Nach der Tagesschaufanfare hat der Nachrichtensprecher 15 Minuten Zeit. Manchmal entfallen 5-10 Sekunden darauf eine "Arbeitslosenquote" mitzuteilen. Eine schöne griffige Zahl, die man sich merken kann.
Diese Zahl stammt aus der regelmäßig in Nürnberg, bei der Bundesagentur für Arbeit abgehaltenen Pressekonferenz. Sie wurde ermittelt von Menschen dieser Behörde, die natürlich nicht neutral oder unvoreingenommen Bericht erstattet.
Eine differenzierte, kritische Berichterstattung in Zeitungen, Fernsehen, Radio... braucht natürlich mehr Zeit als die paar Sekunden in den Nachrichten und verlangt von Journalisten allerhand Einarbeitung in die komplizierten Verhältnisse. Das fängt schon bei der seltsamen Formel an, mit der die "Erwerbslosenquote" berechnet wird und endet noch lange nicht damit, dass die Sachbearbeiter der Arbeitsagenturen vor Ort umso besser angesehen sind, je mehr Arbeitssuchende sie aus ihren Karteien schmeißen können, obwohl die Betroffenen sich selber verständlicherweise als "arbeitslos" wahrnehmen. ABM, 1-Euro-Job, Krankheit, Sperrzeit... reduzieren die offizielle Zahl, nicht die tatsächliche Zahl der Arbeitslosen.
Als kritischer und interessierter Bürger bleibt einem nur, auf die Handvoll fähiger Journalisten zu warten, die sich die Mühe machen mehr zu liefern als die dummdreisten Gestalten von RTL, Sat1 und Co..
Solche Journalisten gibt es, einige arbeiten sogar bei ARD und ZDF.
Eine andere Möglichkeit ist es, zu versuchen die Zahlen selber zu recherchieren. Die Bundesagentur veröffentlich natürlich wesentlich mehr, als was man in den Nachrichten zu hören bekommt. Dazu muss man sich allerdings durch einen Wust von Zahlen kämpfen und einige Kenntnisse erwerben, um diese Zahlen richtig zu interpretieren.
Hinter dem Link findet sich ein Anfang...
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000000/html/start/index.shtml
Nur, warum werden wir Deutschen derart manipuliert in der Berichterstattung. Meines Erachtens zahlen wir GEZ-Gebühren um eine manipulationsfreie Berichterstattung zu erhalten. Durch diese Art der Berichterstattung finde ich die GEZ-Gebühr als hinfällig aufgrund gesetzlich vorgegebener Auftrags-Nichterfüllung