Frage von oOBellaOo, 59

Arbeitslosengeld I rückwirkend - und nun?

Hallo zusammen,

eben wundere ich mich, wieso das ALGI noch nicht auf meinem Konto eingegangen ist, da ich schon mit 54 Euro im Minus bin (und keinen größeren Dispo eingerichtet habe und ihn auch nicht gewährt bekomme). Bisher habe ich das Abitur nachgemacht, musste mich damit also nicht "rumplagen".

Also rufe ich beim Arbeitsamt an und erkläre die Situation. Die Dame am Telefon sagte mir dann in einer Seelenruhe, dass das immer rückwirkend zum Monatsende ausgezahlt wird. Das einzige, was ich tun könnte, ist, beim Jobcenter einen Antrag auf Hartz IV zu stellen. Ich hatte den Einwand, dass der ja auch eine gewisse Bearbeitungszeit braucht (bei meinem Freund 3 Wochen). "Ja, das braucht auch Zeit".

Ich rief also an, doch das einzige, was kam, war die Durchsage, dass im Moment ein hohes Telefonaufkommen ist und ich es deutlich später noch einmal versuchen soll. "Danke für Ihr Verständnis" - Tut-tut-tut.

Und was jetzt? Mein Vermieter hat im Moment ein recht großes Interesse daran, mich aus der Wohnung raus zu haben (Ich habe Ärger gemacht, weil hier seit 2 Jahren Schimmel in der Bude ist aufgrund von baulichen Mängeln und er sich nicht kümmert), wenn ich die Miete nicht bezahlen kann, hat er sogar einen Grund, mich rauszuwerfen. Strom, Fahrkarten, Lebensmittel. Denkt das Arbeitsamt denn nicht daran, dass da ein einmonatiges Loch entsteht, wenn die erst zum Monatsende überweisen?

Jemanden zum Leihen hab ich nicht. Was soll ich denn jetzt machen? Habt ihr Tipps oder Ideen?

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Arbeitslosengeld & Hartz 4, 26

Heute erreichst du da gar nichts mehr !

Das sollte eigentlich jedem bekannt sein das Arbeitslosengeld rückwirkend gezahlt wird,so wie in der Regel das Einkommen auch.

Du kannst also nur am Montag persönlich zum Jobcenter,da solltest du aktuelle Kontoauszüge mitnehmen und damit gehst du dann zur Anmeldung und sagst was Sache ist,dass du Mittellos bist,keine Miete inkl. Neben / Heizkosten / Strom zahlen kannst und auch keine Lebensmittel mehr hast.

Am besten nimmst du einen Freund / Bekannten mit,den kannst du als Beistand mitnehmen.

Antwort
von Dotter1981, 29

Dein Vermieter kann dich nciht so einfach vor die Tür setzen. Du kannst letztlich nur beim Jobcenter und bei der Agentur für Arbeit Druck machen. Und wenn du gerade ALG I beantragt hast, dann müsstest du ja noch dein Gehlt vom letzten Monat bekommen.

Kommentar von oOBellaOo ,

Ich habe vorher das Abitur nachgemacht und BAföG bekommen. Das wurde immer am Monatsanfang ausgezahlt und galt auch für den jeweiligen Monat, d. h. am Monatsende ist das Geld weg.

Kommentar von Dotter1981 ,

Dann hast du gar keinen ALG I-Anspruch. Dann musst du direkt umgehend ALG II beantragen. Oder hast du etwa doch einen ALG I-Bescheid bekommen? Eigentlich nicht möglich... Außerdem hast du ja auch noch einen Unterhaltsanspruch gegen deine Eltern.

Kommentar von isomatte ,

Wenn du keinen alten Anspruch mehr hast,dann dürfte dir doch gar kein ALG - 1 zustehen,denn von deinem Bafög - hast du doch keine Beiträge in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt !

Um Anspruch zu haben musst du innerhalb von 2 Jahren min. 1 Jahr Versicherungspflicht hinter dir haben,also eine versicherungspflichtige Beschäftigung haben müssen oder Krankengeld über einen längeren Zeitraum.

Antwort
von Samika68, 30

So, wie Gehälter rückwirkend gezahlt werden, wird auch ALG I und ALG II rückwirkend gezahlt - das ist eigentlich logsich.

Eine fristlose Kündigung der Wohnung durch den Vermieter ist erst möglich, wenn Du erheblich im Mietrückstand bist (zwei komplette Monatsmieten, bzw. mehr als eine komplette Monatsmiete).

An Deiner Stelle würde ich versuchen, gleich am Montag persönlich beim Job-Center vorzusprechen. Nimm Unterlagen wie Mietvertrag, aktueller Kontoauszug, Bewilligungsbescheid zum ALG I u. ä. gleich mit.

Viel Glück

Kommentar von isomatte ,

ALG - 2 wird im Voraus gezahlt !

Kommentar von Samika68 ,

Nein, nicht immer.

Entsteht ein Hartz IV Anspruch oder ein Mehrbedarf erst im Laufe eines Monats, kann die anteilige Leistung naturgemäß nicht im Voraus gezahlt werden.

Allerdings hat das Jobcenter nach Erhalt und Prüfung der Dokumente die Zahlung so rechtzeitig zu veranlassen, dass sie dem Hilfebedürftigen schnellstmöglich zur Verfügung steht.

Kommentar von isomatte ,

Das ist wohl klar,dass man seine Leistungen,auch wenn sie nur anteilig ( Aufstockung ) wären,nicht im Voraus bekommen kann,wenn man den Antrag erstmalig stellt,aber das hast du in deiner Antwort nicht geschrieben,jeder der deine Antwort lesen sollte sagt das diese Aussage dem Grunde nach falsch ist,was die Zahlungsanweisungen des ALG - 2 betrifft !

Dann musst du schon klar schreiben was du meinst,so ist deine Aussage auf jeden Fall nicht korrekt.

Kommentar von Samika68 ,

Das geht doch aus der Frage hervor - der Fragesteller schreibt doch, dass er sich bislang nicht mit solchen Dingen beschäftigt hätte.

Würde er bereits ALG 1 oder 2 beziehen, wüsste er doch, dass es rückwirkend, bzw. vorab - je nach dem - überwiesen wird.

Kommentar von isomatte ,

Es geht hier doch gar nicht um die Frage,sondern um deine Antwort die du darauf gegeben hast !

Als Antwort hast du geschrieben,dass das ALG - 1 wie auch das ALG - 2 Rückwirkend wie Einkommen gezahlt wird und diese Aussage ist nicht korrekt,es wird im Voraus gezahlt und wenn du gemeint hast das es sich auf die Erstantragstellung bezieht,dann hättest du das auch so schreiben müssen.

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