Frage von issst, 68

arbeitslos und führerschein, trotzdem stellen zu denen autofahrten nötig wären ablehnen?

Servus und frohes neues euch! Habe eine Frage auf die ich bisher keine aussagekräftige Antwort finden konnte. Ich bin nun leider seit etwas über einem Jahr arbeitslos, mit einem langen Zeitraum dazwischen wo ich allerdings aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeitsfähig war und keine Leistungen bezogen habe (auch kein Krankengeld o.Ä.). Aufgrund meiner gesundheitlichen Probleme muss ich gelegentlich Medikamente einnehmen, unter deren Einfluss ich keinen PKW führen kann. Allerdings bin ich im Besitz einer Fahrerlaubnis und eines PKW, welchen ich allerdings eben nur dann benutze wenn ich keine Medikamente eingenommen habe. Bei der Jobsuche ist das für mich allerdings ein Problem da ich mich dort natürlich nicht darauf verlassen kann, jederzeit fahrtüchtig zu sein, da ich manchmal einfach nicht ohne die Medikamente klar komme. Da ich im Pflegeberuf arbeite und deshalb mit VV für ambulante Pflegedienste überhäuft werde (auf die ich mich trotz der bedenken aus Angst vor Sanktionen beworben habe) frage ich mich, wie ich weiter vorgehe. Da ich bisher noch kein Gespräch mit dem für mich zuständigen Sachbearbeiter hatte, kann ich schlecht einschätzen inwiefern ich Verständnis dafür erwarten kann und ob das überhaupt rechtfertigend genug ist bestimmte VV abzulehnen. Mir fällt es nach dieser Zeit schwer wieder in den Beruf einzusteigen, und trotz das ich grundsätzlich wieder Arbeitsfähig bin, habe ich doch in gewisser Hinsicht Einschränkungen und Bedenken wenn ich mir so manche VV's ansehe.

Versteht mich nicht falsch, ich bin wirklich arbeitswillig und es Leid zuhause rumzusitzen aber die letzten Jahre habe ich wirklich am Boden verbracht und ich möchte nicht wieder dorthin zurück. Deshalb steht für mich eigentlich meine Gesundheit an erster Stelle. Da ich bisher kaum Leistungen bezogen habe, habe ich ehrlich gesagt auch kein besonders schlechtes Gewissen arbeitslos zu sein und es ist mir - vielleicht für viele nicht nachvollziehbar - "lieber" es für eine Weile zu bleiben statt mich dem erstbesten Zeitarbeitsunternehmen zu unterwerfen und in einigen Monaten an dem Punkt zu stehen, von dem ich mich lange und mit viel Unterstützung wieder "hochkämpfen" musste.

Würde mich über Rat und Tips sehr freuen :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Chris1480, 41

Lass dir von deinem behandelndem Arzt ein Attest ausstellen, in dem drinsteht, dass du in unregelmässigen Abständen Medikamete einnimmst und daher Arbeiten mit notwendigen regelmässigen Autofahrten nicht möglich sind.

Wenn du überhaupt nicht mehr in deinen Beruf willst, solltest du einen Berufsunfähigkeit anstreben, gegenenfalls mit Psychologen, Psychiatern, Hausarzt etc.

http://www.helberg.info/buv-buz-berufsunfaehigkeitsversicherung/berufsunfaehigke...

Kommentar von issst ,

Danke für die Antwort und den Link. Habe ehrlich gesagt auch schon darüber nachgedacht, da ich auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen habe. Allerdings mag ich den Beruf und die Arbeit mit alten Menschen eigentlich sehr gerne. Nur leider ist die Branche meiner Erfahrung nach bis auf wenige Ausnahmen "kaputt" und es wird sowohl auf die Bewohner als auch auf die Pflegekräfte wenig bis gar keine Rücksicht genommen... :(

Kommentar von Chris1480 ,

Wenn du eine Berufsunfähigkeitsversicherung hast, nutze sie auch.

Die "Arbeit" mit alten Menschen kannst du auch anders (z.B. in Vereinen etc.) weiter machen (nach deinen Spielregeln).

Kommentar von DerHans ,

Hoffentlich wurde die BU abgeschlossen, BEVOR die Medikamente notwendig wurden. Sonst kannst du dir das Geld sparen.

Kommentar von issst ,

ja die habe ich schon vor ewigkeiten abgeschlossen als ich noch kerngesund war :)

Antwort
von DerHans, 36

Wenn du auf Medikamente angewiesen bist, unter deren Einfluss du nicht fahrtauglich bist, stehst du dem Arbeitsmarkt ja nicht uneingeschränkt zur Verfügung.

Das muss der Sachbearbeiter der Arbeitsagentur natürlich wissen.

Kommentar von EstherNele ,

Das wäre dann richtig, wenn er Berufskraftfahrer wäre - es gibt aber im Pflegebereich durchaus Einsatzmöglichkeiten, zu denen nicht regelmäßiges Autofahren gehört.

Fahrtauglichkeit ist keine generelle Forderung des Arbeitsmarktes!

Kommentar von DerHans ,

Trotzdem nicht uneingeschränkt. Er ist auf jeden Fall auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, wenn er auswärts arbeiten soll. Das ist mit Schichtdienst schlecht zu vereinbaren.

Antwort
von berlina76, 31

geh zum deinem Arzt und lass dir bescheinigen, das du aufgrund der Tabletteneinnahme nicht regelmässig Auto fahren kannst. 

Dann kann dir das Amt zumindest keine Bewerbung im Ambulanten Pflegedienst aufdrängen. 

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