Ich versuche einem Freund bei seinem beruflichen Weg zu helfen - was nicht so einfach ist.
Kurz zur Situation: B. ist 25 Jahre. Er hat nach dem Realschulabschluss (recht schlecht) eine Ausbildung zum Maurer abgeschlossen. Allerdings nur, weil sein Vater wollte, dass er was handwerkliches lernt. Er selbst ist eher intellektuell und diskussionsfreudig, was ihm weder bei seiner Ausbildung noch bei der Arbeit geholfen hat :)
Er hat dann einige Zeit auf dem Bau gearbeitet, war aber immer geistig unterfordert.
Dann hat er seinen Meister versucht - ist beim ersten Mal durchgefallen in einer Prüfung, hat im Folgejahr die Anmeldefrist verpasst und hat dann den Abschluss geschafft. Seitdem arbeitet er immer mal wieder auf dem Bau oder als Hausmeister irgendwo. Ist aber sehr unglücklich damit.
Für eine Umschulung ist er zu jung, sagt das Amt. Noch eine Ausbildung ist schwierig, da er Meisterbafög zurückzahlen muss und alleine wohnt.
Was fällt euch da ein?
Diese Antwort finde ich super.
Es ist nur sehr schwer, ihn aus seinem Loch zu ziehen. Zumal seine Eltern immer noch sehr großen Einfluss auf ihn haben. Er arbeitet immer mal wieder als ungelernte Kraft, bekommt dafür recht viel Geld, aber wird - wenn die Auftragslage schlecht ist - natürlich auch als erstes entlassen. Und in der Zwischenzeit bekommt er seinen Po nicht hoch um sich umzuorientieren.
Er hat mir mal gesagt, er traut sich das nicht zu. Er sei dumm etc. Von seinen Freunden haben viele studiert und er nicht mal Abi.
Ich hoffe immer noch, dass er irgendwann mal sein Leben selbst in die Hand nimmt - aber ich warte da schon 5 Jahre drauf.