1

Arbeitslosenunterstützung im Kommunismus ??

Frage von Fcb4livE Fcb4livE

Wie war das zb in der DDR ? Wie haben das Menschen gelebt die nicht arbeiten ''konnten'' ?

Fragen zu gleichen Themen finden

Antworten (7)

  • 5
    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von James131 James131

    Die DDR war KEIN kommunistisches Land. Also ist die frage insoweit falsch. Selbst nach der Verfassung der DDR war diese sozialistisch.
    Daneben gab es fuer erwerbsunfaehige eine rente. Ich weiss nun nicht, was das >> ... ''konnten'' ... << heissen soll, aber auf bei erkrankungen wie alkoholismus oder wenn mensch real keine arbeit gefunden hatte gab es eine art sozialhilfe. Wenn meinst, dass ALG II empfaenger nicht wollen und das damit erfragen wolltest, dann ist die frage nicht nur dumm, sondern zeugt von absolutem unwissen ......

    Kommentar von Fcb4livE Fcb4livEFcb4livE

    Nein nein nein! Du hast mit dem ''konnten'' falsch verstanden. Ich bin mir bewusst dass dieses Geschwätzt von wegen Harz 4 -Empfänger könnten arbeiten und wollen nicht weil sie so gut leben geschwätz ist. Ich hab mich nur so ausgedrückt weil im kommunismus keiner arbeitslos war und dann wollte ich halt fragen was mit denen ist die wirklich nicht arbeiten konnten. kranken, behinderte, drogensüchtige....sowas halt. Also danke für die Antwort :D

    Kommentar von James131 James131James131

    Es gab auch da menschen, die sogar offiziell keine arbeit hatten, nur wurden die ebenso wie heute gut versteckt und erhielten eine art sozialhilfe. Wer gar nicht konnte, bekam, wie oben bereits geschrieben eine rente und weitere verguenstigungen.
    Aber noch mal, die DDR war NIE kommunistisch und hat sich auch nie so bezeichnet, das ist allein im nachhinein von anderer propaganda so dargestellt worden. Sozialismus ist NICHT Kommunismus, beides unterscheidet sich und sollte auch unterschiedlich behandelt werden.

    Kommentar von James131 James131James131

    Es gab auch da menschen, die sogar offiziell keine arbeit hatten, nur wurden die ebenso wie heute gut versteckt und erhielten eine art sozialhilfe. Wer gar nicht konnte, bekam, wie oben bereits geschrieben eine rente und weitere verguenstigungen

    Kommentar von Claud18 Claud18Claud18

    Es gab eine Art "Berufsverbot", z. B. bei Ausreisewilligen. Aber Unterstützung erhielten diese Leute deshalb noch lange nicht. Meist kamen sie dann in kirchlichen Einrichtungen unter bzw. als Friedhofsgärtner oder Heizer.

    Kommentar von James131 James131James131

    Ganz so, wie beschrieben, dass gar keine Hilfe, ist falsch. Selbst fuer die mit dem Berufsverbot belegten gab es sehr wohl offizielle unterstuetzung. Was die hilfe der kirche angeht, so war das wohl eher eine glueckssache und von ettlichen faktoren abhaengig, also mal nicht ueberbewerten, das mit penguin & co.

    Kommentar von Claud18 Claud18Claud18

    Also, das mit der offiziellen Unterstützung für Ausreisewillige, das halte ich für ein Gerücht. Wo hätte man die denn beantragen sollen? Mein Freund war wegen eines Ausreiseantrages selbst eine Zeitlang arbeitslos (hatte dummerweise gekündigt und wurde wegen des Ausreiseantrages nirgends mehr eingestellt), er erhielt keine Arbeit, keine Unterstützung und wurde noch in die Mangel genommen, wovon er denn lebe (er hatte den Eindruck, man wolle ihn zu kriminellem Verhalten provozieren, um ihn anschließend einsperren zu können). Schließlich fand er dann doch wieder einen Job.

    Kommentar von Claud18 Claud18Claud18

    Also, das mit der offiziellen Unterstützung für Leute mit Berufsverbot, das halte ich für ein Gerücht. Wo hätte man die denn beantragen sollen? Mein Freund war wegen eines Ausreiseantrages selbst eine Zeitlang arbeitslos (hatte dummerweise gekündigt und wurde wegen des Ausreiseantrages nirgends mehr eingestellt), er erhielt keine Arbeit, keine Unterstützung und wurde noch in die Mangel genommen, wovon er denn lebe (er hatte den Eindruck, man wolle ihn zu kriminellem Verhalten provozieren, um ihn anschließend einsperren zu können). Schließlich fand er dann doch wieder einen Job, allerdings nicht bei der Kirche.

    Kommentar von Dorfrocker DorfrockerDorfrocker

    Versteckt wurden die nicht.Im Rat der Stadt(so hieß die Stadtverwaltung offiziell)gab es ein Amt für Aebeit.Und da saßen diese Leute dann.Und warteten auf Zuweisung einer Arbeitsstelle.Da waren sowohl Hilfsarbeiter als auch Doktoren darunter... Offiziell hießen die auch Arbeits-SUCHENDE.Und nicht Arbeitslose,denn die gab es ja im Sozialismus nicht.:-)

    Kommentar von James131 James131James131

    Versteckt im sinne von nicht offiziell gelistet. Es gab ein Recht und eine Pflicht auf arbeit, mit entsprechenden konsequenzen, das ist richtig. Das die auf hilfe bei arbeitssuche, denn nicht immer wurde zugewiesen, von Rat der Stadt , oder bei Kleinstaedten vom Rat des Kreises , betreut und finanziert wurden ist dagegen richtig.
    Versteckt dennoch, denn ebenso wie in sinnlosen massnahmen untergebrachte heute oder zum abmelden von arbeitssuche "ueberredete" oder in Buergerarbeit mit weiterem ALG II bezug oder in sogenannten Ein-Euro-Job untergebrachte oder in Bildungsmassnahmen untergeschobene, waren die meisten eben nicht offiziell arbeitslos, insoweit versteckt

    Kommentar von Claud18 Claud18Claud18

    Unter "versteckter Arbeitslosigkeit" verstehe ich, dass die Leute zwar eine Arbeit hatten, es aber dort nichts zu tun gab. Das gab es öfters.

    Kommentar von James131 James131James131

    Unter versteckter arbeitslosigkeit versteht mensch im allgemeinen, dass die statistik, genauer die realitaet so veraendert wird, dass die arbeitslosigkeit gesenkt wird.
    Ich stelle mir immer wieder die frage, warum es unterschiedliche definitionen fuer ein und die selbe sache geben muss. Liegt es daran, dass es eben politisch unerwuenscht ist oder wird es eben nur neu interpretiert um etwas anders darzustellen?
    Es gibt die von Dir definierte versteckte Arbeitslosogkeit auch, genau in dieser form, also stimmt doch da was nicht ..... wie geschrieben, selbst bei zweierlei definition aewndert das ergebnis nichts.

  • 3
    Antwort von HektorPedo HektorPedo

    Wir müssen begriffstechnisch zwischen "Sozialismus" und "Kommunismus" unterscheiden... Der "Kommunismus" als Endstadium der Gesellschaft wurde nämlich nie erreicht und verwirklicht. Ein populärer Irrtum...

  • 1
    Antwort von rolbrawu rolbrawu

    Offiziell hatte jeder in der DDR eine Arbeit, deshalb gab es meines Wissens nach offiziell auch kein Arbeitslosengeld. Ob es überhaupt eine Staatliche Unterstützung gab, müsste jemand sagen können, der in der betreffenden Zeit dort gelebt hat.

  • 1
    Antwort von XXXKKKXXX XXXKKKXXX

    In der DDR gab es zumindest öffentlich keine Arbeitslose. Und Arbeitslosengeld gab es, soviel ich weiß, auch nicht. Aber meist hatte jede Familie mindestens ein Mitglied welches Geld ins Haus gebracht hatte

    Kommentar von Fcb4livE Fcb4livEFcb4livE

    und das hat dann gereicht für frau, kind, miete ?

    Kommentar von HektorPedo HektorPedoHektorPedo

    Es gab staatliche Renten für Invalide und Erwerbsunfähige, z.B. durch Behinderung oder Verletzung.

    Kommentar von James131 James131James131

    Da die Dinge des grundbedarfes massiv staatlich subventioniert wurden, reichte es fast immer, hinzu kamen weiter verguenstigungen in bestimmten situationen.

    Kommentar von XXXKKKXXX XXXKKKXXXXXXKKKXXX

    Invalide und Erwerbsunfähige waren wieder was anderes als Arbeitslose.

    Kommentar von Claud18 Claud18Claud18

    Die meisten Frauen haben ohnehin gearbeitet, wenn die Kinderbetreuung sichergestellt bzw. die Kinder größer waren.

  • 0
    Antwort von picknickerz picknickerz

    Wer in der DDR wirklich nicht arbeiten konnte muss Frührentner gewesen sein. So ein Klassenkamerad von mir, welcher noch zur Schulzeit einen schweren Motorradunfall gebaut hatte. Er bekam daraufhin Invalidenrente, hätte aber gerne darauf verzichtet im Tausch für seine komplette Gesundheit.

    Kommentar von Claud18 Claud18Claud18

    Das mit der Frührente stimmt, aber diese bekam man erst, wenn man nach 36 Monaten Krankheit noch nicht wieder arbeitsfähig war. Ich habe zu DDR-Zeiten mehrere Jahre lang in einer Lohnbuchhaltung gearbeitet und weiß es daher, denn wir bearbeiteten solche Fälle auch.

    Kommentar von Claud18 Claud18Claud18

    Unsinn, was schreibe ich da: Es waren nur 18 Monate Krankheit, nicht 36. Das wären ja 3 Jahre gewesen, und das ist ein bisschen lang (ich hatte jetzt wohl 1,5 Tage und nicht 1,5 Jahre im Hinterkopf).

    Kommentar von Claud18 Claud18Claud18

    Das ist richtig, man bekam diese Rente jedoch erst nach 18 Monaten Krankheit, ohne wieder arbeitsfähig zu sein. Ich habe zu DDR-Zeiten mehrere Jahre lang in einer Lohnbuchhaltung gearbeitet, wir hatten öfters solche Fälle.

    Kommentar von Claud18 Claud18Claud18

    Also, irgendetwas stimmt an dem System nicht, erst verschwinden meine Kommentare, und wenn ich sie dann neu schreibe, tauchen auf einmal alle wieder auf.

  • 0
    Antwort von Virginia47 Virginia47

    In der DDR konnte jeder arbeiten. Es gab aber auch Leute, die nicht arbeiten wollten. Die bekamen dann eine geringe Unterstützung. Oder wenn sie verheiratet waren, mussten sie vom Verdienst des Partners leben.

    Kommentar von James131 James131James131

    Das jeder eine sinnvolle, der qualifikation und den individuellen erwartungen angepasste beschaeftigung hatte, ist eine legende. Das mit dem Wollen, dafuer gab es ja genug Gefaengnisse, aber eben keine unterstuetzung. Die legende, dass jeder sinnvolle, gute und angemessen bezahlte beschaeftigung hatte, wenn er nur wollte, ist Legende. Dass wer nicht wollte unterstuetzung bekam ..... wenn die im Gefaengnis ausnimmst, ebenso.

    Kommentar von Virginia47 Virginia47Virginia47

    Ich habe nichts von sinnvolle und der Qualifikation entsprechenden Arbeit gesagt. Aber Fakt ist, dass jeder arbeiten konnte, der das auch wollte. Und wer nicht wollte, kam auch nicht gleich ins Gefängnis. Es gab auch Assis, die von so ner Art Sozialhilfe lebten.

    Woher hast Du denn Deine Weisheiten?

    Kommentar von Claud18 Claud18Claud18

    Ich kann mich selber noch an einen Gerichtsprozess erinnern, der zu DDR-Zeiten in der Zeitung "Tribüne" dokumentiert wurde. Da hatte ein junges Mädchen keinen Bock auf Arbeit, sie trampte durchs Land, schlief mit Fernfahrern und ließ sich im Gegenzug von ihnen aushalten. Sie bekam entweder eine Bewährungs- oder eine Gefängnisstrafe wegen "asozialen Verhaltens", denn die Pflicht zur Arbeit war in der Verfassung festgeschrieben. Während der Bewährungszeit durfte sie sich keine Bummelschichten leisten. Und wenn sie aus dem Gefängnis kam, wurde ihr sofort eine Arbeitsstelle zugewiesen. Also, Sozialhilfe bekamen die Assis garantiert nicht. Entweder kannten sie einen Arzt, der sie immer wieder krank schrieb oder sie hielten sich mit kleinen Geschäften über Wasser, zumindest, solange sie nicht erwischt wurden. Denn wer längere Zeit nirgends (Betrieb oder Arzt) gemeldet war, bekam eines Tages garantiert Besuch von den Behörden.

    Kommentar von Virginia47 Virginia47Virginia47

    Stimmt schon. Ich habe auch in einem Betrieb gearbeitet, wo Arbeitsscheue und Trinkfeste "aufgefangen" wurden. Dennoch weiß ich auch von ein paar Fällen, die keiner Arbeit nachgingen und trotzdem eine staatliche Unterstützung bekamen. War zwar nur gering. Aber es hat mehr oder weniger gereicht. Und der eine wurde sogar mit einem Zeitungsartikel bedacht, weil ihm auch noch die fünfte Hochzeit vom Staat finanziert wurde.

    In dem von Dir erwähnten Fall stand sicher die Prostitutuion im Vordergrund, die hja nicht erlaubt war. Aber wenn man jeden Arbeitsscheuen weggesperrt hätte, wären die Gefängnisse voll gewesen. So wurden sie eben in solchen Betrieben untergebracht und kontrolliert - gegebenfalls wurden sie morgens aus dem Bett geholt. Es gab aber auch welche, die keiner Arbeit nachgingen. Das weiß ich.

    Kommentar von Claud18 Claud18Claud18

    Mir kommt ein Verdacht: Vielleicht waren die unterstützten Arbeitslosen ja in Wirklichkeit bei der Firma Horch & Guck angestellt? Das konnten sie ja niemandem erzählen, aber dass die Firma auch solche Leute angeworben hat, bei denen man keinen Verdacht schöpfte, traue ich ihr durchaus zu.

    Kommentar von Virginia47 Virginia47Virginia47

    Nein. Das stimmt nicht. Die IMs waren in Betriebe involviert, wo sie auch von Nutzen sein konnten. "Arbeitslose" hätten ja keine Erfolge gebracht. Das waren wirklich Arbeitsscheue und Trinkfeste, die man nicht mal in Betrieben unterbringen konnte.

  • 0
    Antwort von Claud18 Claud18

    Arbeitslose gab es nicht. Jeder, der irgendwie konnte, wurde in einem Job untergebracht und dort mitgeschleift, ob er nun dort etwas geleistet hat oder nicht.

    Für Kranke gab es nach 1,5 Jahren Invalidenrente (zuvor Krankengeld).

    Bei Alkoholikern weiß ich nicht, ob sie nicht irgendwann auch als krank/invalide galten.

    In Ausnahmefällen gab es auch eine Art Sozialhilfe, wenn z. B. ein Familienvater seinen Wehrdienst leistete und mit 80.- Mark Sold seine Familie nicht ernähren konnte und die Frau wegen kleiner Kinder bzw. fehlendem Krippenplatz nicht arbeiten konnte. Aber diese Hilfe war nicht weit verbreitet bzw. auch nicht sehr bekannt.

    Da durch die starken Grenzkontrollen kaum Drogen ins Land kamen, hatten wir auch kein Problem mit Drogensüchtigen.

    Kommentar von James131 James131James131

Diese Frage

Verwandte Fragen

Noch nicht den richtigen Rat gefunden?

Einfach und schnell viele hilfreiche Ratschläge von Deutschlands aktivster Ratgeber-Community erhalten!

Einfach und schnell einen Tipp erstellen und Ihren guten Rat mit anderen teilen!

Einfach und schnell ein Video hochladen und anschaulichen Rat an alle geben!

Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Rechtliche Hinweise finden Sie hier.