Frage von sharkiii, 47

Arbeitslosengeld I - Sperre wenn Arbeitnehmer (also ich) befristeten Vertrag nicht verlängert trotz Angebot von Arbeitgeberseite?

Hallo liebe Community,

Meine erste Anstellung wurde mir mit Ende der Probezeit gekündigt (also genau 6 Monate). Meine neue Anstellung ist auf 6 Monate befristet, diese 6 Monate sind auch die Probezeit. Im gegenseitigen Einvernehmen kann der Vertrag nach Ablauf der Probezeit in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis umgewandelt werden.

Meine Frage nun: nehmen wir einmal an der Arbeitgeber macht mir ein Angebot zur Übernahme nach der Probezeit, aber aus welchen gründen auch immer möchte ich den Vertrag nicht annehmen, habe ich in diesem Fall eine 3 monatige Arbeitslosengeld I Sperre wenn ich das Angebot ausschlage und arbeitslos werde?

Prüft die Bundesagentur für Arbeit nach ob mir von der Arbeitgeberseite ein Angebot gemacht wurde?! Falls ja, und ich dann eine Sperre hätte muesste ich in diesem Fall ja mich gegen Ende der Probezeit noch absichtlich doof anstellen im Job um nicht übernommen zu werden?!

Besten Dank !

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Antwort
von Familiengerd, 26

habe ich in diesem Fall eine 3 monatige Arbeitslosengeld I Sperre wenn ich das Angebot ausschlage und arbeitslos werde?

Nein!

Zwar kann die Arbeitsagentur eine Sperre von 3 Wochen verhängen, wenn ein Arbeitsangebot abgelehnt und dadurch Arbeitslosigkeit herbeigeführt (oder verlängert) wird.

Das gilt aber nur dann, wenn dieses Angebot mit einer Rechtsfolgenbelehrung von der Agentur selbst einem bei ihr als arbeitsuchend oder arbeitslos Gemeldeten gemacht wurde (Sozialgesetzbuch Drittes Buch SGB III § 159 "Ruhen bei Sperrzeit" Abs. 1 Nr. 2 in Verbindung mit Absatz 4).

Da das Arbeitsangebot Dir aber von Deinem Arbeitgeber gemacht  wurde und nicht von der Arbeitsagentur, gibt es auch keine Sperre.

Es kann leider aber trotzdem sein, dass Du von der Agentur einen Bescheid über eine Sperre erhältst, gegen den du dann Rechtsmittel einlegen müsstest.

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Arbeitslosengeld, 27

Wenn dein Arbeitsvertrag mit der Probezeit endet,dann bekommst du keine Sperre,denn du hast den Arbeitsvertrag ja nicht selber gekündigt oder warst für die Kündigung selber verantwortlich !

Dein Arbeitgeber muss auch keine Angaben machen,wenn er dich innerhalb der Probezeit entlässt oder der Arbeitsvertrag mit Ende der Probezeit auch endet.

Antwort
von ErsterSchnee, 28

Der Arbeitgeber bekommt einen Fragebogen und wird nach den Gründen gefragt, warum das Arbeitsverhältnis beendet wurde. Bei "doof anstellen" gibt es auch eine Sperre.

Kommentar von Familiengerd ,

Bei "doof anstellen" gibt es auch eine Sperre.

Was soll das heißen?

Es gibt keine Sperre, wenn ein Arbeitnehmer das Arbeitsangebot eines Arbeitgebers (etwas durch Verlängerung eines befristeten Arbeitsverhältnisses) ablehnt.

Eine Sperre von 3 Wochen gäbe es nur, wenn das Arbeitsangebot von der Agentur für Arbeit selbst gekommen und mit einer Rechtsfolgenbelehrung versehen gewesen wäre!

Kommentar von isomatte ,

Stimmt,dazu müsste Fragestellerin / er aber erst einmal im Leistungsbezug sein,erst dann würde eine Sperre von 3 Wochen in Betracht kommen,wenn es sich um das erste oder zweite Fehlverhalten handeln würde,für das dritte würde es dann 12 Wochen geben,natürlich vorausgesetzt man hätte keinen wichtigen Grund für die Ablehnung !

Wenn ich mich nicht irre.

Kommentar von Familiengerd ,

Das ist richtig.

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