Frage von Lucy0707, 48

ARBEITSLOSENGELD - KINDERGELD?

Hallo zusammen :) Ich bin 19 jahre alt und habe nach meinem Schulabschluss 1 jahr gearbeit. Jetzt habe ich eine Ausbildungsstelle gefunden, allerdings haben mein Chef und ich mein Arbeitsverhältniss beendet, damit ich einen Monat Erholung habe bevor ich meine Ausbildung antrete. Ich bin jetzt also einen Monat arbeitslos bis meine Ausbildung beginnt. Außerdem hat meine Mutter in dem Jahr als ich gearbeitet habe kein Kindergeld bekommen/beansprucht.

●Meine 1. Frage ist : Muss ich mich für den einen Monat arbeitslos melden ? Wenn ja bekomme ich dann für den einen Monat Arbeitslosengeld bzw was kommt auf mich zu ?

●2. Frage ist: Bekomme ich bzw meine Mutter wieder Kindergeld wenn ich in der Ausbildung bin?

●3. und letzte Frage wäre: Bekomme ich auch Kindergeld wenn ich wärend meiner Ausbildung von Zuhause ausziehe und mit meinem freund zusammenziehe?

VIEEEEELEN DANK !!! schonmal im vorraus ❤

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Arbeitslosengeld & Kindergeld, 29

1. Was hast du denn gearbeitet bzw. wie viel hast du verdient?

2. Kindergeld kann deine Mutter beantragen,dann gibt es Kindergeld sogar rückwirkend gezahlt,ab dem Zeitpunkt wo du nachweisen kannst das du auf der ernsthaften Suche nach einer Ausbildung warst oder du warst beim Amt als z.B. Ausbildung suchend gemeldet,dann würde auch Anspruch bestehen.

3. Wenn du nach dem Auszug von deinen Eltern keinen Unterhalt in Höhe von min. deinem Kindergeld bekommst,dann steht dir dein Kindergeld zu,deine Mutter könnte dann gleich beim Hauptantrag deine Bankverbindung und deinen Namen angeben,dann bekommst du es gleich von der Familienkasse auf dein Konto.

Dann müsste sie nicht noch einmal eine Veränderungsmitteilung an die Familienkasse schicken,sollte sie es dir nicht geben wollen,obwohl du angenommen von gar keinem Elternteil Unterhalt bekommst,dann müsstest du bei der Familienkasse einen Antrag auf Abzweigung stellen,den findest du im Internet zum ausdrucken,musst dann aber bei deiner Mutter abgemeldet und beim Freund angemeldet sein,Nachweis der Meldung vom Einwohnermeldeamt notwendig.

Kommentar von Lucy0707 ,

VIELEN Dank !!

Ich habe als Kellnerin gearbeit ●7 stunden täglich an  ●5 Tagen in der Woche. Verdient habe ich 847 NETTO im Monat.

Ja ich war beim Amt ausbildungssuchend gemeldet und hatte mit einem mir zugeteilten Vermittler Gäspräche über Berufsberatung und ein Bewerberprofil, für Ausbildungen, im Internet erstellt gehabt.

Allerdings war das von März bis Mai 2015 für den Zeitraum des Jahres 2015 also alles sehr knapp um noch einen ausbildungsplatz zu bekommen ausserdem wusste ich nicht so richtig welchen weg ich einschlagen sollte. Schule weiter machen oder eine Ausbildung beginnen. Als ich keine passende Ausbildung gefunden habe, habe ich Ihn mitgeteilt dass ich ersteinmal ein Jahr arbeiten werde um mir in diesem Zeitraum genügend Gedanken machen zu können was ich machen werde und habe ihm mitgeteilt dass er mich abmelden könne da ich meinen Weg klar vor Augen habe. 

In dem Jahr als ich gearbeit habe, habe ich mich bei einigen Stellen beworben, habe aber nur noch 2 oder 3 Bewerbungen von damals aufbewahrt. Asserdem habe ich mich bei einer Onlineplattform für ausbildungssuchende regestriert und mir dort ein profil erstellt. Durch die Plattform habe ich einige Stellenangebote per Email zugesendet bekommen. :) 

Kommentar von isomatte ,

Ich würde mich auf jeden Fall arbeitslos melden,auch wenn dir das sehr wahrscheinlich nichts bringen wird,weil du sicher erst einmal eine Sperre bekommen wirst,weil du selber gekündigt hast,kommt eben darauf an ob die Agentur für Arbeit diesen Grund als wichtigen Grund ansieht ( 1 Monat Pause bis Beginn der Ausbildung ) und rechtzeitig Arbeit suchend hast du dich auch nicht gemeldet,dass hätte ggf.auch eine Sperre von 1 Woche zur Folge und bei Eigenkündigung ohne wichtigen Grund würde es gleich 12 Wochen Sperre geben !

Du wirst also wahrscheinlich Pech haben und von deinem bisher erworbenen ALG - 1 Anspruch nichts haben.

Aber das würdest du dann ja mitgeteilt bekommen.

Wenn du dann beim Amt abgemeldet warst und keine Nachweise mehr hast,dann wird es wohl rückwirkend kein Kindergeld geben,aber ab deiner Bewerbung bzw.der Zusage für deine jetzige Ausbildung würde es rückwirkend Geld geben.

Kommentar von Lucy0707 ,

Ok danke :) 

Und wenn ich mich nicht melde und alles so belasse bekomme ich dann eine strafe oder was würde passieren ?

Kommentar von isomatte ,

Wenn du dann innerhalb von einem Monat deine Ausbildung beginnen ( betriebliche und eine Vergütung bekommst ) würdest,dann passiert gar nichts,in Bezug auf deine KV - könntest aber auch über deine Eltern noch in die Familienversicherung !

Es könnte aber dann passieren das dir ein evtl.Anspruch auf ALG - 1 verloren geht,wenn du dich nicht meldest.

Normalerweise ist ja eine neue Beschäftigungsaufnahme ein Grund für eine Kündigung,in deinem Fall eben der Beginn deiner Ausbildung und wenn die Agentur dies als wichtigen Grund ansieht,dann würdest du evtl.auch keine Sperre bekommen und wenn dann nur weil du dich nicht rechtzeitig Arbeit suchend gemeldet hättest,dass würden dann max.2 Wochen sein.

Du hättest dann aber noch bis zum Beginn der Ausbildung Anspruch und wenn du nur einen Tag ALG - 1 beziehst kannst du den Rest des ALG - 1 innerhalb von 4 Jahren in Anspruch nehmen.

Das hätte dann ggf.nach deiner Ausbildung in 3 Jahren einen positiven Effekt auf die Höhe deines ALG - 1.

Denn wenn du dann angenommen nach deiner Ausbildung als letzte Vergütung weniger als deine angenommenen durchschnittlichen ca. 850 € Netto aus deiner letzten Beschäftigung ( Durchschnitt der letzten 12 Monate vor der Arbeitslosigkeit ) bekommen würdest,dann solltest du den höheren Anspruch für die max. Anspruchsdauer ( 12 Monate nach deiner Ausbildung ) bekommen,so zumindest würde es bei einer normalen Beschäftigung sein,wenn noch ein höherer Restanspruch vorhanden wäre.

Angenommen du hättest jetzt im Durchschnitt 850 € verdient,dann würde dein ALG - 1 ca. 60 % davon betragen,also ca. 510 € ALG - 1 und das dann für ca. 6 Monate,wenn du min. 12 Monate gearbeitet hast.

Nach einer Sperre von angenommen 2 Wochen und 2 Wochen ALG - 1 Bezug würden dir dann angenommen noch 5 Monate ( 150 Tage ) Restanspruch bleiben,den du dann innerhalb von 4 Jahren noch in Anspruch nehmen könntest.

Würdest du jetzt deine Ausbildung nach 3 Jahren beenden und nicht übernommen werden,keine neue Beschäftigung finden und arbeitslos sein,dann würdest du 12 Monate ( 360 Tage ) Anspruch auf ALG - 1 haben,dass dann aber in der Regel ca. 60 % deiner letzten Vergütung und wenn diese geringer wäre,würdest du ja auch weniger ALG - 1 bekommen.

Wenn du also angenommen da 700 € bekommen würdest,dann hättest du bei 60 % ca. 420 € ALG - 1 Anspruch,also ca. 90 € weniger und dann würdest du normalerweise den höheren ALG - 1 Anspruch für den max. Anspruch von 12 Monaten bekommen.

Also ich würde mich auf jeden Fall melden,mehr als eine Sperre deiner Leistungen kannst du doch nicht bekommen,aber dann hast du Sicherheit und musst nicht die ganze Zeit darüber nachdenken, ob du ggf.doch keine Sperre bekommen hättest,eine Strafe bekommst du nicht,die Sperre der Leistungen wäre ja schon Strafe genug.

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