Frage von FranziskaMpunkt, 173

Arbeitslos und schwanger - nach ALG 1 keine weiteren Sozialleistungen?

Ich beziehe ALG1 bis Nov '16 und bin schwanger mit ET Dez '16. Da mein Mann nur wenige Euro überm Strich verdient, steht mir danach kein Hartz IV zu. Bzw. auch keine weitere Leistung. Auch muss ich mich ab Nov '16 dann freiwillig krankenversichern. (Eine Familienversicherung geht bei uns nicht aber das ist irrelevant.)Wie geht es weiter mit der Krankenversicherung, dem Mutterschutz, dem Elterngeld (habe bisher 21 Monate 590€ beim 1. Kind bezogen nachdem mein Zeitvertrag auslief, danach 500€ ALG1 für 12 Monate - mehr steht mir nicht zu). Was bekomme ich (ausgenommen Kindergeld) und was muss ich selbst bezahlen?Möchte auch beim 2. Kind ca. 2 Jahre Elternzeit nehmen- kann ich die 300€ Mindestelterngeld halbieren? Was passiert mit meiner Krankenversicherung?Danke vorab!

Edit: Ich müsste aufgrund des Einkommens meines Partner den Höchstbetrag an freiwilliger KV zahlen. Das sind rund 350€...

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Hartz IV, 119

Die 300 € Elterngeld können auch geteilt werden !

Habt ihr den evtl. ALG - 2 Anspruch prüfen lassen ?

Denn es würde dann ja der Beitrag für deine KV - als Sonderbedarf anfallen und ab der 13 SSW - steht dir im ALG - 2 Bezug auch ein Mehrbedarf von 17 % deines Regelsatzes von 364 € bis zur Geburt zu.

Das würden dann noch mal 61,88 € pro Monat sein und wenn er gerade so über dem Bedarf liegen würde,dann würdet ihr ja dann unter eurem Bedarf nach dem SGB - ll liegen und einen Anspruch haben,dann würden auch deine Beiträge übernommen.

Du kannst ja mal das Brutto und Nettoeinkommen deines Mannes angeben,dazu dann seinen KV - Beitrag,was er an Fahrkosten zu und von der Arbeit hat oder wie viele Km er hin und zurück fahren muss und was ihr an Warmmiete zahlen müsst / Größe der Wohnung.

Dann könnte man den evtl. Anspruch genauer berechnen.

Antwort
von Apolon, 81

Wenn du zur Zeit ALG 1 erhältst, müsstest du zur Zeit in der GKV pflichtversichert sein.

Wenn eine Familienversicherung nicht geht, würde dies bedeuten, dass dein Mann privat krankenversichert ist.

Aber mit dem Rest deiner Infos scheint es durcheinander zu gehen:

 Edit: Ich müsste aufgrund des Einkommens meines Partner den Höchstbetrag an freiwilliger KV zahlen. Das sind rund 350€...

Dieser Hinweis passt mit dem nächsten Satz nicht zusammen.

 Da mein Mann nur wenige Euro überm Strich verdient, steht mir danach kein Hartz IV zu.

Wenn Du nicht alle erforderlichen Informationen mitteilst, kann dir hier im Forum auch niemand weiter helfen.

Könnte es auch sein, dass dein Ehemann eine Beamten-Ausbildung absolviert ?

Gruß N.U.

Antwort
von kevin1905, 88

Auch muss ich mich ab Nov '16 dann freiwillig krankenversichern.

Das wage ich aufgrund von § 26 SGB II zu bezweifeln. Zumindest ein Anspruch auf KV-Zuschuss entstünde, wenn du durch die KV Beiträge ansonsten bedürftig würdest.

Elterngeld ist nicht meine Baustelle.

Antwort
von sassenach4u, 75

Wenn dein Mann nur wenig drüber verdient, könnt ihr den Anspruch ab Geburt den Anspruch durch das Jobcenterneu prüfen lassen.

Ein Anspruch auf kostenfreis Familienversicherung besteht, wenn der Ehepartner gesetzlich krankenversichert ist. Scheint bei dir nicht der Fall zu sein, dann musst du dich, wenn verheiratet und du kein eigenes Einkommen hast freiwillig versichern. Zugrunde gelegt für die Berechnung der Beiträge wird das halbe Einkommen deines Ehemannes, so schreibt es das Gesetz vor. 350,-- Euro sind übrigens nicht der Höchstbetrag, der liegt bei über 700,-- derzeit.

Für die Zeit des Elterngeldbezuges musst du die freiwilligen Beiträge weiter zahlen, Beitragsfreiheit gibt es nur für Versicherungspflichtige. Allerdings kannst du dann eine Neufestsetzung beantragen, da durch das Baby dann ein Freibetrag entsteht, der das zu verbeitragende Einkommen deines Mannes mindern wird.

Allerdings ist zu prüfen, ob du nicht Anspruch auf Mutterschaftsgeld aufgrund des ALG I- Bezuges hast. Denn die Schutzfrist beginnt 6 Wochen vor der Entbindung. Hättest du diesen dann gibt es eine neue Konstellation: du bekommst Mutterschaftsgeld vor und nach der Entbindung, und da du versicherungspflichtig warst, wärest du auch für diese Zeit und die Zeit des Eltzerngeldbezuges beitragsfrei gestellt und müsstest keine Beiträge zahlen. Leider schreibst du nicht, wann ALG I endet und wann der MET ist.

Antwort
von Reanne, 90

Die 300 Euro können auf 2 Jahre gestreckt werden mit 150 Euro pro Monat. Wenn keine Familienversicherung möglich ist, kannst Du dich bei einer gesetzlichen Kasse zum Mindestsatz - ohne Krankengeld - versichern, so mein Kenntnisstand.

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