Frage von peace1187, 29

Arbeitsangebot vom Jobcenter?

Ich bin seit September auf der Suche nach einer neuen Arbeitssstelle als Heilerziehungspfleger. Jetzt habe ich vom Jobcenter eine Bewerbungsaufforderung für eine Stelle erhalten. Allerdings ist die Stelle fast 50 km von meinem Wohnort weg! Es ist eine 40 Std. Vollzeitstelle. Das heist ich müsste in der Woche über 400 Kilometer fahren. Ich möchte das aber nicht, weil das schon ziemlich ins Geld gehen würde. Kann ich das Angebot irgendwie ablehnen?? Ich habe keine Lust mir vorschreiben zu lassen wo ich arbeite! Ich suche mir selbst etwas neues. Bin ja auch erst seit September arbeitslos. Außerdem gehts bei dem Angebot um Frühförderung, was überhaupt nicht mein Ding ist. Ich komme mit Babys und ganz kleinen Kindern nicht zurecht! Habe das eigentlich auch bei dem Gespräch mit der Jobvermittlung angegeben. Und jetzt schicken sie mir echt genau das was ich eigentlich überhaupt nicht wollte. Was soll ich jetzt tun??

BITTE NUR ANTWORTEN WENN IHR EINE AHNUNG HABT OB ES EINE MÖGLICHKEIT GIBT DAS ANGEBOT ABZULEHNEN OHNE DAS ES KONSEQUENZEN FÜR MICH HAT!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von EstherNele, 12

Aus eigener Erfahrung sage ich dir: den Brief nehmen und sofort hin zum Vermittler und darüber reden.

Was dir passiert ist, ist mir auch erst vor ein paar Wochen passiert. Ich hatte angegeben, dass ich nicht über ein eigenes Fahrzeug verfüge (gehört meinem Partner, außerdem braucht er es, wenn er außerhalb der ÖPNV-Zeiten in unserem Kaff zur Arbeit muss.)

Prompt habe ich einen Vorschlag bekommen, für den ich 1.) das Auto brauchte, um den Ort überhaupt zu erreichen (40 km) und 2.) wöchentlich ca. 500 km und mehr mit dem Fahrzeug im Zuge der Tätigkeit hätte herumfahren müssen.

Ich bin mit dem Brief zu meiner Vermittlerin und habe das gleich erst mal abgelehnt. War überhaupt kein Problem.

Außerdem - was jetzt deinen Fall betrifft - weiß ich, dass man eigentlich nicht Leute nicht gegen ihren Willen zwingt, mit bestimmten Menschengruppen zu arbeiten. Vor allem nicht mit solchen, die sich verbal schlecht bemerkbar machen oder wehren können, wenn es nicht funktioniert. Wenn jemand angibt, dass er - aus welchen Gründen auch immer - nicht mit Pflegebedürftigen, Behinderten, Senioren oder, wie du, nicht mit sehr kleinen Kindern arbeiten will, dann wird man ihn nicht dazu zwingen. Das wäre den entsprechenden Personen gegenüber nicht verantwortbar 

Dass das JC bzw. auch die Agentur für Arbeit solche Einschränkungen in den Unterlagen recht gern und häufig "übersehen", scheint nichts Ungewöhnliches zu sein.

Meine Intervention beim AA hat allerdings nicht verhindern können, dass das nächste Angebot noch schlimmer war - fast 65 Kilometer vom Wohnort entfernt, wieder die Bereitschaft vorausgesetzt, mit dem eigenen Fahrzeug im Landkreis unterwegs zu sein.

Diesmal musste ich ich mich allerdings nicht mehr mit meiner Vermittlerin auseinandersetzen - ich hatte drei Tage zuvor einen neuen Vertrag unterschrieben.

An deiner Stelle würde ich mich noch einmal nachdrücklich mit meinem Vermittler unterhalten. Es ist Blödsinn, dass man dich unter Androhung von Sanktionen zu jedem Job verdonnern kann.

Natürlich kann man nicht 4 von 5 Angeboten ablehnen, schon gar nicht dann, wenn man schon im ALG II-Bezug sein sollte.

Das trifft aber bei dir nicht zu.

Ja, man darf aus religiösen, gesundheitlichen  oder persönlichen Gründen auch Jobs ablehnen. Man muss das nur richtig kommunizieren.

Lass dich nicht wirr machen von Schreibern, die vielleicht nicht den Traumjob haben oder in der gleichen Situation waren, bloß eben kein vernünftiges Argument hatten, abzulehnen. Solche Fälle werden eben nicht pauschal übers Knie gebrochen.

Ich hoffe, du kannst das bald klären und findest möglichst schnell wieder was. Viel Glück

Kommentar von peace1187 ,

Danke nochmal für die Antwort. Zusammen mit der Antwort von Laury die einzigen hilfreichen Antworten. 

Die anderen Antworten waren echt unter aller Kanone. Die meisten Kommentare ließ ich dort sogar löschen, da sie zum Teil ganz schön unter die Gürtellinie gingen. Als ob man ein Mensch 2. Klasse ist nur weil man mal vorübergehend ohne Job da steht...

Antwort
von Laury95, 9

Du kannst dich bewerben, aber so schlecht, dass sie dich schon nicht nehmen werden, es aber beim JC nicht auffällt, dass du mit Absicht eine Stellenaufnahme verweigert hast. Musst du irgendwie geschickt machen. Etwas schreiben, was bei denen gar nicht geht(Krankheit, 5 kleine Kinder^^) aber was der Wahrheit entspricht.

Oder du lehnst das Stellenangebot ab, indem du sagst, dass der Fahrweg unzumutbar ist.

Fahrgeld würdest du bekommen, je nachdem, wie viel du verdienst, das Jobcenter kann dir auch einen Umzug anbieten...

Du kannst ja erst mal hingehen und lieb nachhaken, dass du mit kleinen Kindern nicht arbeiten möchtest und die Stelle zu weit weg ist.

Antwort
von MrMiles, 14

Hingehen und ein Bewerbungsgespräch machen und genau diese Bedenken beim Bewerbungsgespräch außern.

Absage erhalten und weiter suchen.

Kommentar von peace1187 ,

Ja aber was denken die sich!? Ich sag vei dem Vermittlungsgespräch das für mich jede Kliente in Frage kommt außer Babys und Kleinkinder. Und jetzt schicken sie mir genau dafür ein Angebot! 

Ich bin doch erst seit September auf der Suche. Etwas Zeit müssen sie mir schon geben. 

Antwort
von Akka2323, 20

Ablehnen gibt Ärger, schließlich lebst Du im Moment von dem Geld, das andere Leute als Steuern bezahlen. Und nur weil Du auf Deinen Traumjob nicht kriegst, muss der Staat nicht zahlen.

Kommentar von peace1187 ,

Was sind das für bescheuerte Antworten! Ich bin 29! Ich hab seit ich 18 bin ohne Unterbrechung gearbeitet! Ich hatte während meiner Ausbildung sogar knapp 100 Euro weniger als ein Hartzer! 


Was ist das für ein Blödsinn mit abzumelden!? ALG 1 ist eine Art Versicherung in die ich Jahre lang eingezahlt habe! Daher ist es auch gerechtfertigt das ich vorübergehend Leistungen erhalte! 


Also spart euch diese Herabwürdigenden Kommentare! 

Antwort
von Appelmus, 11

Du bist verpflichtet, jede Art zumutbarer Beschäftigung anzunehmen. 50 km liegt im Tagespendelbereich und ist zuzumuten. Ob du das willst oder nicht, spielt keine Rolle. Was heißt "erst" seit September? Es ist November! 

Du musst dir nicht vorschreiben lassen, wo du arbeitest. Alternativ kannst du dich beim Jobcenter abmelden und verzichtet auf die Leistung. 

Kommentar von peace1187 ,

Was sind das für bescheuerte Antworten! Ich bin 29! Ich hab seitdem ihne Unterbrechung gearbeitet! Ich hatte während meiner Ausbildung sogar knapp 100 Euro weniger als ein Hartzer! 

Was ist das für ein Blödsinn mit abzumelden!? ALG 1 ist eine Art Versicherung in die ich Jahre lang eingezahlt habe! Daher ist es auch gerechtfertigt das ich vorübergehend Leistungen erhalte! 

Also spart euch diese Herabwürdigenden Kommentare! 

Kommentar von peace1187 ,

*seit ich 18 bin ohne Unterbrechung...

Kommentar von Appelmus ,

Wenn du beim Jobcenter bist, beziehst du in der Regel ALG II (Hartz IV). Dann musst du deine Frage entsprechend formulieren. Und selbst wenn du nur Aufstocker bist, bist du in der Pflicht, jede zumutbare Beschäftigung anzunehmen. 

Mit herabwürdigend hat das nichts zu tun. Du beleidigst jede Antwort, die nicht deinen Vorstellungen entspricht als bescheuert. Wenn du die Rechtslage nicht akzeptieren willst, dann stell keine Fragen.

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