Frage von Tamara72, 31

Arbeitsamt zahlt Restanspruch nicht?

09.2011 arbeitslos geworden, musste mich beim Arbeitsamt arbeitslos melden. Da ich aber zu dem Zeitpunkt nicht arbeiten konnte (Kindererziehung) hat mir das Arbeitsamt gesagt, ich müsste innerhalb von 4 Jahren das ALG1 beantragen. 07.08.2015 beantragt und Bewilligungsbescheid bis 7.8.16.
Im März und April 2016 habe ich 2 Monate gearbeitet, bin gekündigt worden. Ich dachte, nun bekomme ich den Rest bis 7.8.16, Pustekuchen Ablehnungsbescheid, da der Anspruch verjährt ist. Ist das rechtens? Habe ich eine Chance, wenn ich Widerspuch einlege? Ich habe eine Rechtschutzversicherung oder muss ich das hinnehmen? Die Dame am Telefon des Amts meinte, durch die Unterbrechung habe ich keinen Anspruch mehr, ich bin selber schuld, dass ich arbeiten gegangen bin!

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Arbeitsamt & Arbeitslosengeld, 17

Das klingt zwar hart,aber ich denke das die Aussage korrekt war !

Du hast zwar die 4 Jahresfrist eingehalten und dein alter Anspruch lebte wieder auf,aber durch die Arbeitsaufnahme wurde der zuvor ergangene Bewilligungsbescheid aufgehoben.

Ein Neuantrag wäre bzw.ist nach der Kündigung wieder erforderlich und da du dir keine neue Anwartschaftszeiten erarbeitet hast und die Bewilligung unterbrochen wurde,geht dir dein alter Anspruch verloren,weil du über der Frist von 4 Jahren liegst,innerhalb dieser Frist hätte es da keine Probleme gegeben.

Kommentar von Tamara72 ,

Danke für ihre Antwort, mir kam nicht in Sinn, dass bei einer kurzen Unterbrechung ein Neuantrag gemacht wird. Leider wurde ich bestraft, dass ich arbeiten wollte!  3 Monate ALG1 futsch. Gruß T.

Kommentar von isomatte ,

Dann hast du ja noch Glück gehabt,dass du die Frist von 4 Jahren bei der Antragstellung nicht überschritten hast,denn sonst wäre dein voller Anspruch weg gewesen !

Das hätte dir ja auch mit einem evtl.Restanspruch passieren können,wenn du dir durch neue Beschäftigung schon wieder eine neue Anwartschaft erworben hättest.

Wenn du angenommen noch einen Restanspruch von 6 Monaten gehabt hättest und innerhalb von 2 Jahren wieder 18 Monate Versicherungspflicht hinter dir gehabt hättest,dann würde dein neuer Anspruch 9 Monate ( 270 Tage ) betragen.

Würden dir aber höchstens 12 Monate ( 360 Tage ) zustehen,dann würdest du mit dem neuen Anspruch und den 6 Monaten alten Anspruch auf 15 Monate kommen.

Da dir aber max.nur 12 Monate zustehen würden,gingen dir auch hier 3 Monate verloren.

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