Frage von itq80,

arbeitskündigung

hallo,

ich arbeite in einem fitnesstudio die spätschicht immer bis 22 uhr. am 31.oktober hat man mir mündlich gesagt das ich gekündigt werde ohne Grund weil sie einfach umstrukturieren wollen und es meine Schicht nicht mehr geben wird! ich hatte bis dahin nichts schriftliches. angeblich hatten sie aber dann abends ab 22 uhr dies per persönlichen einwurf in meinen briefkasten zugestellt! ich hatte aber nicht damit gerechnet und somit erst am montag den 3.11 meinen Postkasten geöffnet da Samstag der 1.11 war und auch ein feiertag! werde jetzt auch vors arbeitsgericht gehen aber könntet ihr mir vorher schon sagen was zählt und wo ich recht haben könnte?

LG itq

Antwort von collo,

die Kündigung wurde ordnungsgemäß zugestellt. Es kommt nicht darauf an, wann Du sie gelesen hast, sondern wann sie zugestellt wurde.

Fraglich ist vielmehr, ob die Begründung "Restrukturierung" hier ordnungsgemäß ist. Eine Restrukturierung berechtigt nicht so ohne weiteres zur Kündigung. Da wird aus Unwissenheit viel Blödsinn gemacht.

Ich kann dir nur dringend raten, dich durch einen Anwalt beraten zu lassen. Hier muß die Situation genau geklärt werden.

Klagen bringt erst mal gar nichts. Entweder die Kündigung war rechtens, dann nütz deine Klage nichts, oder sie war Unrecht, dann ist die Kündigung als Ganzes gegenstandslos.

Du mußt jedoch der Kündigung erst einmal eindeutig widersprechen.

Ich habe deinen Kommentar von 23 Uhr 47 zu spät gelesen

Kommentar von itq80,

restrukturierung haben sie mir nur mündlich gesagt in der kündigung steht nur 1 satz: hiermit wird friestgerecht zum ende des monats gekündigt!viel glück und erfolg.....

Antwort von itq80,

in meinem vertrag steht drinnen das das arbeitsverhältnis von 4 wochen zum ende eines kalendermonats gekündigt werden kann. ich war nicht in der probezeit. die hagen drauf das sie zeugen haben als sie den persönlichen Einwurf getätigt haben!auf dem kouvert steht nur persönlicher einwurf! noch dazu ist das schreiben(kündigung) mit falschem datum geschrieben worden somit der 30.10!habe aber zeugen das 1.sie mir dies erst am 31.gesagt hab abends um 10 nach meiner arbeit und 2.tagsüber des 31. keine post im briefkasten war(meine mutter ist diesbezüglich auch zeugin da ich noch bei meinen eltern wohne)

Antwort von vollyhn,

Zu einer Zeit, zu der man mit dem Zugang einer Sendung im Briefkasten nicht mehr rechnen muss, erfolgt kein Zugang der Kündigung, die in den Briefkasten gelegt wird. Da ist es anders als mit gerichtlichen Fristen, die man durch Einwurf in einen Nachtbriefkasten mit automatischem Verschluss bis Mitternacht noch einhalten kann. Der Arbeitgeber hätte die Kündigung um diese Uhrzeit nur noch durch Übergabe rechtzeitig zustellen können. Die mündliche Kündigung zählt überhaupt nicht.

Die Kündigung ist damit nicht gleich unwirksam, lediglich die Kündigungsfrist richtet sich nach dem Zugang, so dass je nach Vertrag (und Betriebszugehörigkeit)das Arbeitsverhältnis bis zu einen Monat länger laufen kann. Die Klagefrist läuft übrigens heute um Mitternacht ab

Kommentar von vollyhn,

Die Klagefrist gilt allerdings nur im Hinblick auf die Unwirksamkeit der Kündigung insgesamt. Willst Du nur die falsche Klagefrist geltend machen, kannst Du das auch nochlänger.

Kommentar von itq80,

klage habe ich gleich am 3.11 beim arbeitgericht gemacht nur die haben mir nicht soviel auskunft gegeben!am donnerstag habe ich ein Gütegespräch!weiss nur gar nicht was auf mich zu kommt!!! darf man einfach so kündigen ohne grund und gleichzeitig 2 neue einstellen?

Kommentar von vollyhn,

1.) nochmals zur Frist: Bei Einwurf der Kündigung in einen zur Wohnung gehörenden Briefkasten hängt der Zeitpunkt des Zugangs davon ab, wann ein derartiger Briefkasten üblicherweise geleert wird. Da kann es echt auf die entscheidenden Richter ankommen. Zwar wird man nicht annehmen, dass in der Nacht noch der Kasten geleert wird. Am Sonntag schaut man aber vielleicht doch eher in den Briefkasten, wenn in der Gegend ein Werbe-Sonntagsblatt oder sonstige Werbesendungen verteilt werden. Da kann etwas dafür sprechen, dass man nicht nur für Postsendungen, sondern auch für Reklamesendungen üblicherweise sonntags den Briefkasten leert. Wenn neben dem Briefkasten eine Zeitungsrolle hängt, in die am Wochenende solcher Plunder gelegt wird, oder wenn am Briefkasten ein Schild "Keine Werbung" klebt, kann man wiederum nicht damit rechnen, dass der Anwohner den Briefkasten am Wochenende leert, da er ja keine Reklame heraus holen muss. Da ist das Ergebnis also ziemlich offen. Davon hängtes aber ab, ob die Kündigung zum Ende November (bei Zugang Samstag oder Sonntag) oder erst zum Ende Dezember (Zugang am Montag) wirkt.

2.) Zur Wirksamkeit der Kündigung überhaupt: Erster Prüfungsschritt ist, ob das Kündigungsschutzgesetz Anwendung findet. Dazu muss der Betrieb mehr als 10 Arbeitnehmer haben ohne Azubi. Arbeitnehmer unter 20 Wochenstunden zählen 0,5 und unter 30 Wochenstunden zählen 0,75. Ist das nicht der Fall, ist der Arbeitgeber weitgehend frei. Ist der Betrieb groß genug, spricht manches dafür, dass die Kündigung unwirksam ist.

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Viel Glück!

Kommentar von itq80,

vielen lieben dank!man wird sehen was am donnerstag rauskommt! noch dazu bekomme ich nicht mal arbeitslosengeld da ich in den letzten 2 jahren nicht 1 jahr fest gearbeitet habe,wurde erst im märz eingestellt!

Kommentar von vollyhn,

jetzt sind wir gespannt, wie die Güteverhandlung war. Habt Ihr Euch geeinigt oder gibt es einen Kammertermin?

Antwort von andreas48,

Was steht denn im Arbeitsvertrag zu Küdigungsfristen, war es in der Probezeit und ein Einwurf in den Briefkasten ist keine Zustellung, wenn sie ohne Nachweiss erfolgte..

Antwort von hapebue,

gehe zum arbeitsgericht

Kommentar von hapebue,

es muss schriftlich sein !!

Kommentar von anon-249103,

jetzt sind wir gespannt, wie die Güteverhandlung war. Habt Ihr Euch geeinigt oder gibt es einen Kammertermin? Gruß pickupartist http://www.larseggert.de

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