Frage von xxloooovexx, 83

Arbeitslosengeldsperre widerspruch?

Hallo. Ich habe in meinem Job gekündig, da ich Aussicht auf einen neuen Job hatte. Nun will mir das Jobcenter kein Arbeitslosengeld auszahlen. (3 Monatssperre) Sie meinten, ich hätte das früh genug anmelden müssen, aber da ich ja ursprünglich einen neuen Job in Aussicht hatte, habe ich das gelassen. Kann ich einen Widerspruch einlegen? Da die Firma bei der ich danach arbeiten wollte selbst Leute entlassen musste und diese Firma jetzt auf einmal nur noch Leute einstellt mit einen Führerschein(vorher nicht gewusst)? Aber ich mache jetzt meinen Führerschein. Bringt es etwas, wenn ich einen Widerspruch einlege? Und was soll ich da schreiben? Habt ihr eventuell Paragraphen für mich?

Antwort
von Parhalia, 50

Hier müssten wir zunächst einmal wissen, ob Du Deine Frage nun auf die Antragstellung / Leitungsberechtigung von ALG I oder ALG II beziehst.

Beim ALG I ist eine komplette Sperrung der Leistung für den Fall der "Arbeitsaufgabe" ohne wichtigen Grund für 12 Wochen Dauer unstrittig.

Beim ALG II KÖNNTE es auch auf eine Minderung der Leistung von 30% für die Dauer von 30% hinaus laufen, wenn NICHT grundlegend ein Anspruch auf ALG I zwar besteht, aber aus eingangs beschriebenen Gründen mit benannter Sperrfrist von 12 Wochen von der Agentur für Arbeit sanktioniert wurde.

Denn dadurch würde auch ein ersatzweiser / ergänzender Anspruch auf ALG II entfallen.

Eventuell mal mit dem alten Chef die Situation besprechen und um Möglichkeit einer Aufhebung der Kündigung, bzw. Wiedereinstellung bitten. Mit etwas Glück und Kulanz behältst Du dann ja Deinen Job, bzw. bekommst ihn zurück.

Antwort
von herakles3000, 28

1 Nur weil du angeblich  nicht Rechtzeitigkeit dich arbeitslos gemeldet hast ist kein Grund für eine Sperrung den du kannst ja nicht im voraus wissen das dein neuer Arbeitgeber kein Interesse mehr hatte dich einzustellen und dich nicht informiert hat.Deswegen kannst du alleine schon in den -wiederspruch gehen schaue aber mal selber im zuständigen sozilagesetzbuch nach auf welchen Artikeln die sich beziehen und schaue dir die 5 davor und dahinter an dann hast du oft einen guten Wiederspruchs Grund du hast ja auch nicht  grundlos gekündigt sonder  weil du eine neue stelle Antretten wolltest was leider schiefging ohne dein zu tun.

Kommentar von Parhalia ,

Du verwechselst hier die Begriffe "Arbeit Suchend" und "Arbeitslos".

 - Die "Arbeit Suchend" - Meldung muss 3 Monate vor Auslauf der Arbeitsstelle erfolgen, wenn das Beschäftigungsverhältnis in dieser Frist bereits wissentlich enden wird. ( z.B. bei befristeten Verträgen oder wenn die Kündigungsfrist durch langjährige Betriebszugehörigkeit / Sondervereinbarungen mindestens 3 Monate oder länger beträgt ). Nur bei vorher unabsehbarer Kündigung kann diese Meldefrist dahingehend unterschritten werden, dass die Meldung umgehend ab Zugang / Übergabe der Kündigung erfolgt. Das kann auch telefonisch erfolgen.

Bei verspäteter Meldung gibt es beim ALG I eine Sperrfrist von mindestens 1 Woche wegen Meldeversäumnis. Beim ALG II würde eine Leistungsabsenkung von mindestens 10% für die Dauer von 3 Monaten daraus resultieren.

 - Die "Arbeitslos" - Meldung muss persönlich erfolgen am ersten bis spätestens dritten Tag der tatsächlichen Arbeitslosigkeit. Mit der diesbezüglichen Meldung gilt der Antrag ab dem Tag der Vorsprache als gestellt, was beim ALG I auch den tatsächlichen Anspruchsbeginn markiert. Beim ALG II ist allgemein der Monat der Vorsprache ausschlaggebend, da hier dann immer bis zum 1. des Monats in dem die Meldung erfolgte eine Berücksichtigung erfolgt.

Was die Kündigung der Fragestellerin / des Fragestellers an sich betrifft, so darf man hier ggf. " vorschnelles / leichtsinniges / grob fahrlässiges Handeln " als Begründung einer Sanktion nicht aus den Augen verlieren, wenn es zum Zeitpunkt der "selbst herbeigeführten" Kündigung vom zukünftigen Abeitgeber keine ( nachweisbar ) rechtsverbindliche Vertragbarkeit in Schriftform zum Antritt der neuen Arbeitsstelle gab. Eine ( Teil-) Sanktion von mindestens 30% ( beim ALG II ) dürfte daher mit grösster Wahrscheinlichkeit hier rechtlichen Bestand haben.

Werden 100% Sanktion vom Jobcenter verhängt, so KÖNNTE man daher in einem Widerspruch hier zumindest auf eine Milderung der Sanktionierung auf 30% argumentieren, da der 2. Arbeitgeber zumindest sein Wort nicht hielt.

( Analog beim ALG I bei Aussprache von 12 Wochen Sperre auf eine Milderung auf z.B. 4 Wochen argumentieren im Widerspruch gegen den Bescheid )

Grundlegend stehen in den jeweiligen Ablehnungs- / Sanktionierungsbescheiden auch schon mal die Gründe und Paragrafen der jeweiligen Gesetzgebung / des Sozial-Gesetzbuches, auf die sich die jeweilige dabei Behörde beruft.

Antwort
von Lexa1, 54

Der Widerspruch bringt nichts, so wie ich das sehe. Natürlich kannst du den einlegen, aber mit welcher Begründung ?

Das Jobcenter ist im Recht, durch deine eigene Kündigung.

Sorry, du warst zu vorschnell mit der Kündigung.

Antwort
von warehouse14, 33

Es bringt nichts, zu widersprechen, weil die Folgen Deines Handelns nunmal absehbar und damit abwendbar waren.

Es ist ein beliebtes Gerücht, daß die Behörden einen schon auffangen werden, wenn man blind ins kalte Wasser springt.

Aber solltest Du mal wieder in so eine Lage kommen: kündige den alten Job erst, wenn Du den Arbeitsvertrag im neuen in der Tasche hast!

warehouse14

Antwort
von gnarr, 27

bringt nix. du hast dich bewußt in das problem gebracht. wenn du das nicht absprichst mit dem arbeitsamt, musst du nun sehen wie du klar kommst. du hast die möglichkeit bei bedarf alg2 zu beantragen. dort wird man dir eine sanktion von 30 % erteilen.

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