsucht.

Ich hab die Reissleine gezogen indem ich ein Radikalschlag unternommen habe. Ich bin umgezogen in eine neue Stadt und habe einen neuen Beruf erlernt.

Natürlich ist es jetzt nicht für jeden möglich einen so derben Neuanfang zu wagen.

Aber versuch doch einmal dich beruflich neu zu orientieren. Was würde dich am meisten reizen?

Versuch die Dinge zu tun die du schon immer machen wolltest auch wenn die Überwindung schwer ist aber wenn du ersteinmal vor Ort bist wirst du merken wie gut es tut.

Ich wünsche dir alles Gute.

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